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Neueste Prüftechnik begleitet Transformation der Energieversorgung

EMH präsentiert auf der E-world 2020 aktualisiertes Portfolio mobiler Messgeräte

(Brackel, Dezember 2019) Mit dem Aufkommen neuer Themen wie Climate Solutions, Smart City oder E-Mobility ändern sich auch die Anforderungen an die damit verbundene Messtechnik. Auf der E-world energy & water 2020 (11.-13. Februar, Messe Essen) zeigt EMH leistungsstarke Produkte, die in unterschiedlichen Anwendungsbereichen flexibel einsetzbar sind.

Ein Beispiel für maximale Flexibilität ist das tragbare Arbeitsnormal PWS 2.3. EMH hat das bewährte Systeme dem neuesten Stand der Technik angepasst und bietet das Gerät unter der Typbezeichnung „genX“ nun mit erweiterter Funktionalität an. PWS 2.3 genX verfügt über zeitgemäße Schnittstellen zur Datenübertragung, ist mit einem großen Farbdisplay ausgestattet und besitzt eine komfortable Touch-Screen-Bedienoberfläche. Über den universellen Stromwandlereingang UCT können unterschiedlichste Stromzangen, Adapter oder Sensoren verwendet werden, ohne dass eine neuerliche Kalibrierung durch den Hersteller erforderlich wird.

Dank der hohen Flexibilität bildet PWS 2.3 genX die perfekte Basis für alle erdenklichen Einsätze. So präsentiert EMH auf der E-world 2020 beispielsweise den neu entwickelten Prüfadapter eMOB I-32.3 AC, der speziell auf die Analyse von AC-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ausgelegt ist. In Kombination mit dem PWS 2.3 genX steht damit ein leistungsfähiges und einfach

bedienbares mobiles Prüfsystem der Genauigkeitsklasse 0.1 zur Verfügung, das neben der Prüfung des installierten Energiezählers auch die Bestimmung von Leistungsverlusten erlaubt. Die Verbindung zwischen Ladesäule und Prüfadapter wird über ein AC-Ladekabel gem. EN 62196-1 Typ 2 hergestellt, wobei die abgegebene AC-Leistung über einen dreiphasigen Spannungsabgriff erfasst wird. eMOB I-32.3 AC verarbeitet Leistungen bis zu 22 kW und Stromstärken bis max. 32 A.

 

Neben der Elektromobilität wird die Transformation der Energieversorgung vor allem durch die Digitalisierung unterschiedlichster Prozesse geprägt. Als konkretes Produkt zeigt EMH in Essen eine Lösung zur regelkonformen Befundprüfung von SMGw-Installationen. Das Prüfsystem steht als Erweiterung vorhandener Zählerprüfeinrichtungen zur Verfügung, kann aber auch direkt in neue Prüfeinrichtungen integriert werden. Realisiert wurde zunächst eine Lösung zur metrologischen Überprüfung von Smart Meter Gateways in Verbindung mit MS2020 Basiszählern (Rückführbarkeit der Messgrößen auf nationale Normalien). In ähnlicher Weise strebt EMH auch die Bereitstellung eines Verfahrens zur SMGw-Annahmeprüfung an.

 

EMH auf der E-world energy & water 2020: Halle 2, Stand 132

Prüftechnik für Ladestationen

Inzwischen gilt die Eichrechtskonformität auch für E-Ladesäulen. Allerdings mangelt es noch an geeigneter Prüftechnik, um die Funktion der Ladestationen im Rahmen einer Nacheichung fortlaufend kontrollieren zu können. Abhilfe versprechen neue Messgeräte, die nunmehr kurz vor der Serienreife stehen. Wir sprachen dazu mit dem Geschäftsführer der EMH Energie-Messtechnik, Karsten Schröder.

Das Interview führte: Michael Nallinger. Bild: EMH Energie-Messtechnik

Was unterscheidet die Energiemesstechnik bei Ladesäulen von anderen Energiemessaufgaben?

Anders als bei „normalen“ Stromzählern muss der Beginn und das Ende des Ladevorgangs sicher dokumentiert werden und das auch transparent und nachgängig, etwa in einer Cloud. Der normale Stromzähler misst in der Regel nur den Verbrauch des immer gleichen Kunden, bei Ladesäulen dagegen von vielen verschiedenen Kunden. Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die Sicherheit und den Schutz der Daten.

 

Was bedeutet dies für die Prüftechnik?

Wie bei allen Prüf- und Kalibrieraufgaben geht es immer darum, besser und genauer als der Prüfling und damit die gesamte Messinfrastruktur der Ladesäule zu messen. Außerdem müssen die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten im Bereich der E-Mobilität unterstützt werden.

 

Mit welchen Prüftechnik-Lösungen adressieren Sie diese Herausforderungen?

Zunächst werden wir mit einer Lösung für die messrichtige Prüfung von AC-Ladestationen auf den Markt kommen, das betrifft aktuell die weitaus größere Menge der Ladestationen. Dabei wird die Prüfgerätekombination des bewährten tragbaren Zähler- und Schaltungsprüfgerätes „PWS 2.3 genX“ zusammen mit dem neuen Adapter „eMOB I-32.3 AC“ während des laufenden Ladevorgangs zwischen Fahrzeug und Ladesäule geschaltet. Mit Hilfe eines sogenannten Abtastkopfes lassen sich dann die energieproportionalen Leuchtimpulse des Stromzählers in der Ladesäule ermitteln. Dies ermöglicht es, die richtige Messung des Stromzählers in der Ladesäule zu überprüfen. Außerdem gewinnt man weitere wichtige Informationen, wie die Lastkurve bei der Ladung und eventuelle Einflüsse auf die Netzqualität.

 

Welche Bedeutung hat hier die Zusammenarbeit mit den zuständigen Prüf- und Eichbehörden?

Dies ist ein wichtiges Thema, weil alle hier noch Neuland betreten – und vielleicht auch etwas in Konkurrenz miteinander stehen, was die Zusammenarbeit nicht gerade vereinfacht. Es gilt hier aber auch nicht nur auf den deutschen Markt zu schauen, sondern gerade auch die zukünftigen Anforderungen im Ausland zu untersuchen.

 

Und wie gestaltet sich die Kooperation mit den Zähler- bzw. Ladesäulenherstellern?

Für die Zähler- und Ladesäulenherstellern sind wir ein anerkannter Partner und diskutieren gemeinsam unsere Lösungen und Anwendungen. Dabei passen wir unsere Produkte teilweise auch auf deren besonderen Anforderungen an. Die Zusammenarbeit ist sehr gut und vertrauensvoll.

 

Neben AC-Ladesäulen werden auch zunehmend DC-Ladesäulen aufgebaut. Wie unterscheidet sich hier die Komplexität der Prüftechnik?

Hier beginnt es bereits mit der eichrechtlichen Rückführbarkeit, weil nur wenige Eichbehörden und staatlich anerkannte Prüfstellen mit DC-Prüftechnik ausgestattet sind. Eine weitere Herausforderung sind die hohen Ströme gerade bei Schnellladesäulen, die sich vom üblichen Strombereich der AC-Energiemesstechnik unterscheiden.

 

Welche Lösungen sind im DC-Bereich in der Pipeline?

Wir arbeiten an einem tragbaren Prüfgerät für die Vor-Ort-Prüfung elektrischer Energiezähltechnik, das zudem auch noch über die Messung von Netzqualitätsparametern verfügt. Zu diesem Gerät wird es dann auch eine Option zur Prüfung von DC- und Schnellladesäulen geben.

 

EMH Energie-Messtechnik ist auch in anderen Ländern aktiv. Inwieweit unterscheidet sich die Herangehensweise hierzulande von der in anderen Ländern?

Das ist ein interessantes Thema! Gerade im europäischen Ausland werden die neuen deutschen eichrechtlichen Regelungen im Bereich der E-Mobilität teilweise als „Overshoot“ angesehen, andere Länder fordern für Ladesäulen lediglich die Verwendung eines geeichten Stromzählers.

 

Welche Bedeutung hat für Sie das neue Aufgabengebiet E-Mobilität und welche ökonomischen Erwartungen haben Sie hier?

Wir sind realistisch: Das Thema ist wichtig, aber es wird sich nicht zum ersten Umsatzträger unseres Unternehmens entwickeln. Trotzdem ist es auch ein interessantes Feld, um sich als High-Tech-Anbieter zu profilieren.

 

https://www.industr.com/de/wir-betreten-hier-alle-neuland-2391072

 

 

Fachmesse mit Bobby-Car

 

EMH präsentierte Messtechnik für E-Mobility auf der eMove360° in München

Es kommt wohl eher selten vor, dass eine neue Fachmesse quasi aus dem Stand heraus ein voller Erfolg wird. Der eMove360° ist das gelungen: Erst vor drei Jahren aus der Taufe gehoben, ist die B2B-Veranstaltung der Messe München innerhalb kürzester Zeit gewaltig expandiert und zählte 2019 bereits mehr als 290 Aussteller aus 25 Ländern. Die eMove360° ist binnen kürzester Zeit zur internationalen Leitmesse für Elektromobilität avanciert – da versteht es sich von selbst, dass EMH im vergangenen Oktober auf jeden Fall mit dabei war.

Nachholbedarf bei der Vernetzung

„Noch mangelt es der E-Mobility-Welt an einer klaren Linie“, schildert EMH-Entwicklungsleiter Ulrich Putensen seine Eindrücke vom Messebesuch. „Es fehlt an einer richtigen Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteuren und jeder scheint bislang noch sein eigenes Süppchen zu kochen.“ Nichtsdestotrotz hatte Ulrich Putensen Gelegenheit, potenziellen Kunden die EMH-Produkte für E-Mobility-Anwendungen näherzubringen.

An der nötigen Aufmerksamkeit mangelte es auf jeden Fall nicht: Neben einer Ladesäule hatten wir auf unserem Messestand ein Bobby-Car platziert und präsentierten an dem (zugegeben recht kleinen und nicht wirklich funktionsfähigen) Beispiel den Einsatz unseres neuen und universellen Adapters eMOB. In Kombination beispielsweise mit einem tragbaren Prüfzähler PWS 2.3 genX, lässt sich eMOB praktisch an jede beliebige Ladesäule anschließen und liefert im Handumdrehen präzise Informationen zu allen relevanten Leistungsdaten. „Nach meinem Eindruck ist unser Messeauftritt bei den Besuchern gut angekommen“, stellt Ulrich Putensen fest.

„Ziel noch nicht erreicht“

EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder kann das im Rückblick nur bekräftigen: „Glückwunsch an das Team zum gelungenen Messeauftritt“, fasst er das Ereignis zusammen. Schröder sondierte, welche Fortschritte die Prüfung von E-Ladesäulen im internationalen Vergleich gemacht hat. Nach vielen Gesprächen kommt er unter anderem zu dem Schluss: „In Nachbarländern wie beispielsweise den Niederlanden oder Spanien gibt zur regelmäßigen Prüfung oder Eichung von E-Ladesäulen noch gar keine Pläne.“ Deutschland sei da zwar schon weiter, aber längst noch nicht am Ziel.

Zur Vervollständigung eines allgemeinen Überblicks fehlte es aus der Sicht von Karsten Schröder leider auch an Vertretern hiesiger EVUs oder Stadtwerke: „Ob wir auf dem richtigen Weg sind, wird sich wohl erst auf der E-world nächstes Jahr in Essen oder während der metering days 2020 in Fulda erweisen“, meint der EMH-Geschäftsführer.

Bis dahin bleibt EMH natürlich am Ball.

Erster Firmensitz: Zwei Baucontainer

EMH freut sich über 35 erfolgreiche Jahre in der Energiebranche

HEW, OBAG oder Badenwerk: Nicht einmal in den kühnsten Träumen wäre 1984 jemand auf die Idee gekommen, dass die Welt der Energieversorger auch ganz anders aussehen könnte; dass Privatleute dereinst Strom erzeugen und in öffentliche Netze einspeisen würden oder niemand mehr zum Vertragsabschluss mit dem örtlichen zuständigen Stadtwerk gezwungen ist.

Nur wenige Jahrzehnte später ist all das bekanntlich Realität geworden. Die Hamburgischen Electricitäts-Werke gehören nicht mehr der Stadt Hamburg, sondern dem schwedischen Vattenfall-Konzern. Die staatliche Energieversorgung Ostbayern AG fusionierte mit anderen Netzbetreibern erst zur E.ON Bayern AG und firmiert heute als E.ON-Tochtergesellschaft unter dem Namen Bayernwerk AG. Die Badenwerk AG ist aufgegangen in der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, dem drittgrößten Energieunternehmen in Deutschland.

Nur EMH ist nach 35 Jahren immer noch EMH.

Na ja, nicht so ganz. Anfangs sollte das Unternehmen erst „Hamburger Energie-Messtechnik“ heißen, im Gründungsjahr 1984 wurde daraus dann aber „Energie-Messtechnik-Hamburg GmbH“, kurz EMH. Wo früher Autos der Marke „Tempo“ hergestellt wurden, entstand seinerzeit in Hamburg-Harburg ein Technologiezentrum für Jungunternehmer. Peter Scheew aus Bergedorf wollte zu den ersten Mietern gehören und hier seine Idee verwirklichen, moderne Prüfeinrichtungen für Elektrizitätszähler zu bauen. Weil sich das Projekt Technologiezentrum aber verzögerte, musste sich Scheew mit behelfsmäßigen Werkstätten und Büros in zwei Baucontainern begnügen. Und vom 17. Dezember 1984 an wurden die Baucontainer dann auch der vorübergehende Firmensitz des frisch gegründeten Unternehmens EMH GmbH.

 

 

Umzug von Harburg nach Harburg

Weil die Geschäfte gut liefen, war Peter Scheew auf die günstigen Räume im staatlich geförderten Gründerzentrum aber bald nicht mehr angewiesen. Stattdessen verlegten Scheew und sein neuer Mitgesellschafter Thomas Müller den Firmensitz nach Brackel im niedersächsischen Landkreis Harburg. Erstes Serienprodukt war der Prüfzähler TEZ 120.3, gefolgt von dem tragbaren Maximumregistriergerät MRG 241. Es folgten Prüflasteinrichtungen und Komparatoren, Transformator-Monitoring, Analysesoftware und, und, und…

Im Unterschied zu den meisten alteingesessenen Energieversorgern ist unser Unternehmen aber nicht irgendwann Teil eines größeren Konzerngebildes geworden; vielmehr entstand um die Keimzelle der EMH GmbH nach und nach eine kleine Firmengruppe, deren Produkte nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile in aller Welt erfolgreich vermarktet werden. Entgegen den ursprünglichen Planungen aber eben nicht von Harburg in Hamburg aus, sondern mit Sitz im niedersächsischen Landkreis Harburg. Da war es irgendwann nur folgerichtig, das Wort Hamburg in der Firmenbezeichnung offiziell zu streichen. In der Abkürzung EMH besteht es allerdings fort – aber vielleicht steht „H“ ja auch gar nicht für Hamburg, sondern für Harburg. Das passt dann immer.  

Das aktuelle Portfolio umfasst eine große Auswahl an Produkten die zum Gründungszeitpunkt noch nicht absehbar waren.

Mobile Allround-Lösung beschleunigt Analyse komplexer Zählerinstallationen

Tragbares Prüfsystem PTS 3.3 genX von EMH bietet erweiterte Funktionalität und komfortable Handhabung

 EMH setzt die Modernisierung des Produktportfolios an tragbaren Testsystemen konsequent fort. Nachdem die Gerätetypen PTS 2.3, PWS 2.3 sowie CheckMeter 2.3 bereits mit erweiterter Funktionalität erhältlich sind, wurde nun auch der Prüfzähler PTS 3.3 auf eine „genX“-Variante vorbereitet und der Prototyp fertiggestellt.

 Die erweiterte Typbezeichnung „genX“ steht für Touch-Screen-Technologie, große Farbdisplays inklusive grafischer Benutzerschnittstelle sowie variable Datenübertragung via USB, WLAN oder Ethernet. Neben bewährten Merkmalen wie Präzision und Langlebigkeit bietet die neueste Generation der EMH-Testsysteme die Möglichkeit, analoge wie auch digitale Zählerinstallationen jedweder Art umfassend zu analysieren.

Als dreiphasiges Testsystem der Klasse 0.05 ausgelegt, geht der Funktionsumfang des PTS 3.3 genX weit über die Genauigkeitsprüfung einzelner Zähler hinaus. Ausgestattet mit einer unabhängigen Strom- und Spannungsgenerierung bis zu 120 A bzw. 500 V, erfasst das System auch Zustandsdaten der Zählerinstallation insgesamt und analysiert die zugrundeliegende Netzsituation. Die Ergebnisse werden unmittelbar auf dem integrierten 9-Zoll-Farbdisplay dargestellt, können für weitergehende Auswertungen und Dokumentationszwecke über den eingebauten Webserver aber auch an externe Geräte wie Tablet, Desktop-PC oder Laptop übergeben werden. Die Touch-Screen-Technologie erleichtert zudem die Bedienung des Systems und trägt dazu bei, dass die Prüfvorgänge insgesamt beschleunigt werden.

PTS 3.3 genX erlaubt die Spannungs- und Strommessung auf direktem Wege oder unter Einsatz externer Sensoren, die Bürdenmessung von Strom-(CT) und Spannungs-Messwandlern(PT) sowie Wirk-, Blind- und Scheinenergiemessungen in 3- oder 4-Leiter-Schaltungen. Die Analyse der Netzsituation erfolgt per Vektordiagramm, Oberwellenspektrum und Drehfeldanzeige. PTS 3.3 genX kann optional auch mit der Software CALegration verknüpft werden und zeichnet sich darüber hinaus durch eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber möglichen Störeinflüssen aus.

Strom für Afrika: Kleine Fortschritte auf einem langen Weg

EMH unterstützt Aufbau stabiler Netze mit Know-how und modernster Technik

Strom kommt aus der Steckdose. Rund um die Uhr und – von seltenen Ausnahmen abgesehen – absolut zuverlässig. Was hierzulande banal klingt, ist für unzählige Bewohner des afrikanischen Kontinents nach wie vor Utopie. Während es um die Stromversorgung im Norden Afrikas vergleichsweise gut bestellt ist, beträgt die Elektrifizierungsrate in vielen Ländern Zentralafrikas nach Angaben der Internationalen Energieagentur im Durchschnitt weniger als 15 Prozent.

Einerseits mangelt es an den nötigen Kapazitäten zur Stromerzeugung: 1,2 Milliarden Menschen stehen pro Jahr rund 160.000 MW an installierter Netto-Leistung gegenüber. In Deutschland liegt dieser Wert aktuell bei mehr als 200.000 MW – bei lediglich 82,5 Millionen Einwohnern. Andererseits fehlt die zur Versorgung erforderliche Infrastruktur: In Deutschland gibt es kaum eine Wohnung ohne Zugang zum Stromnetz – in Afrika sind schätzungsweise 650 Millionen Menschen davon noch weit entfernt.

Liberalisierung ermöglicht private Investitionen

Bei alledem gibt es aber auch gute Nachrichten: Langsam, aber sicher geht es auch südlich der Sahara mit der Elektrifizierung voran. Ausgangspunkt ist die zunehmende Deregulierung der nationalen Strommärkte. Die meisten afrikanischen Länder haben inzwischen das staatliche Monopol im Energiesektor aufgegeben. Die Bereiche Stromerzeugung und -vermarktung wurden vielerorts privatisiert und internationalen Investoren übergeben, während die Leitungsnetze nach wie vor hoheitlich betrieben werden. Parallel dazu arbeiten Energieversorger und staatliche Aufsichtsorgane mit Hochdruck an den nötigen Regelwerken, die für einen stabilen Netzbetrieb unerlässlich sind.

Ganz oben auf der Prioritätenliste rangiert dabei die konsequente Eindämmung von Energieverlusten. In Ghana beispielsweise erreicht die Differenz zwischen gelieferter Strommenge und abgerechnetem Verbrauch Werte zwischen 25 und 30 Prozent. Als Ursache gelten in Afrika weit verbreitete Zählermanipulationen und Stromdiebstahl, aber auch erhebliche technische Mängel bei der Verbrauchsmessung. Das soll sich ändern: „Die afrikanischen Energieversorger orientieren sich verstärkt an europäischen Standards und Normen, damit sie das gewaltige Problem der Energieverluste schnell in den Griff bekommen können“, sagt EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder.

Gesamtes Spektrum der Prüftechnik gefragt

Im Norden Afrikas setzen Versorgungsunternehmen schon seit Jahrzehnten auf Prüftechnik von EMH, nun rücken aber auch Länder wie Ghana oder Nigeria mehr und mehr in den Vordergrund. Präsentationen des EMH-Portfolios oder Schulungsangebote stoßen dort auf großes Interesse, berichtet Schröder: „Die afrikanischen Kunden achten gerade bei Neuinvestitionen darauf, dass die Produkte dem neuesten Stand der Technik entsprechen“, so der EMH-Geschäftsführer. Die Wunschliste umfasst das gesamte Gerätespektrum: „Stromzähler werden in Afrika oft aus Billiglohnländern importiert, zur Qualitätssicherung braucht es dann stationäre Prüfeinrichtungen. Tragbare Prüfgeräte werden gerne eingesetzt, um Zählermanipulationen aufzudecken, und mit unserem Frühwarnsystem HYDROCAL leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Hochspannungsnetze.“

Europäische Standards für den afrikanischen Energiesektor sind zwar noch Zukunftsmusik; die Bestrebungen zum Aufbau einer flächendeckenden Stromversorgung haben aber derart Fahrt aufgenommen, dass sie kaum zu stoppen sind. EMH ist dabei.

 

ED Netze GmbH: Schulungen sichern hohe Qualifikation im Außendienst

 

Anwenderseminare von EMH verschaffen profundes Wissen zum Einsatz neuester Technologien im Zählerwesen


(Brackel, Oktober 2018) Dank digitaler Transformation geht die Funktionsprüfung von Elektrizitätszählern heute einfacher und schneller als je zuvor von der Hand, die Ergebnisse sind an Präzision und Zuverlässigkeit kaum zu überbieten. Über praxisnahe Seminare vermittelt EMH den Anwendern das nötige Wissen zum effizienten Einsatz von Prüfzählern der neuesten Generation. Beispiel: Die ED Netze GmbH aus Rheinfelden.  

 

Ob Energieversorgungsunternehmen, Netzbetreiber oder externer Dienstleister: Die rasant zunehmende Digitalisierung stellt die Akteure im Zählerwesen vor gewaltige Herausforderungen. Allein der millionenfache Austausch von Ferraris-Zählern gegen elektronische Haushaltszähler ist mit einem logistischen Aufwand verbunden, der alle Beteiligten an die Grenzen des Möglichen führt. Parallel dazu muss sich das Personal aber auch mit veränderten Arbeitsabläufen vertraut machen, die die Prüfung elektronischer Zähler gegenüber analogen Geräten mit sich bringt.

Auch wenn Hersteller wie EMH alles Erdenkliche unternehmen, damit die Bedienung moderner Prüfzähler möglichst einfach vonstattengeht, ist es mit der Lektüre des Gerätehandbuches bei weitem nicht getan. So sieht es auch Günter Schaffrinna, Teamleiter Sondermesstechnik und zentraler Service der ED Netze GmbH: „Wir bewegen uns in einem Markt, der schnell wächst und sich fortlaufend verändert“, sagt Schaffrinna. „Mit zunehmender Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an unsere Mitarbeiter, deren hohe Qualifikation wir nur über fortlaufende Schulungen im Umgang mit den Geräten sicherstellen können.“

Als Netzbetreiber für Südbaden sichert ED Netze mit rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Stromversorgung von nahezu 300.000 Netzkunden und 16.000 dezentralen Einspeiseanlagen. Das Netzgebiet reicht von Freiburg bis zum Hochrhein im Westen und von Villingen-Schwenningen bis zum Bodensee im Osten. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft nimmt dabei traditionell eine wichtige Rolle ein. Die technische Ausstattung dieses Bereiches wurde gerade erst auf den neuesten Stand gebracht: Für den Außendienst Zählerservice beschaffte ED Netze insgesamt 22 Prüfzähler vom Typ EMH PWS 2.3 genX, die vor allem für Prüfungen vor Ort und Messsatzkontrollen nach Anlagenänderungen (beispielsweise Zählerwechseln) eingesetzt werden.

Bereits seit dem Jahr 2002 nutzt der Außendienst von ED Netze mobile Mess- und Prüfgeräte von EMH. Den Anfang machte seinerzeit ein dreiphasiger Zähler- und Schaltungsprüfer vom Typ Calport 200, der zwischenzeitlich vom Nachfolgemodell Calport 300 abgelöst wurde. Als dreiphasiges Arbeitsnormal beschaffte ED Netze zunächst Prüfzähler vom Typ PWS 2.3, die später gegen das Nachfolgemodell PWS 2.3 Plus ausgetauscht wurden und nun wiederum dem neuesten Modell PWS 2.3 genX weichen müssen. „Mit allen Geräten haben wir über die Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Günter Schaffrinna, „und dazu haben die von EMH angebotenen Seminare einen wesentlichen Beitrag geleistet.“

Wahlweise vor Ort beim Kunden oder in eigenen Räumen am Firmensitz in Brackel, veranstaltet EMH ein- bis dreitägige Schulungen, die sämtliche Aspekte der Zählerprüfung mit mobiler Technik abdecken – von der Bürdenmessung an Strom- und Spannungswandlern bis hin zur Auswertung und gerichtsfesten Dokumentation aller Ergebnisse. Während der vergangenen Jahre hat EMH das Seminarangebot immer wieder veränderten Rahmenbedingungen angepasst und erweitert. Mit einem Umzug in neue Räumlichkeiten werden die Schulungskapazitäten am Standort Brackel demnächst erweitert, zugleich wächst das Interesse der Anwender an vor-Ort-Seminaren, um den zeitlichen Aufwand angesichts der vorhandenen Arbeitsbelastung so gering wie möglich zu halten und längere Reisen zu vermeiden.

Was den Außendienst von ED Netze angeht, ist der Schulungsbedarf in Zusammenhang mit EMH-Technik für den Moment erst einmal erfüllt. Günter Schaffrinna ist sicher, dass die Handhabung vom PWS 2.3 genX bei den Außendienstlern „sitzt“ – jedenfalls solange, bis neue Rahmenbedingungen wiederum neues Wissen erfordern.

 

Genauigkeit jenseits amtlicher Vorgaben

Mit Präzisionsbauteilen sichert EMH Qualität und Langzeitstabilität von Mess- und Prüfgeräten

(Brackel, März 2018) Wechselnde Temperaturen der Umgebung oder Dauerbetrieb unter hoher Belastung: Ob Mess- oder Prüfgeräte auch unter extremen Bedingungen zuverlässige Werte liefern, hängt nicht zuletzt von den jeweiligen Bestandteilen ab. Mit Präzisionsbauteilen stellt EMH sicher, dass die zulässigen Toleranzen auch langfristig immer eingehalten werden.

 

Keine Frage: Mess- und Prüfgeräte für Energiezähler oder zur Kalibrierung von Strom- und Spannungsquellen müssen genaue Ergebnisse liefern, die im äußersten Fall auch juristischen Auseinandersetzungen standhalten können. Zwischen „genau“ und „genau“ gibt es aber erhebliche Unterschiede – was für das eine Gerät vollkommen akzeptabel ist, ist für andere Geräte absolut unzureichend.

Für geeichte oder eichfähige Messgeräte gelten die Vorgaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt PTB. Aufgeteilt in Genauigkeitsklassen, sind je nach Anwendungszweck Abweichungen zwischen ±0,2% und ±3% vom Messwert gefordert, was an die Entwicklung der hierfür benötigten Prüftechnik entsprechend hohe Anforderungen stellt. Dabei gilt: Ein Prüfgerät sollte um den Faktor fünf bis zehn präziser sein als der Prüfling. Um die Vorgaben einhalten zu können und darüber hinaus höchste Produktqualität zu gewährleisten, nutzt EMH Präzisionsbauteile. Während in vielen Anwendungsbereichen (Haushaltgeräte, Consumer-Elektronik) beispielsweise Widerstände mit Toleranzen im Bereich von 1% bis 10% ausreichen, werden für die Präzisionsmesstechnik Widerstände mit Toleranzen im Bereich von ±0,1% bis ±0.01% eingesetzt. Zusätzlich sind die Anforderungen an die Konstanz (Temperaturabhängigkeit, Langzeitstabilität) sehr hoch.

Je nach geforderter Messunsicherheit des Prüfgerätes, können die eingesetzten Präzisions-Widerstände bis zu tausendmal teurer sein als Standard-Widerstände. Im Einzelfall kann sich der Temperaturkoeffizient des Widerstandes sogar auf weniger als 1ppm/°C (Widerstandsänderung 0.0001% pro 1°C) belaufen.

Im Unterschied zu Standardprodukten, werden Präzisionsbauteile nur von spezialisierten Herstellern geliefert. Teilweise handelt es sich um Produkte, die individuell nach Kundenwunsch gefertigt werden und erst Monate nach der Bestellung beim Käufer eintreffen. Vor dem Einsatz werden die Komponenten (vor allem Widerstände, Operationsverstärker, Spannungsreferenzen oder A/D-Wandler) von EMH aber erst einmal umfassend unter die Lupe genommen. Bei Tests bis in den Grenzbereich der Belastbarkeit zeigt sich, ob die Komponenten auch die gewünschten Eigenschaften besitzen. Geht es um die Zuverlässigkeit im Rahmen einer größeren Serienproduktion, werden einzelne Präzisionsbauteile oder Baugruppen bei Langzeitmessungen, teilweise über zwölf Monate hinweg, „auf Herz und Nieren“ getestet.

Zusammenarbeit Einkauf, Entwicklung und Fertigung

Zusammenarbeit Einkauf, Entwicklung und Fertigung

 

Die von EMH betriebene, umfassende Qualitätssicherung von Präzisionsbauteilen macht sich beim Kunden in doppelter Hinsicht bemerkbar: Zum einen werden die jeweiligen PTB-Vorgaben in der Regel nicht nur eingehalten, sondern im positiven Sinne sogar deutlich übertroffen. Und als „Nebeneffekt“ halten die Geräte auch nach zehn Jahren noch die angegebenen Toleranzen ein, ohne dass ein einziges Teil ersetzt werden müsste.

Norddeutsche Prüftechnik auf Tournee

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EMH-Roadshow 2018 bietet regionale Präsentationen und Workshops für Energieversorger in Deutschland und Österreich

(Brackel, März 2018) Die neuesten Produkte an Bord und von kompetenten Ansprechpartnern begleitet, macht sich der EMH-Truck Ende Mai auf den Weg. Mit Stationen in Köln, Leipzig und Salzburg kommt die EMH-Roadshow 2018 den regionalen Energieversorgern im Wortsinn entgegen.

 

Neueste Produkte der tragbaren und stationären Prüftechnik sowie Überwachungssysteme für Transformatoren in Augenschein nehmen, Fragen zu bereits vorhandenen Geräten im persönlichen Gespräch klären oder sich mit aktuellen Brancheninformationen versorgen: all das bietet EMH mit der Roadshow 2018. Die Stationen in Köln, Leipzig und Salzburg verkürzen Kunden und Interessenten aus den jeweiligen Regionen den Weg, um modernste Systeme der Energie-Messtechnik quasi vor der eigenen Haustür kennenzulernen. Interessante Vorträge und Workshops runden die Präsentation der EMH-Produkte ab und vermitteln umfassende Hintergrundinformationen. Und wer seine fachliche Kompetenz darüber hinaus noch weiter ausbauen will, kann sich bei dieser Gelegenheit auch mit den Seminarangeboten von EMH vertraut machen.

 

Die Teilnahme an den Roadshows ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen freut sich das Team aber über eine vorherige Anmeldung – per E-Mail unter training@emh.de oder telefonisch unter +49 (0) 4185 58 57 0.

 

Die EMH-Roadshow 2018 beginnt am 29.Mai in Köln, endet am 7.Juni in Salzburg und findet jeweils zwischen 10 und 15 Uhr statt. Die Termine im Einzelnen:

 

Köln: 29.Mai 2018, Köln Marriott Hotel, Johannisstraße 76-80, 50668 Köln

 

Leipzig: 30.Mai 2018, The Westin Leipzig, Gerberstraße 15, 04105 Leipzig

 

Salzburg: Wyndham Grand / Salzburg Conference Centre, Fanny-von-Lehnert-Straße 7, 5020 Salzburg.