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Ein kleines ,,Dankeschön“ an die Jungs im Hintergrund!

Dass die jährliche EMH-Roadshow wenigstens im virtuellen Raum stattfinden konnte, ist nicht zuletzt einigen „unsichtbaren“ Helfern im Hintergrund zu verdanken. Das für alle Beteiligten ungewöhnliche Konzept entwickelten Hilke Schamlott und Lars Busekrus aus dem EMH-Marketing gemeinsam mit Heiko Gentsch von der Hamburger Gentsch & Gentsch Ideenagentur (www.gentsch-gentsch.de). Gentsch & Gentsch versteht sich als kleine und flexible Werbeagentur, die komplexe Leistungen auf einfache Weise emotional kommunizieren kann – und erwies sich mit diesem Ansatz als idealer Partner für das Roadshow-Projekt von EMH. Die praktische Umsetzung brauchte dann allerdings auch eine passende Optik – und die richteten Stefan Klein (www.klein-foto.de) und Dirk Masbaum (www.fotografie-masbaum.de) ein. Als Produktfotografen sind Klein und Masbaum seit langem mit EMH verbunden, ihr Portfolio umfasst darüber hinaus aber auch Projekte mit bewegten Bildern. So entstanden im Vorfeld der virtuellen EMH-Roadshow ansprechende und aussagekräftige Produkt-Videos, und während des eigentlichen Online-Auftritts mündeten die Ergebnisse inklusive der Studio-Kameraführung dann in einer ganzheitlichen Live-Präsentation. Last but not least: Stefan Lütge von der Hamburger Silicon Planet GmbH (https://siliconplanet.com). „Wir entwickeln digitalen Vertrieb für wachstumsorientierte Unternehmen“, hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Silicon Planet ist EMH über die kontinuierliche Betreuung der Homepage verbunden und verknüpfte via Cleverreach und Zoom sozusagen auch die Strippen der virtuellen Roadshow. Allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, sagen wir an dieser Stelle schlicht und einfach: Danke!

Produktpräsentation – virtuell und doch praxisnah

Measurement Heroes by EMH: Großes Interesse an Hintergrundinformationen zur Prüftechnik für die Energiewirtschaft

 

Statt in Wien, München, Köln und Leipzig persönliche Präsenz zu zeigen, präsentierte EMH die jährliche Roadshow erstmals aus einem Online-TV-Studio am Firmensitz Brackel. Entstanden aus den notwendigen Einschränkungen angesichts der Covid-19-Pandemie, stieß die virtuelle Produktpräsentation gleichwohl auf großes Interesse der zugeschalteten Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus.

 

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen informierten EMH-Vertreter jeweils gut eine Stunde lang über modernste Prüfsysteme für Energiezähler oder zur Überwachung von Leistungstransformatoren. EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder, Vertriebsleiter Lars Busekrus und Serviceleiter Peter Kurth stellten sich zugleich auch individuellen Fragen aus dem Publikum. Im Mittelpunkt standen die neueste Generation an tragbaren Prüfeinrichtungen, von den Arbeitsnormalen PWS 2.3genX, CheckMeter 2.3genX und PTS 3.3genX bis hin zum Ladesäulen-Testadapter eMOB I-32.3 AC, wie auch stationäre Testsysteme für den Einsatz in der Zählerproduktion oder das umfassende HYDROCAL-Portfolio zur Überwachung von Leistungstransformatoren. Speziell für die virtuelle Roadshow produziert, vermittelten eingespielte Produktfilme einen Überblick zu den Funktionalitäten und Anwendungsmöglichkeiten der jeweiligen Geräte.

 

Das ungewöhnliche Format der Produktpräsentation stieß bei den online zugeschalteten Teilnehmern durchgehend auf reges Interesse und ließ vielfältige Nachfragen aufkommen. Zum Beispiel, ob die aktuelle Software CALegration auch ältere, noch in Betrieb befindliche Geräte wie das Referenznormal CALPORT 300 unterstützt (Antwort: ja, sofern das Gerät mit der neuesten Firmware ausgestattet ist), ob Prüfmittel von EMH in festgelegten Abständen vom Hersteller kalibriert werden müssen (nein, die Messmittelüberwachung orientiert sich an den internen QM-Regeln des Anwenders, empfohlen werden aber Überprüfungen im Abstand von zwölf bis 24 Monaten) oder ob EMH auch Lösungen zur Messung von DC-Schnelladesäulen anbietet (die entsprechende Technik ist in der Entwicklung, momentan konzentriert sich das Angebot aber auf die am weitesten verbreiteten AC-Ladestationen Typ II 22kW). In Bezug auf stationäre Systeme ging es u.a. ebenfalls um die notwendigen Prüfintervalle (die sich an den Vorgaben der PTB orientieren und in der Regel drei Monate betragen), und schließlich interessierten sich Teilnehmer für die Frage, ob die Analyseergebnisse automatischer HYDROCAL-Systeme ebenso präzise ausfallen wie bei einer klassischen Laboruntersuchung (die Genauigkeit ist absolut vergleichbar, sofern es um die Trendentwicklung bestimmter Inhaltsstoffe im Transformatorenöl geht, bei der Spurenanalyse erreichen Online-Überwachungssysteme allerdings ihre Grenzen).

 

Während der Live-Präsentation konnten angesichts des vorgegebenen Zeitrahmens längst nicht alle gestellten Fragen behandelt werden, das Team von EMH reichte die Antworten aber im Anschluss daran nach. Und wer die Measurement Heroes by EMH verpasst hat, kann die Teilnahme jederzeit nachholen: Unter

https://emh.eu/measurement-heroes-aufzeichnungen/ steht das komplette Ereignis als Videoaufzeichnung zum Anschauen bereit.

„Für unsere Kunden ist mir kein Weg zu weit“

Measurement Heroes im Portrait: Lars Busekrus, Leiter Vertrieb und Marketing EMH

Fußballprofi, Pilot oder (nach Meinung seiner Mutter) Koch: Mit der Welt der Energieversorgung hatten die ursprünglichen Berufsvorstellungen von Lars Busekrus allenfalls indirekt zu tun. Doch spätestens seit die Covid-19-Pandemie das Leben auf den Kopf gestellt hat, erweist sich seine Entscheidung zugunsten einer kaufmännischen Ausbildung im Nachhinein als überaus weitsichtig. Obendrein sind die Aufgaben des 49-Jährigen bei EMH nicht minder interessant, als würde er in der Bundesliga kicken, im Flugzeugcockpit sitzen oder in einer Restaurantküche wirken. „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und bietet meinem Team und mir immer wieder aufs Neue viele Gestaltungsmöglichkeiten“, fasst Lars Busekrus seine beruflichen Aufgaben zusammen. Ob der nächste Messeauftritt ansteht, ein neues Produkt die Marktreife erlangt oder die alljährliche EMH Road Show angesichts eingeschränkter Kontaktmöglichkeiten kurzerhand in ein virtuelles Event umgewandelt werden muss: Marketing und Vertrieb sind stets am „Puls der Zeit“, und Busekrus hat für Stillstand wenig übrig.

 

Branche mit „familiärer Atmosphäre“

Nach der Ausbildung und einer anschließenden Weiterbildung im Bereich Marketing war Lars Busekrus zunächst im Maschinenbau und in der Industrieautomation tätig, bis er im Februar 2008 zu EMH in Brackel stieß. „Ich schätze Ehrlichkeit und Direktheit“, stellt der gebürtige Ostwestfale fest, und wenn er die Energiewirtschaft als „sehr konservative Branche“ bezeichnet, meint er dass alles andere als negativ. „Einerseits handelt es sich bei der Klientel von EMH natürlich um einen gewaltigen und bedeutenden Industriezweig, sowohl national als auch international“, sagt Busekrus. „Auf der anderen Seite ist die Zahl der Unternehmen vergleichsweise überschaubar und von einer Art familiären Atmosphäre geprägt, in der mündliche Abmachungen unverändert Gültigkeit besitzen.“

Enger Kundenkontakt auch aus der Ferne

Unter normalen Umständen ist Lars Busekrus einen Gutteil seiner Arbeitszeit „auf Achse“, kümmert sich im persönlichen Gespräch um die Wünsche der Kunden und ist notfalls auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten erreichbar. „Für unsere Kunden ist mir kein Weg zu weit“, sagt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn dabei dann noch ein guter Auftrag herauskommt, umso besser.“ Momentan schränken die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie den Aktionsradius von Lars Busekrus zwar ein, dem engen Kundenkontakt tut das aber keinen Abbruch. „Zum Glück lassen sich die meisten Fragen auch aus der Ferne klären, das persönliche Gespräch holen wir dann eben später nach“, sagt er. Und weil er gerade weniger „auf Achse“ ist, genießt er nach Feierabend umso mehr einen Spaziergang am nahen Elbufer oder macht es sich zu Hause gemütlich: „Wer mich kennt, mag das kaum glauben – aber auch wenn ich immer viel rede, hänge ich ebenso gerne einfach mal ab.“

 

 

Profundes Wissen aus der Welt der Elektrizitätszähler


(Brackel, Juli 2020) Praxisorientiert und intensiv vermittelt: Das Seminarprogramm von EMH bietet im 4. Quartal 2020 vielfältige Unterstützung zur praxisorientierten Prüfung und Installation von Elektrizitätszählern.

 

Mit dem Seminarprogramm von EMH werden Hintergrundwissen und die Potenziale der Prüftechnik anhand konkreter Anwendungsbeispiele zusammengeführt. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr Intensivseminare zum effizienten Einsatz der von EMH entwickelten Software CALegration sowie ein Anwenderseminar zur Praxis von Vor-Ort-Prüfungen. Veranstaltungsort für alle Seminare ist das EMH-Schulungszentrum in Brackel bei Hamburg, das Intensivseminar „PWS 2.3genX inkl. CALegration mit praktischen Anwendungen“ wird zusätzlich auch in Düsseldorf angeboten. Die Veranstaltungen sind für das 4. Quartal 2020 vorgesehen und richten sich vor allem an Fachkräfte aus den Zähler- und Serviceabteilungen von Energieversorgungsunternehmen, Netzbetreibern und Dienstleistern im Zählerwesen.

Das Intensivseminar „PWS 2.3genX inkl. CALegration mit praktischen Anwendungen“ vermittelt einen umfassenden Einblick in die Einsatzmöglichkeiten des von EMH neu entwickelten Arbeitsnormals PWS 2.3genX. Inhaltlich geht es u.a. um die Messung elektrischer Parameter, um das Auffinden von Schaltungsfehlern innerhalb von Zählerinstallationen sowie um die Auswertung der erzielten Ergebnisse mit Hilfe der Software CALegration. Die Potenziale dieses Analyse-Tools stehen auch im Mittelpunkt des Intensivseminars „Softwareschulung CALegration zur Nutzung mit tragbaren Prüfgeräten oder stationären Zahlerprüfeinrichtungen mit praktischen Anwendungen. Je nach Interessenlage haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich im Anschluss an eine grundlegende, gemeinsame Schulung auf den praktischen Einsatz der Software in Verbindung mit tragbaren oder mit stationären Prüfsystemen zu konzentrieren. Im Anwenderseminar „Vor-Ort-Prüfungen in Zähler-und Messwandlerinstallationen“ geht es schließlich u.a. um Theorie und Praxis bei Inbetriebnahmeprüfungen von Zählerinstallationen sowie bei der Bearbeitung von Kundenreklamationen, auch umfassende Informationen zu den technischen Möglichkeiten von Vor-Ort-Prüfungen insgesamt stehen auf dem Programm.

Die Gestaltung der einzelnen Seminare folgt den jeweils aktuell geltenden Covid-19-Hygienevorschriften. Den geeigneten Rahmen dafür bietet das EMH-Schulungszentrum in Brackel, dessen Räumlichkeiten nach sechsmonatiger Bauzeit kürzlich erweitert und mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestattet wurden.

Weitere Einzelheiten zu den Seminarinhalten sowie Hinweise zu den Anmeldeformalitäten auf der Website von EMH (www.emh.eu/seminare-veranstaltungen).n

Neueste Prüftechnik begleitet Transformation der Energieversorgung

EMH präsentiert auf der E-world 2020 aktualisiertes Portfolio mobiler Messgeräte

(Brackel, Dezember 2019) Mit dem Aufkommen neuer Themen wie Climate Solutions, Smart City oder E-Mobility ändern sich auch die Anforderungen an die damit verbundene Messtechnik. Auf der E-world energy & water 2020 (11.-13. Februar, Messe Essen) zeigt EMH leistungsstarke Produkte, die in unterschiedlichen Anwendungsbereichen flexibel einsetzbar sind.

Ein Beispiel für maximale Flexibilität ist das tragbare Arbeitsnormal PWS 2.3. EMH hat das bewährte Systeme dem neuesten Stand der Technik angepasst und bietet das Gerät unter der Typbezeichnung „genX“ nun mit erweiterter Funktionalität an. PWS 2.3 genX verfügt über zeitgemäße Schnittstellen zur Datenübertragung, ist mit einem großen Farbdisplay ausgestattet und besitzt eine komfortable Touch-Screen-Bedienoberfläche. Über den universellen Stromwandlereingang UCT können unterschiedlichste Stromzangen, Adapter oder Sensoren verwendet werden, ohne dass eine neuerliche Kalibrierung durch den Hersteller erforderlich wird.

Dank der hohen Flexibilität bildet PWS 2.3 genX die perfekte Basis für alle erdenklichen Einsätze. So präsentiert EMH auf der E-world 2020 beispielsweise den neu entwickelten Prüfadapter eMOB I-32.3 AC, der speziell auf die Analyse von AC-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ausgelegt ist. In Kombination mit dem PWS 2.3 genX steht damit ein leistungsfähiges und einfach

bedienbares mobiles Prüfsystem der Genauigkeitsklasse 0.1 zur Verfügung, das neben der Prüfung des installierten Energiezählers auch die Bestimmung von Leistungsverlusten erlaubt. Die Verbindung zwischen Ladesäule und Prüfadapter wird über ein AC-Ladekabel gem. EN 62196-1 Typ 2 hergestellt, wobei die abgegebene AC-Leistung über einen dreiphasigen Spannungsabgriff erfasst wird. eMOB I-32.3 AC verarbeitet Leistungen bis zu 22 kW und Stromstärken bis max. 32 A.

 

Neben der Elektromobilität wird die Transformation der Energieversorgung vor allem durch die Digitalisierung unterschiedlichster Prozesse geprägt. Als konkretes Produkt zeigt EMH in Essen eine Lösung zur regelkonformen Befundprüfung von SMGw-Installationen. Das Prüfsystem steht als Erweiterung vorhandener Zählerprüfeinrichtungen zur Verfügung, kann aber auch direkt in neue Prüfeinrichtungen integriert werden. Realisiert wurde zunächst eine Lösung zur metrologischen Überprüfung von Smart Meter Gateways in Verbindung mit MS2020 Basiszählern (Rückführbarkeit der Messgrößen auf nationale Normalien). In ähnlicher Weise strebt EMH auch die Bereitstellung eines Verfahrens zur SMGw-Annahmeprüfung an.

 

EMH auf der E-world energy & water 2020: Halle 2, Stand 132

Prüftechnik für Ladestationen

Inzwischen gilt die Eichrechtskonformität auch für E-Ladesäulen. Allerdings mangelt es noch an geeigneter Prüftechnik, um die Funktion der Ladestationen im Rahmen einer Nacheichung fortlaufend kontrollieren zu können. Abhilfe versprechen neue Messgeräte, die nunmehr kurz vor der Serienreife stehen. Wir sprachen dazu mit dem Geschäftsführer der EMH Energie-Messtechnik, Karsten Schröder.

Das Interview führte: Michael Nallinger. Bild: EMH Energie-Messtechnik

Was unterscheidet die Energiemesstechnik bei Ladesäulen von anderen Energiemessaufgaben?

Anders als bei „normalen“ Stromzählern muss der Beginn und das Ende des Ladevorgangs sicher dokumentiert werden und das auch transparent und nachgängig, etwa in einer Cloud. Der normale Stromzähler misst in der Regel nur den Verbrauch des immer gleichen Kunden, bei Ladesäulen dagegen von vielen verschiedenen Kunden. Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die Sicherheit und den Schutz der Daten.

 

Was bedeutet dies für die Prüftechnik?

Wie bei allen Prüf- und Kalibrieraufgaben geht es immer darum, besser und genauer als der Prüfling und damit die gesamte Messinfrastruktur der Ladesäule zu messen. Außerdem müssen die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten im Bereich der E-Mobilität unterstützt werden.

 

Mit welchen Prüftechnik-Lösungen adressieren Sie diese Herausforderungen?

Zunächst werden wir mit einer Lösung für die messrichtige Prüfung von AC-Ladestationen auf den Markt kommen, das betrifft aktuell die weitaus größere Menge der Ladestationen. Dabei wird die Prüfgerätekombination des bewährten tragbaren Zähler- und Schaltungsprüfgerätes „PWS 2.3 genX“ zusammen mit dem neuen Adapter „eMOB I-32.3 AC“ während des laufenden Ladevorgangs zwischen Fahrzeug und Ladesäule geschaltet. Mit Hilfe eines sogenannten Abtastkopfes lassen sich dann die energieproportionalen Leuchtimpulse des Stromzählers in der Ladesäule ermitteln. Dies ermöglicht es, die richtige Messung des Stromzählers in der Ladesäule zu überprüfen. Außerdem gewinnt man weitere wichtige Informationen, wie die Lastkurve bei der Ladung und eventuelle Einflüsse auf die Netzqualität.

 

Welche Bedeutung hat hier die Zusammenarbeit mit den zuständigen Prüf- und Eichbehörden?

Dies ist ein wichtiges Thema, weil alle hier noch Neuland betreten – und vielleicht auch etwas in Konkurrenz miteinander stehen, was die Zusammenarbeit nicht gerade vereinfacht. Es gilt hier aber auch nicht nur auf den deutschen Markt zu schauen, sondern gerade auch die zukünftigen Anforderungen im Ausland zu untersuchen.

 

Und wie gestaltet sich die Kooperation mit den Zähler- bzw. Ladesäulenherstellern?

Für die Zähler- und Ladesäulenherstellern sind wir ein anerkannter Partner und diskutieren gemeinsam unsere Lösungen und Anwendungen. Dabei passen wir unsere Produkte teilweise auch auf deren besonderen Anforderungen an. Die Zusammenarbeit ist sehr gut und vertrauensvoll.

 

Neben AC-Ladesäulen werden auch zunehmend DC-Ladesäulen aufgebaut. Wie unterscheidet sich hier die Komplexität der Prüftechnik?

Hier beginnt es bereits mit der eichrechtlichen Rückführbarkeit, weil nur wenige Eichbehörden und staatlich anerkannte Prüfstellen mit DC-Prüftechnik ausgestattet sind. Eine weitere Herausforderung sind die hohen Ströme gerade bei Schnellladesäulen, die sich vom üblichen Strombereich der AC-Energiemesstechnik unterscheiden.

 

Welche Lösungen sind im DC-Bereich in der Pipeline?

Wir arbeiten an einem tragbaren Prüfgerät für die Vor-Ort-Prüfung elektrischer Energiezähltechnik, das zudem auch noch über die Messung von Netzqualitätsparametern verfügt. Zu diesem Gerät wird es dann auch eine Option zur Prüfung von DC- und Schnellladesäulen geben.

 

EMH Energie-Messtechnik ist auch in anderen Ländern aktiv. Inwieweit unterscheidet sich die Herangehensweise hierzulande von der in anderen Ländern?

Das ist ein interessantes Thema! Gerade im europäischen Ausland werden die neuen deutschen eichrechtlichen Regelungen im Bereich der E-Mobilität teilweise als „Overshoot“ angesehen, andere Länder fordern für Ladesäulen lediglich die Verwendung eines geeichten Stromzählers.

 

Welche Bedeutung hat für Sie das neue Aufgabengebiet E-Mobilität und welche ökonomischen Erwartungen haben Sie hier?

Wir sind realistisch: Das Thema ist wichtig, aber es wird sich nicht zum ersten Umsatzträger unseres Unternehmens entwickeln. Trotzdem ist es auch ein interessantes Feld, um sich als High-Tech-Anbieter zu profilieren.

 

https://www.industr.com/de/wir-betreten-hier-alle-neuland-2391072

 

 

Fachmesse mit Bobby-Car

 

EMH präsentierte Messtechnik für E-Mobility auf der eMove360° in München

Es kommt wohl eher selten vor, dass eine neue Fachmesse quasi aus dem Stand heraus ein voller Erfolg wird. Der eMove360° ist das gelungen: Erst vor drei Jahren aus der Taufe gehoben, ist die B2B-Veranstaltung der Messe München innerhalb kürzester Zeit gewaltig expandiert und zählte 2019 bereits mehr als 290 Aussteller aus 25 Ländern. Die eMove360° ist binnen kürzester Zeit zur internationalen Leitmesse für Elektromobilität avanciert – da versteht es sich von selbst, dass EMH im vergangenen Oktober auf jeden Fall mit dabei war.

Nachholbedarf bei der Vernetzung

„Noch mangelt es der E-Mobility-Welt an einer klaren Linie“, schildert EMH-Entwicklungsleiter Ulrich Putensen seine Eindrücke vom Messebesuch. „Es fehlt an einer richtigen Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteuren und jeder scheint bislang noch sein eigenes Süppchen zu kochen.“ Nichtsdestotrotz hatte Ulrich Putensen Gelegenheit, potenziellen Kunden die EMH-Produkte für E-Mobility-Anwendungen näherzubringen.

An der nötigen Aufmerksamkeit mangelte es auf jeden Fall nicht: Neben einer Ladesäule hatten wir auf unserem Messestand ein Bobby-Car platziert und präsentierten an dem (zugegeben recht kleinen und nicht wirklich funktionsfähigen) Beispiel den Einsatz unseres neuen und universellen Adapters eMOB. In Kombination beispielsweise mit einem tragbaren Prüfzähler PWS 2.3 genX, lässt sich eMOB praktisch an jede beliebige Ladesäule anschließen und liefert im Handumdrehen präzise Informationen zu allen relevanten Leistungsdaten. „Nach meinem Eindruck ist unser Messeauftritt bei den Besuchern gut angekommen“, stellt Ulrich Putensen fest.

„Ziel noch nicht erreicht“

EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder kann das im Rückblick nur bekräftigen: „Glückwunsch an das Team zum gelungenen Messeauftritt“, fasst er das Ereignis zusammen. Schröder sondierte, welche Fortschritte die Prüfung von E-Ladesäulen im internationalen Vergleich gemacht hat. Nach vielen Gesprächen kommt er unter anderem zu dem Schluss: „In Nachbarländern wie beispielsweise den Niederlanden oder Spanien gibt zur regelmäßigen Prüfung oder Eichung von E-Ladesäulen noch gar keine Pläne.“ Deutschland sei da zwar schon weiter, aber längst noch nicht am Ziel.

Zur Vervollständigung eines allgemeinen Überblicks fehlte es aus der Sicht von Karsten Schröder leider auch an Vertretern hiesiger EVUs oder Stadtwerke: „Ob wir auf dem richtigen Weg sind, wird sich wohl erst auf der E-world nächstes Jahr in Essen oder während der metering days 2020 in Fulda erweisen“, meint der EMH-Geschäftsführer.

Bis dahin bleibt EMH natürlich am Ball.

Erster Firmensitz: Zwei Baucontainer

EMH freut sich über 35 erfolgreiche Jahre in der Energiebranche

HEW, OBAG oder Badenwerk: Nicht einmal in den kühnsten Träumen wäre 1984 jemand auf die Idee gekommen, dass die Welt der Energieversorger auch ganz anders aussehen könnte; dass Privatleute dereinst Strom erzeugen und in öffentliche Netze einspeisen würden oder niemand mehr zum Vertragsabschluss mit dem örtlichen zuständigen Stadtwerk gezwungen ist.

Nur wenige Jahrzehnte später ist all das bekanntlich Realität geworden. Die Hamburgischen Electricitäts-Werke gehören nicht mehr der Stadt Hamburg, sondern dem schwedischen Vattenfall-Konzern. Die staatliche Energieversorgung Ostbayern AG fusionierte mit anderen Netzbetreibern erst zur E.ON Bayern AG und firmiert heute als E.ON-Tochtergesellschaft unter dem Namen Bayernwerk AG. Die Badenwerk AG ist aufgegangen in der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, dem drittgrößten Energieunternehmen in Deutschland.

Nur EMH ist nach 35 Jahren immer noch EMH.

Na ja, nicht so ganz. Anfangs sollte das Unternehmen erst „Hamburger Energie-Messtechnik“ heißen, im Gründungsjahr 1984 wurde daraus dann aber „Energie-Messtechnik-Hamburg GmbH“, kurz EMH. Wo früher Autos der Marke „Tempo“ hergestellt wurden, entstand seinerzeit in Hamburg-Harburg ein Technologiezentrum für Jungunternehmer. Peter Scheew aus Bergedorf wollte zu den ersten Mietern gehören und hier seine Idee verwirklichen, moderne Prüfeinrichtungen für Elektrizitätszähler zu bauen. Weil sich das Projekt Technologiezentrum aber verzögerte, musste sich Scheew mit behelfsmäßigen Werkstätten und Büros in zwei Baucontainern begnügen. Und vom 17. Dezember 1984 an wurden die Baucontainer dann auch der vorübergehende Firmensitz des frisch gegründeten Unternehmens EMH GmbH.

 

 

Umzug von Harburg nach Harburg

Weil die Geschäfte gut liefen, war Peter Scheew auf die günstigen Räume im staatlich geförderten Gründerzentrum aber bald nicht mehr angewiesen. Stattdessen verlegten Scheew und sein neuer Mitgesellschafter Thomas Müller den Firmensitz nach Brackel im niedersächsischen Landkreis Harburg. Erstes Serienprodukt war der Prüfzähler TEZ 120.3, gefolgt von dem tragbaren Maximumregistriergerät MRG 241. Es folgten Prüflasteinrichtungen und Komparatoren, Transformator-Monitoring, Analysesoftware und, und, und…

Im Unterschied zu den meisten alteingesessenen Energieversorgern ist unser Unternehmen aber nicht irgendwann Teil eines größeren Konzerngebildes geworden; vielmehr entstand um die Keimzelle der EMH GmbH nach und nach eine kleine Firmengruppe, deren Produkte nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile in aller Welt erfolgreich vermarktet werden. Entgegen den ursprünglichen Planungen aber eben nicht von Harburg in Hamburg aus, sondern mit Sitz im niedersächsischen Landkreis Harburg. Da war es irgendwann nur folgerichtig, das Wort Hamburg in der Firmenbezeichnung offiziell zu streichen. In der Abkürzung EMH besteht es allerdings fort – aber vielleicht steht „H“ ja auch gar nicht für Hamburg, sondern für Harburg. Das passt dann immer.  

Das aktuelle Portfolio umfasst eine große Auswahl an Produkten die zum Gründungszeitpunkt noch nicht absehbar waren.

Mobile Allround-Lösung beschleunigt Analyse komplexer Zählerinstallationen

Tragbares Prüfsystem PTS 3.3 genX von EMH bietet erweiterte Funktionalität und komfortable Handhabung

 EMH setzt die Modernisierung des Produktportfolios an tragbaren Testsystemen konsequent fort. Nachdem die Gerätetypen PTS 2.3, PWS 2.3 sowie CheckMeter 2.3 bereits mit erweiterter Funktionalität erhältlich sind, wurde nun auch der Prüfzähler PTS 3.3 auf eine „genX“-Variante vorbereitet und der Prototyp fertiggestellt.

 Die erweiterte Typbezeichnung „genX“ steht für Touch-Screen-Technologie, große Farbdisplays inklusive grafischer Benutzerschnittstelle sowie variable Datenübertragung via USB, WLAN oder Ethernet. Neben bewährten Merkmalen wie Präzision und Langlebigkeit bietet die neueste Generation der EMH-Testsysteme die Möglichkeit, analoge wie auch digitale Zählerinstallationen jedweder Art umfassend zu analysieren.

Als dreiphasiges Testsystem der Klasse 0.05 ausgelegt, geht der Funktionsumfang des PTS 3.3 genX weit über die Genauigkeitsprüfung einzelner Zähler hinaus. Ausgestattet mit einer unabhängigen Strom- und Spannungsgenerierung bis zu 120 A bzw. 500 V, erfasst das System auch Zustandsdaten der Zählerinstallation insgesamt und analysiert die zugrundeliegende Netzsituation. Die Ergebnisse werden unmittelbar auf dem integrierten 9-Zoll-Farbdisplay dargestellt, können für weitergehende Auswertungen und Dokumentationszwecke über den eingebauten Webserver aber auch an externe Geräte wie Tablet, Desktop-PC oder Laptop übergeben werden. Die Touch-Screen-Technologie erleichtert zudem die Bedienung des Systems und trägt dazu bei, dass die Prüfvorgänge insgesamt beschleunigt werden.

PTS 3.3 genX erlaubt die Spannungs- und Strommessung auf direktem Wege oder unter Einsatz externer Sensoren, die Bürdenmessung von Strom-(CT) und Spannungs-Messwandlern(PT) sowie Wirk-, Blind- und Scheinenergiemessungen in 3- oder 4-Leiter-Schaltungen. Die Analyse der Netzsituation erfolgt per Vektordiagramm, Oberwellenspektrum und Drehfeldanzeige. PTS 3.3 genX kann optional auch mit der Software CALegration verknüpft werden und zeichnet sich darüber hinaus durch eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber möglichen Störeinflüssen aus.

Strom für Afrika: Kleine Fortschritte auf einem langen Weg

EMH unterstützt Aufbau stabiler Netze mit Know-how und modernster Technik

Strom kommt aus der Steckdose. Rund um die Uhr und – von seltenen Ausnahmen abgesehen – absolut zuverlässig. Was hierzulande banal klingt, ist für unzählige Bewohner des afrikanischen Kontinents nach wie vor Utopie. Während es um die Stromversorgung im Norden Afrikas vergleichsweise gut bestellt ist, beträgt die Elektrifizierungsrate in vielen Ländern Zentralafrikas nach Angaben der Internationalen Energieagentur im Durchschnitt weniger als 15 Prozent.

Einerseits mangelt es an den nötigen Kapazitäten zur Stromerzeugung: 1,2 Milliarden Menschen stehen pro Jahr rund 160.000 MW an installierter Netto-Leistung gegenüber. In Deutschland liegt dieser Wert aktuell bei mehr als 200.000 MW – bei lediglich 82,5 Millionen Einwohnern. Andererseits fehlt die zur Versorgung erforderliche Infrastruktur: In Deutschland gibt es kaum eine Wohnung ohne Zugang zum Stromnetz – in Afrika sind schätzungsweise 650 Millionen Menschen davon noch weit entfernt.

Liberalisierung ermöglicht private Investitionen

Bei alledem gibt es aber auch gute Nachrichten: Langsam, aber sicher geht es auch südlich der Sahara mit der Elektrifizierung voran. Ausgangspunkt ist die zunehmende Deregulierung der nationalen Strommärkte. Die meisten afrikanischen Länder haben inzwischen das staatliche Monopol im Energiesektor aufgegeben. Die Bereiche Stromerzeugung und -vermarktung wurden vielerorts privatisiert und internationalen Investoren übergeben, während die Leitungsnetze nach wie vor hoheitlich betrieben werden. Parallel dazu arbeiten Energieversorger und staatliche Aufsichtsorgane mit Hochdruck an den nötigen Regelwerken, die für einen stabilen Netzbetrieb unerlässlich sind.

Ganz oben auf der Prioritätenliste rangiert dabei die konsequente Eindämmung von Energieverlusten. In Ghana beispielsweise erreicht die Differenz zwischen gelieferter Strommenge und abgerechnetem Verbrauch Werte zwischen 25 und 30 Prozent. Als Ursache gelten in Afrika weit verbreitete Zählermanipulationen und Stromdiebstahl, aber auch erhebliche technische Mängel bei der Verbrauchsmessung. Das soll sich ändern: „Die afrikanischen Energieversorger orientieren sich verstärkt an europäischen Standards und Normen, damit sie das gewaltige Problem der Energieverluste schnell in den Griff bekommen können“, sagt EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder.

Gesamtes Spektrum der Prüftechnik gefragt

Im Norden Afrikas setzen Versorgungsunternehmen schon seit Jahrzehnten auf Prüftechnik von EMH, nun rücken aber auch Länder wie Ghana oder Nigeria mehr und mehr in den Vordergrund. Präsentationen des EMH-Portfolios oder Schulungsangebote stoßen dort auf großes Interesse, berichtet Schröder: „Die afrikanischen Kunden achten gerade bei Neuinvestitionen darauf, dass die Produkte dem neuesten Stand der Technik entsprechen“, so der EMH-Geschäftsführer. Die Wunschliste umfasst das gesamte Gerätespektrum: „Stromzähler werden in Afrika oft aus Billiglohnländern importiert, zur Qualitätssicherung braucht es dann stationäre Prüfeinrichtungen. Tragbare Prüfgeräte werden gerne eingesetzt, um Zählermanipulationen aufzudecken, und mit unserem Frühwarnsystem HYDROCAL leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Hochspannungsnetze.“

Europäische Standards für den afrikanischen Energiesektor sind zwar noch Zukunftsmusik; die Bestrebungen zum Aufbau einer flächendeckenden Stromversorgung haben aber derart Fahrt aufgenommen, dass sie kaum zu stoppen sind. EMH ist dabei.