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Flexible Prüftechnik unterstützt ambitionierte Zielsetzung

50Hertz verfolgt das Ziel, im Jahr 2032 den Stromverbrauch in seinem Netzgebiet über das Jahr gerechnet (also bilanziell) zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien (EE) zu decken. Die praktische Umsetzung geht unter anderem einher mit der Digitalisierung der Zähltechnik, während der Messstellenbetrieb zugleich eine Ausweitung der notwendigen Prüfaufgaben mit sich bringt. Flexible Lösungen und Schulungsangebote von EMH unterstützen die technischen Anpassungen.

 

Als Übertragungsnetzbetreiber sichert die 50Hertz Transmission GmbH die Stromversorgung der ostdeutschen Flächenländer sowie der Stadtstaaten Hamburg und Berlin mit insgesamt rund 18 Millionen Einwohnern. Bei einer Stromkreislänge von insgesamt mehr als 10.000 Kilometern stellt das Unternehmen Transportkapazitäten für Höchstspannungen von 150, 220 und 380 kV zur Verfügung. 74 Umspannwerke und Schaltanlagen werden für die Übergabe der Energie an die Betreiber der angeschlossenen Hochspannungs-Verteilnetze eingesetzt, darüber hinaus sind auf der Abnehmerseite besonders energieintensive Industriebetriebe wie zum Beispiel drei Stahlwerke direkt mit dem Hauptnetz verbunden.

Die Zusammenarbeit mit EMH reicht zurück bis ins Jahr 1992, als der Netzbetreiber als Bereich noch der Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) angehörte. Den Anfang machte eine stationäre Prüfstation auf MS-DOS-Basis, mit vier Zählerkreuzen und umschaltbaren Einschubplätzen für Zähler mit WAGO- bzw. Essailec-Steckern. Über die Jahre wurde das System immer wieder ergänzt und modernisiert. Daneben nutzt der Netzbetreiber mit Hauptsitz in Berlin auch tragbare Geräte, von EMH sind es aktuell neun dreiphasige Arbeitsnormale vom Typ PWS 2.3 genX. Für Vor-Ort-Prüfungen koordiniert 50Hertz über fünf Regionalzentren von der Berliner Zentrale aus ein Team aus gut einem Dutzend Zählermonteuren.

Durch Umsetzung regulatorischer und umlagebedingter Anforderungen, bauen zahlreiche Partner von 50Hertz (Verbraucher oder Erzeuger) kontinuierlich neue Zählstellen auf. Beispielsweise werden EEG-bedingt die unterschiedlichen Arten des Energiebezugs räumlich und verwaltungstechnisch voneinander getrennt erfasst. Als Messstellenbetreiber verantwortet das Unternehmen den Einbau der Zähltechnik sowie die Inbetriebnahme und den Betrieb der Zählstellen inklusive der regelkonformen Überprüfung von Anlagen und Messeinrichtungen. Für die Zusammenarbeit von 50Hertz und EMH bedeutet das unter anderem eine fortlaufende Anpassung der stationären Prüftechnik. Ein Beispiel dafür ist die Ergänzung des vorhandenen Systems um einen dreiphasigen Stromtrennwandler vom Typ ICT 2.3, der über die Bereitstellung eines isolierten Prüfstroms die Trennung von Spannungs- und Strompfad auch bei geschlossenen Eichverbindungen ermöglicht.

„Die Neuausrichtung von Versorgungsnetzen im Rahmen der Energiewende ist eine komplexe Aufgabe, die allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität abverlangt“, sagt EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder. Neben der Lieferung der nötigen Hardware widme sich EMH auch der fortlaufenden Schulung des kundenseitigen Bedienpersonals. „In der praktischen Umsetzung des EEG müssen unzählige technische Regelwerke verändert oder auch völlig neu geschaffen werden“, stellt Schröder fest. „Zugleich müssen Messstellenbetreiber im Alltag mit weiterhin vorhandenen, klassischen Zählerinstallationen wie auch mit modernen digitalen Systemen gleichermaßen gut zurechtkommen. All das unter einen Hut zu bringen, erfordert einen intensiven und kontinuierlichen Informationsaustausch, dem wir in der Prüftechnik verstärkt mit kundenspezifischen Lehrgängen begegnen.“

Ein kleines ,,Dankeschön“ an die Jungs im Hintergrund!

Dass die jährliche EMH-Roadshow wenigstens im virtuellen Raum stattfinden konnte, ist nicht zuletzt einigen „unsichtbaren“ Helfern im Hintergrund zu verdanken. Das für alle Beteiligten ungewöhnliche Konzept entwickelten Hilke Schamlott und Lars Busekrus aus dem EMH-Marketing gemeinsam mit Heiko Gentsch von der Hamburger Gentsch & Gentsch Ideenagentur (www.gentsch-gentsch.de). Gentsch & Gentsch versteht sich als kleine und flexible Werbeagentur, die komplexe Leistungen auf einfache Weise emotional kommunizieren kann – und erwies sich mit diesem Ansatz als idealer Partner für das Roadshow-Projekt von EMH. Die praktische Umsetzung brauchte dann allerdings auch eine passende Optik – und die richteten Stefan Klein (www.klein-foto.de) und Dirk Masbaum (www.fotografie-masbaum.de) ein. Als Produktfotografen sind Klein und Masbaum seit langem mit EMH verbunden, ihr Portfolio umfasst darüber hinaus aber auch Projekte mit bewegten Bildern. So entstanden im Vorfeld der virtuellen EMH-Roadshow ansprechende und aussagekräftige Produkt-Videos, und während des eigentlichen Online-Auftritts mündeten die Ergebnisse inklusive der Studio-Kameraführung dann in einer ganzheitlichen Live-Präsentation. Last but not least: Stefan Lütge von der Hamburger Silicon Planet GmbH (https://siliconplanet.com). „Wir entwickeln digitalen Vertrieb für wachstumsorientierte Unternehmen“, hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Silicon Planet ist EMH über die kontinuierliche Betreuung der Homepage verbunden und verknüpfte via Cleverreach und Zoom sozusagen auch die Strippen der virtuellen Roadshow. Allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, sagen wir an dieser Stelle schlicht und einfach: Danke!

Produktpräsentation – virtuell und doch praxisnah

Measurement Heroes by EMH: Großes Interesse an Hintergrundinformationen zur Prüftechnik für die Energiewirtschaft

 

Statt in Wien, München, Köln und Leipzig persönliche Präsenz zu zeigen, präsentierte EMH die jährliche Roadshow erstmals aus einem Online-TV-Studio am Firmensitz Brackel. Entstanden aus den notwendigen Einschränkungen angesichts der Covid-19-Pandemie, stieß die virtuelle Produktpräsentation gleichwohl auf großes Interesse der zugeschalteten Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus.

 

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen informierten EMH-Vertreter jeweils gut eine Stunde lang über modernste Prüfsysteme für Energiezähler oder zur Überwachung von Leistungstransformatoren. EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder, Vertriebsleiter Lars Busekrus und Serviceleiter Peter Kurth stellten sich zugleich auch individuellen Fragen aus dem Publikum. Im Mittelpunkt standen die neueste Generation an tragbaren Prüfeinrichtungen, von den Arbeitsnormalen PWS 2.3genX, CheckMeter 2.3genX und PTS 3.3genX bis hin zum Ladesäulen-Testadapter eMOB I-32.3 AC, wie auch stationäre Testsysteme für den Einsatz in der Zählerproduktion oder das umfassende HYDROCAL-Portfolio zur Überwachung von Leistungstransformatoren. Speziell für die virtuelle Roadshow produziert, vermittelten eingespielte Produktfilme einen Überblick zu den Funktionalitäten und Anwendungsmöglichkeiten der jeweiligen Geräte.

 

Das ungewöhnliche Format der Produktpräsentation stieß bei den online zugeschalteten Teilnehmern durchgehend auf reges Interesse und ließ vielfältige Nachfragen aufkommen. Zum Beispiel, ob die aktuelle Software CALegration auch ältere, noch in Betrieb befindliche Geräte wie das Referenznormal CALPORT 300 unterstützt (Antwort: ja, sofern das Gerät mit der neuesten Firmware ausgestattet ist), ob Prüfmittel von EMH in festgelegten Abständen vom Hersteller kalibriert werden müssen (nein, die Messmittelüberwachung orientiert sich an den internen QM-Regeln des Anwenders, empfohlen werden aber Überprüfungen im Abstand von zwölf bis 24 Monaten) oder ob EMH auch Lösungen zur Messung von DC-Schnelladesäulen anbietet (die entsprechende Technik ist in der Entwicklung, momentan konzentriert sich das Angebot aber auf die am weitesten verbreiteten AC-Ladestationen Typ II 22kW). In Bezug auf stationäre Systeme ging es u.a. ebenfalls um die notwendigen Prüfintervalle (die sich an den Vorgaben der PTB orientieren und in der Regel drei Monate betragen), und schließlich interessierten sich Teilnehmer für die Frage, ob die Analyseergebnisse automatischer HYDROCAL-Systeme ebenso präzise ausfallen wie bei einer klassischen Laboruntersuchung (die Genauigkeit ist absolut vergleichbar, sofern es um die Trendentwicklung bestimmter Inhaltsstoffe im Transformatorenöl geht, bei der Spurenanalyse erreichen Online-Überwachungssysteme allerdings ihre Grenzen).

 

Während der Live-Präsentation konnten angesichts des vorgegebenen Zeitrahmens längst nicht alle gestellten Fragen behandelt werden, das Team von EMH reichte die Antworten aber im Anschluss daran nach. Und wer die Measurement Heroes by EMH verpasst hat, kann die Teilnahme jederzeit nachholen: Unter

https://emh.eu/measurement-heroes-aufzeichnungen/ steht das komplette Ereignis als Videoaufzeichnung zum Anschauen bereit.

Prüftechnik für Ladestationen

Inzwischen gilt die Eichrechtskonformität auch für E-Ladesäulen. Allerdings mangelt es noch an geeigneter Prüftechnik, um die Funktion der Ladestationen im Rahmen einer Nacheichung fortlaufend kontrollieren zu können. Abhilfe versprechen neue Messgeräte, die nunmehr kurz vor der Serienreife stehen. Wir sprachen dazu mit dem Geschäftsführer der EMH Energie-Messtechnik, Karsten Schröder.

Das Interview führte: Michael Nallinger. Bild: EMH Energie-Messtechnik

Was unterscheidet die Energiemesstechnik bei Ladesäulen von anderen Energiemessaufgaben?

Anders als bei „normalen“ Stromzählern muss der Beginn und das Ende des Ladevorgangs sicher dokumentiert werden und das auch transparent und nachgängig, etwa in einer Cloud. Der normale Stromzähler misst in der Regel nur den Verbrauch des immer gleichen Kunden, bei Ladesäulen dagegen von vielen verschiedenen Kunden. Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die Sicherheit und den Schutz der Daten.

 

Was bedeutet dies für die Prüftechnik?

Wie bei allen Prüf- und Kalibrieraufgaben geht es immer darum, besser und genauer als der Prüfling und damit die gesamte Messinfrastruktur der Ladesäule zu messen. Außerdem müssen die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten im Bereich der E-Mobilität unterstützt werden.

 

Mit welchen Prüftechnik-Lösungen adressieren Sie diese Herausforderungen?

Zunächst werden wir mit einer Lösung für die messrichtige Prüfung von AC-Ladestationen auf den Markt kommen, das betrifft aktuell die weitaus größere Menge der Ladestationen. Dabei wird die Prüfgerätekombination des bewährten tragbaren Zähler- und Schaltungsprüfgerätes „PWS 2.3 genX“ zusammen mit dem neuen Adapter „eMOB I-32.3 AC“ während des laufenden Ladevorgangs zwischen Fahrzeug und Ladesäule geschaltet. Mit Hilfe eines sogenannten Abtastkopfes lassen sich dann die energieproportionalen Leuchtimpulse des Stromzählers in der Ladesäule ermitteln. Dies ermöglicht es, die richtige Messung des Stromzählers in der Ladesäule zu überprüfen. Außerdem gewinnt man weitere wichtige Informationen, wie die Lastkurve bei der Ladung und eventuelle Einflüsse auf die Netzqualität.

 

Welche Bedeutung hat hier die Zusammenarbeit mit den zuständigen Prüf- und Eichbehörden?

Dies ist ein wichtiges Thema, weil alle hier noch Neuland betreten – und vielleicht auch etwas in Konkurrenz miteinander stehen, was die Zusammenarbeit nicht gerade vereinfacht. Es gilt hier aber auch nicht nur auf den deutschen Markt zu schauen, sondern gerade auch die zukünftigen Anforderungen im Ausland zu untersuchen.

 

Und wie gestaltet sich die Kooperation mit den Zähler- bzw. Ladesäulenherstellern?

Für die Zähler- und Ladesäulenherstellern sind wir ein anerkannter Partner und diskutieren gemeinsam unsere Lösungen und Anwendungen. Dabei passen wir unsere Produkte teilweise auch auf deren besonderen Anforderungen an. Die Zusammenarbeit ist sehr gut und vertrauensvoll.

 

Neben AC-Ladesäulen werden auch zunehmend DC-Ladesäulen aufgebaut. Wie unterscheidet sich hier die Komplexität der Prüftechnik?

Hier beginnt es bereits mit der eichrechtlichen Rückführbarkeit, weil nur wenige Eichbehörden und staatlich anerkannte Prüfstellen mit DC-Prüftechnik ausgestattet sind. Eine weitere Herausforderung sind die hohen Ströme gerade bei Schnellladesäulen, die sich vom üblichen Strombereich der AC-Energiemesstechnik unterscheiden.

 

Welche Lösungen sind im DC-Bereich in der Pipeline?

Wir arbeiten an einem tragbaren Prüfgerät für die Vor-Ort-Prüfung elektrischer Energiezähltechnik, das zudem auch noch über die Messung von Netzqualitätsparametern verfügt. Zu diesem Gerät wird es dann auch eine Option zur Prüfung von DC- und Schnellladesäulen geben.

 

EMH Energie-Messtechnik ist auch in anderen Ländern aktiv. Inwieweit unterscheidet sich die Herangehensweise hierzulande von der in anderen Ländern?

Das ist ein interessantes Thema! Gerade im europäischen Ausland werden die neuen deutschen eichrechtlichen Regelungen im Bereich der E-Mobilität teilweise als „Overshoot“ angesehen, andere Länder fordern für Ladesäulen lediglich die Verwendung eines geeichten Stromzählers.

 

Welche Bedeutung hat für Sie das neue Aufgabengebiet E-Mobilität und welche ökonomischen Erwartungen haben Sie hier?

Wir sind realistisch: Das Thema ist wichtig, aber es wird sich nicht zum ersten Umsatzträger unseres Unternehmens entwickeln. Trotzdem ist es auch ein interessantes Feld, um sich als High-Tech-Anbieter zu profilieren.

 

https://www.industr.com/de/wir-betreten-hier-alle-neuland-2391072

 

 

Erster Firmensitz: Zwei Baucontainer

EMH freut sich über 35 erfolgreiche Jahre in der Energiebranche

HEW, OBAG oder Badenwerk: Nicht einmal in den kühnsten Träumen wäre 1984 jemand auf die Idee gekommen, dass die Welt der Energieversorger auch ganz anders aussehen könnte; dass Privatleute dereinst Strom erzeugen und in öffentliche Netze einspeisen würden oder niemand mehr zum Vertragsabschluss mit dem örtlichen zuständigen Stadtwerk gezwungen ist.

Nur wenige Jahrzehnte später ist all das bekanntlich Realität geworden. Die Hamburgischen Electricitäts-Werke gehören nicht mehr der Stadt Hamburg, sondern dem schwedischen Vattenfall-Konzern. Die staatliche Energieversorgung Ostbayern AG fusionierte mit anderen Netzbetreibern erst zur E.ON Bayern AG und firmiert heute als E.ON-Tochtergesellschaft unter dem Namen Bayernwerk AG. Die Badenwerk AG ist aufgegangen in der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, dem drittgrößten Energieunternehmen in Deutschland.

Nur EMH ist nach 35 Jahren immer noch EMH.

Na ja, nicht so ganz. Anfangs sollte das Unternehmen erst „Hamburger Energie-Messtechnik“ heißen, im Gründungsjahr 1984 wurde daraus dann aber „Energie-Messtechnik-Hamburg GmbH“, kurz EMH. Wo früher Autos der Marke „Tempo“ hergestellt wurden, entstand seinerzeit in Hamburg-Harburg ein Technologiezentrum für Jungunternehmer. Peter Scheew aus Bergedorf wollte zu den ersten Mietern gehören und hier seine Idee verwirklichen, moderne Prüfeinrichtungen für Elektrizitätszähler zu bauen. Weil sich das Projekt Technologiezentrum aber verzögerte, musste sich Scheew mit behelfsmäßigen Werkstätten und Büros in zwei Baucontainern begnügen. Und vom 17. Dezember 1984 an wurden die Baucontainer dann auch der vorübergehende Firmensitz des frisch gegründeten Unternehmens EMH GmbH.

 

 

Umzug von Harburg nach Harburg

Weil die Geschäfte gut liefen, war Peter Scheew auf die günstigen Räume im staatlich geförderten Gründerzentrum aber bald nicht mehr angewiesen. Stattdessen verlegten Scheew und sein neuer Mitgesellschafter Thomas Müller den Firmensitz nach Brackel im niedersächsischen Landkreis Harburg. Erstes Serienprodukt war der Prüfzähler TEZ 120.3, gefolgt von dem tragbaren Maximumregistriergerät MRG 241. Es folgten Prüflasteinrichtungen und Komparatoren, Transformator-Monitoring, Analysesoftware und, und, und…

Im Unterschied zu den meisten alteingesessenen Energieversorgern ist unser Unternehmen aber nicht irgendwann Teil eines größeren Konzerngebildes geworden; vielmehr entstand um die Keimzelle der EMH GmbH nach und nach eine kleine Firmengruppe, deren Produkte nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile in aller Welt erfolgreich vermarktet werden. Entgegen den ursprünglichen Planungen aber eben nicht von Harburg in Hamburg aus, sondern mit Sitz im niedersächsischen Landkreis Harburg. Da war es irgendwann nur folgerichtig, das Wort Hamburg in der Firmenbezeichnung offiziell zu streichen. In der Abkürzung EMH besteht es allerdings fort – aber vielleicht steht „H“ ja auch gar nicht für Hamburg, sondern für Harburg. Das passt dann immer.  

Das aktuelle Portfolio umfasst eine große Auswahl an Produkten die zum Gründungszeitpunkt noch nicht absehbar waren.

Mobile Allround-Lösung beschleunigt Analyse komplexer Zählerinstallationen

Tragbares Prüfsystem PTS 3.3 genX von EMH bietet erweiterte Funktionalität und komfortable Handhabung

 EMH setzt die Modernisierung des Produktportfolios an tragbaren Testsystemen konsequent fort. Nachdem die Gerätetypen PTS 2.3, PWS 2.3 sowie CheckMeter 2.3 bereits mit erweiterter Funktionalität erhältlich sind, wurde nun auch der Prüfzähler PTS 3.3 auf eine „genX“-Variante vorbereitet und der Prototyp fertiggestellt.

 Die erweiterte Typbezeichnung „genX“ steht für Touch-Screen-Technologie, große Farbdisplays inklusive grafischer Benutzerschnittstelle sowie variable Datenübertragung via USB, WLAN oder Ethernet. Neben bewährten Merkmalen wie Präzision und Langlebigkeit bietet die neueste Generation der EMH-Testsysteme die Möglichkeit, analoge wie auch digitale Zählerinstallationen jedweder Art umfassend zu analysieren.

Als dreiphasiges Testsystem der Klasse 0.05 ausgelegt, geht der Funktionsumfang des PTS 3.3 genX weit über die Genauigkeitsprüfung einzelner Zähler hinaus. Ausgestattet mit einer unabhängigen Strom- und Spannungsgenerierung bis zu 120 A bzw. 500 V, erfasst das System auch Zustandsdaten der Zählerinstallation insgesamt und analysiert die zugrundeliegende Netzsituation. Die Ergebnisse werden unmittelbar auf dem integrierten 9-Zoll-Farbdisplay dargestellt, können für weitergehende Auswertungen und Dokumentationszwecke über den eingebauten Webserver aber auch an externe Geräte wie Tablet, Desktop-PC oder Laptop übergeben werden. Die Touch-Screen-Technologie erleichtert zudem die Bedienung des Systems und trägt dazu bei, dass die Prüfvorgänge insgesamt beschleunigt werden.

PTS 3.3 genX erlaubt die Spannungs- und Strommessung auf direktem Wege oder unter Einsatz externer Sensoren, die Bürdenmessung von Strom-(CT) und Spannungs-Messwandlern(PT) sowie Wirk-, Blind- und Scheinenergiemessungen in 3- oder 4-Leiter-Schaltungen. Die Analyse der Netzsituation erfolgt per Vektordiagramm, Oberwellenspektrum und Drehfeldanzeige. PTS 3.3 genX kann optional auch mit der Software CALegration verknüpft werden und zeichnet sich darüber hinaus durch eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber möglichen Störeinflüssen aus.

Neue Messtechnik sichert Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Team der EWR Remscheid

EMH-System PTS 3.3C erweitert Leistungsspektrum des Messstellenbetriebs der EWR Remscheid


(Brackel, März 2019) Obschon die Digitalisierung des Zählerwesens in vollem Gange ist, dürfen Ferraris-Zähler weiterhin verbaut und noch bis zum Jahre 2032 betrieben werden. Gleichzeitig sind grundzuständige Messstellenbetreiber gehalten, ihre technische Ausstattung bis spätestens 2020 künftigen Anforderungen anzupassen und eine „moderne Ausstattung“ vorzuhalten. Der Remscheider Energieversorger EWR GmbH realisiert diese Vorgabe mit Unterstützung eines stationären Prüfsystems von EMH.

 

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber muss der Remscheider Energieversorger EWR dafür Sorge tragen, dass die rund 75.000 Elektrizitätszähler aus dem eigenen Bestand präzise funktionieren. Die klassischen Zählerprüfungen auf der einen Seite, sieht sich Axel Kazenmaier als Leiter des EWR-Messstellenbetriebs zusehends aber auch mit Aufgaben konfrontiert, die bislang primär von den staatlich anerkannten Prüfstellen erledigt wurden. In erster Linie geht es dabei um Annahmeprüfungen neuer Geräte: „Die staatlichen Prüfstellen haben inzwischen mit amtlichen Aufgaben dermaßen viel zu tun, dass für Annahmeprüfungen externer Kunden kaum noch Kapazitäten bereitstehen“, stellt Kazenmaier fest. Parallel dazu müssen viele Messstellenbetreiber ihre Prüftechnik modernisieren, um neben klassischen Ferraris-Zählern auch moderne Messeinrichtungen prüfen zu können. Damit nicht genug, gilt für Annahmeprüfungen seit dem 1. Januar 2019 auch

noch ein neues Stichprobenverfahren, mit dem nach einheitlichen Vorgaben eine durchgehend hohe Qualität aller Messeinrichtungen gewährleistet werden soll. Für Axel Kazenmaier folgt daraus: „Damit wir die messtechnische Qualität auf höchstem Niveau halten und die Wirtschaftlichkeit neu zu verbauender Messeinrichtungen steigern können, müssen wir unser Aufgabenspektrum dauerhaft erweitern.“

Zur praktischen Umsetzung nutzt die EWR GmbH künftig das stationäre Einplatz-Zählerprüfsystem PTS 3.3C von EMH. Die Entscheidung fiel im Mai vergangenen Jahres, als die EMH-Roadshow in Köln Station machte: „Die Leistungsfähigkeit des vorgeführten Systems war absolut überzeugend“, so Axel Kazenmaier, „und als stationäre Anlage ist das PTS 3.3C die ideale Ergänzung für unseren mobilen Prüfzähler PWS 2.3 Plus, mit dem wir bereits allerbeste Erfahrungen gemacht haben.“

Mit dem PTS 3.3C können Elektrizitätszähler vollautomatisch geprüft, geeicht und justiert werden. Außerhalb der gesetzlichen Befundprüfungen ermöglicht das Einplatz-System auch Sonderuntersuchungen oder Bemusterungen und Prüfungen geringer Stückzahlen. Das PTS 3.3C verfügt über eine dreiphasige Strom- und Spannungsquelle sowie einen dreiphasigen Prüfzähler der Klasse 0.05. Der Prüfvorgang von klassischen Ferraris-Zähler wie auch modernen Messeinrichtungen erfolgt, ohne dass der Einsatz von Stromtrennwandlern nötig wäre.

Das PTS 3.3C versetzt den Remscheider Energieversorger EWR in die Lage, Annahmeprüfungen unabhängig von amtlichen Prüfstellen und externen Dienstleistern in Eigenregie zu erledigen. Darüber hinaus möchte Axel Kazenmaier das System aber auch zur Überprüfung und Anpassung von Parametrierungen einsetzen. „Mit dieser Ausstattung sind wir auf alle Eventualitäten bestens vorbereitet“, fasst Kazenmaier zusammen.

Aus 3 mach 1: Integriertes System setzt neue Maßstäbe zur Prüfung von Netzanalysatoren

Kombination aus Prüfzähler, Leistungsquelle und Softwarepaket erfüllt aktuelle Anforderungen nach EN 62586-2 Ed.2.0


(Brackel, Mai 2018) Schnell wechselnde Netzlasten, immer häufiger auftretende Spannungs- und Stromspitzen in den Verteilnetzen und der zunehmende Einsatz sensibler elektronischer Geräte: Eine hohe Netzqualität zu gewährleisten, stellt Energieversorger permanent vor große Herausforderungen. Damit steigen auch die Anforderungen an entsprechende Prüfsysteme. Die EMH Energie-Messtechnik GmbH und ihr Schwesterunternehmen MTE Meter Test Equipment AG haben darauf reagiert und ein kombiniertes Prüfsystem entwickelt, das dem Fachpublikum erstmals während der European Utility Week 2018 vorgestellt wird.

 

Das neue Prüfsystem vereint drei praxiserprobte und bewährte Technologien von EMH und MTE zu einem einzigen, hoch leistungsfähigen Analysesystem. Als Hardware kommen dabei der dreiphasige, tragbare Prüfzähler und Netzqualitätsanalysator PRS 600.3 und die dreiphasige Leistungsquelle mit Power Quality Signalgenerierung SQE 120.3 zum Einsatz, die Auswertung der erfassten Daten übernimmt ein speziell angepasstes CALegration-Softwarepaket. Den Anlass für diese Neuentwicklung bildeten Neuerungen der Norm IEC 62586-2, die den verbindlichen Rahmen für Funktionsprüfungen und Unsicherheitsanforderungen in Zusammenhang mit Power-Quality-Geräten (PQI) vorgibt und in der Fassung IEC 62586-2 Ed.2.0 jüngst um eine Reihe zusätzlich zu prüfender Kenngrößen erweitert wurde.

Neben Kenngrößen wie Flicker, Oberschwingungsspannung oder Spannungsunsymmetrie müssen bei der Versorgungsspannung nun auch die Faktoren Unter-/Über-Abweichung sowie schnelle Spannungsänderungen ermittelt werden, darüber hinaus wurden als Strom-Kenngrößen die Höhe des Stromes, Oberschwingungsströme, Zwischenharmonische Ströme und Stromunsymmetrie neu eingeführt.

In der Kombination aus Prüfzähler, Leistungsquelle und CALegration-Software können Netzanalysatoren und Power Quality-Messgeräte nun umfassend vollautomatisch geprüft werden, wobei alle Prüfpunkte gemäß EN 61000-4-30 berücksichtigt und die Ergebnisse in grafisch übersichtlicher Form dargestellt werden. Die Leistungsparameter der eingesetzten Geräte entsprechen den Vorgaben der EN 62586-2 Annex H hinsichtlich der erforderlichen Genauigkeitsklassen (0,02% für PRS 600.3 und 0,05% für SQE 120.3 – 600VA), die Implementierung von Prüfgerät, Prüfpunkten und Prüfablauf in die Software CALegeration erfolgt gemäß EN 62586-2 / Kl. A.

Das neue, integrierte Netzqualitäts-Prüfsystem von EMH und MTE bietet nicht nur höchste Präzision bei der Erfassung und Auswertung aller relevanten Kenngrößen, sondern beschleunigt auch den Prüfablauf, sodass Zeit- und Kostenaufwand auf ein Minimum reduziert werden können. Sämtliche Ergebnisse sind dabei auf ISO 17025-akkreditierte Messungen des anerkannten Prüfinstituts NMI rückgeführt.