Bonner Eichrechtstage: Austausch über Lösungsansätze für die E-Mobilität
Immer höhere Ladeleistungen, kontinuierliche Fortschritte bei Batterietechnologien oder Wechselwirkungen durch zunehmende Verknüpfung mit Smart-Grid-Strukturen: Die Rahmenbedingungen des Eichrechts mit der Entwicklung der E-Mobilität in Einklang zu bringen, gleicht zuweilen dem sprichwörtlichen Wettlauf zwischen Hase und Igel. Umso wichtiger ist der fachliche Austausch auf der Arbeitsebene, was die „Bonner Eichrechtstage“ jüngst einmal mehr verdeutlicht haben.
„Veranstaltungen wie die Bonner Eichrechtstage bieten die Gelegenheit, im Kreise vieler Stakeholder wichtige Aspekte rund um die Eichung elektrischer Ladeinfrastruktur zu diskutieren, weiterzuentwickeln und offene Fragen zu klären“, resümiert Karsten Schröder, Geschäftsführer der EMH Energie-Messtechnik GmbH. In diesem Sinn hält Schröder das jüngste Treffen von rund 150 Fachleuten aus allen Bereichen der E-Mobilität auch für einen vollen Erfolg: „Auch wenn niemand genau vorhersagen kann, vor welchen eichrechtlichen Herausforderungen wir in fünf oder zehn Jahren stehen werden, so kristallisieren sich die wichtigsten Handlungsfelder doch inzwischen deutlich heraus“, so Schröder.
Phantomlast-Prüfung als gelungenes Beispiel
Typisches Beispiel: Die Kalibrierung und Eichung der Ladeinfrastruktur für das sogenannte Megawatt-Charging, kurz MCS. Das für die meisten Ladesäulen inzwischen gängige Konzept der Echtlast-Prüfeinrichtung ist für den Einsatz in MCS-Strukturen nur bedingt tauglich. Je höher die Ladeleistung, desto größer und schwerer werden die erforderlichen Prüfsysteme, was einen wirtschaftlichen Betrieb beinahe unmöglich macht. Als Alternative kam aus der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt PTB vor einigen Jahren der Vorschlag ins Spiel, die Prüfung von DC-Ladesäulen nicht mit Echtlast vorzunehmen sondern das aus anderen Anwendungsbereichen bekannte Konzept der Phantomlast zu nutzen.
Marktreifes Produkt von EMH realisiert
EMH griff den PTB-Vorschlag auf und konnte inzwischen als erster Anbieter ein marktreifes Produkt realisieren. Parallel dazu wurden auch die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, damit der Einsatz von Phantomlast auch im Einklang mit dem Eichrecht erfolgen kann: seit September 2025 beschreibt die neue DIN VDE V 0122-2-100 die Eckpunkte einer „Hard- und Softwareschnittstelle zur Prüfung mit Phantomleistung für Gleichstromversorgungseinrichtungen für Elektrofahrzeuge“ und setzt damit für die Zukunft neue Standards.
„Wir liegen weiterhin gut im Rennen“
Für EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder ist das Regelwerk ein gelungenes Beispiel, wie der kontinuierliche Informationsaustausch auf der Arbeitsebene am Ende zu Lösungen führt, die auch zeitnah in der Praxis ankommen können. Grund genug für Schröder, das von EMH entwickelte Prüfsystem für MCS-Strukturen auf den Bonner Eichrechtstagen vorzustellen – und sich über die durchweg positive Resonanz zu freuen: „Die Rückmeldungen von Expertinnen und Experten aus allen Bereichen vom Ladesäulenhersteller über Payment-Anbieter bis hin zu den Betreibern der Infrastruktur bestätigen, dass wir als Anbieter entsprechender Prüf- und Messtechnik weiterhin auf dem richtigen Weg sind“, so Karsten Schröder.
Dipl. Ing. Karsten Schröder bei seinem Vortrag
Dipl. Ing. Karsten Schröder bei seinem Vortrag
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