Frauen-Power für die Energiewirtschaft
Die Welt der Energiewirtschaft, eine im technischen Bereich überwiegend von Männern geprägte Domäne, in der Frauen allenfalls administrative Aufgaben übernehmen? Was die EMH Energie-Messtechnik GmbH angeht (und zunehmend auch viele andere Unternehmen der Branche), ist das definitiv nicht der Fall. Jüngstes Beispiel: Auf der Messe CWIEME Berlin bot sich für die EMH-Mitarbeiterin Dr. Irina Karpenko die perfekte Gelegenheit, sowohl das Unternehmen als auch ihr eigenes Fachgebiet vorzustellen.
Seit Mai 2020 verantwortet Dr. Irina Karpenko bei EMH einen Aufgabenbereich, der lange Zeit als klassische „Männer-Domäne“ galt: Im Service der Unternehmenssparte Transformer Monitoring betreut sie Kunden aus dem In- und Ausland bei der Analyse und Behebung technischer Störungen an HYDROCAL-Systemen, führt Schulungen des Bedienpersonals durch und kümmert sich um die operative Steuerung und Überwachung nötiger Reparaturprozesse in der EMH-eigenen Werkstatt.
Fachlicher Austausch zusehends wichtiger
Die tägliche Routinearbeit auf der einen Seite, muss sich die Ingenieurwissenschaftlerin andererseits auch fachlich auf dem Laufenden halten. Mit der weltweit zunehmenden Elektrifizierung und dem massiven Zubau regenerativer Erzeugungsanlagen gewinnt das Online-Monitoring von Leistungstransformatoren immer mehr an Bedeutung, und die HYDROCAL-Systeme von EMH spielen dabei eine wichtige Rolle. Um die Fortschritte der Messtechnik und Datenanalyse permanent im Auge zu behalten, ist der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen auf internationaler Ebene für Irina Karpenko ein absolutes Muss.
Energiewirtschaft mit großem Nachholbedarf
Auf Tagungen und Messen ist die gebürtige Kasachin in den meisten Fällen aber nur eine von wenigen Frauen im Umfeld überwiegend männlicher Kollegen. „In den technischen Bereichen der Energiewirtschaft sind Männer nach wie vor in der Überzahl“, so Irina Karpenko, „und während die Strukturen der Stromversorgung zusehends vielfältiger werden, gibt es hinsichtlich der Vielfalt des Personals noch einigen Nachholbedarf.“ Tatsächlich liegt der Anteil an Frauen in Ingenieurberufen hierzulande lediglich bei etwa 20 Prozent, und was weibliche Führungskräfte in der Energiewirtschaft angeht, geht es noch langsamer voran. Laut einer PwC-Studie zu „Frauen in der Energiewirtschaft“ sind „technisch geprägte bzw. produktionsnahe Funktionen (…) nach wie vor männlich dominiert“, und der Frauenanteil unter den Führungskräften der Branche stagniere mit 14,3 Prozent (Stand: Ende 2024) auf niedrigem Niveau.
„Women in Engineering“ macht Hoffnung
Mit vereinten Kräften soll sich das ändern, und nicht nur EMH geht in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran. Die CWIEME Berlin, nach eigenen Angaben die weltweit führende Fachmesse für Wicklungs-, Transformator-, Elektromotor-, Generator- und E-Mobilitätstechnologien, hat das Programm inzwischen um die Networking-Veranstaltung „Women in Engineering“ erweitert. „Wir möchten eine Plattform für den Dialog bieten, das Bewusstsein schärfen und branchenweite Bemühungen unterstützen, inklusivere und gerechtere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter zu schaffen“, so die Zielsetzung. Für die EMH Energie-Messtechnik GmbH hat in diesem Jahr Dr. Irina Karpenko daran teilgenommen, und ihr Fazit fällt durchweg positiv aus. „Ich hatte Gelegenheit, mit selbst vorzustellen und das Unternehmen EMH zu präsentieren, was mir den Austausch von Ideen, die Erweiterung meines beruflichen Netzwerks und die Hervorhebung der Aktivitäten im Bereich der Transformatorüberwachung ermöglichte“, fasst die Ingenieurin zusammen. Für Irina Karpenko unterstreicht das Engagement der Veranstalter „die Bedeutung von Vielfalt und Innovation im Ingenieurwesen“. Und weiter: „Die Fachmesse in Berlin und auch andere Ansätze in der Branche lassen auf jeden Fall hoffen, dass insbesondere die technischen Bereiche der Energiewirtschaft zusehends von den Vorteilen einer vielfältig strukturierten Belegschaft profitieren werden.“
Irina Karpenko repräsentiert EMH auf internationaler Fachmesse CWIEME
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