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Umfassende Datenbasis macht das Smart Grid transparent

Neues Mess- und Monitoringsystem von EMH und BeEnergy erleichtert Verteilnetzbetreibern Übergang zum Redispatch 2.0.

Was auch immer an Informationen zur Stabilität von Verteilnetzen erforderlich ist: Das Smart Grid Interface Modul (SGIM) von EMH und BeEnergy SG liefert die notwendigen Daten. Schnell und kostengünstig in Ortsnetzstationen oder Kabelverteilschränke integriert, erlaubt das ab sofort lieferbare System das umfassende Monitoring von Energieflüssen und sorgt bei Lastschwankungen für eine klare Entscheidungsgrundlage.

Mit dem Redispatch 2.0 müssen Verteilnetzbetreiber spätestens ab 1.Oktober 2021 in der Lage sein, sich an der Behebung von Engpässen in den vorgelagerten Netzen zu beteiligen. Parallel dazu zeichnet sich durch die verstärkte Stromeinspeisung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) und erwartete Zuwächse in der E-Mobilität ab, dass sich der Schwerpunkt des Engpassmanagements nach und nach von den Übertragungsnetzen auf die Verteilnetze verlagern wird. Damit Verteilnetzbetreiber die vom Gesetzgeber geforderte Netzstabilität jederzeit gewährleisten können, müssen relevante Daten künftig weit über die vorhandenen Messpunkte hinaus kontinuierlich erfasst und ausgewertet werden.

Konzipiert von BeEnergy SG und weiterentwickelt mit Unterstützung von EMH, sorgt das Smart Grid Interface Modul SGIM nun „auf der letzten Meile“ für Transparenz. Als Installationsplattform dient ein 100mm breites Modul, das unterbrechungsfrei in das 185mm-Sammelschienensystem integriert werden kann. Das SGIM selbst bietet Platz für bis zu sieben Ausbaustufen, die individuell bestückt werden können und über den Einsatz von Rogowski-Spulen oder Stromwandlern von NH Sicherungs-Schaltleisten die 3-phasige Überwachung von bis zu 14 Niederspannungsabgängen erlauben. Als Module stehen beispielsweise Messsysteme zur Strom- und Spannungsmessung sowie zur Analyse der Netzfrequenz, der Leistung und Energie und künftig auch der Netzqualität zur Verfügung. Zusätzlich erlaubt das SGIM die Integration von maximal drei weiteren Funktionsmodulen, die der Datenübertragung aller Messwerte via LAN, LWL oder LTE an die zugeordnete Netzleitstelle dienen.

Beispiele für den Einsatz von SGIM-Installationen sind der Aufbau leistungsfähiger Last-Management-Systeme im Rahmen örtlicher Netze mit einer hohen Dichte an E-Ladestationen oder die Überwachung von Gebieten mit einer Vielzahl an kleineren EE-Anlagen und einer entsprechend höheren Anfälligkeit gegenüber kurzfristig auftretenden Lastschwankungen. Die in einem Smart Grid erfassten Daten können dank der SGIM-Software über Standardprotokolle in alle gängigen Systeme der Schaltanlagen- und Netzleittechnik eingebunden und nahtlos in den jeweiligen Netzleitsystemen verarbeitet werden. Ein Webinterface erlaubt darüber hinaus auch Auswertungen auf beliebigen Endgeräten direkt an der SGIM-Installation.

Gebündelte Kompetenz für Stromnetze der Zukunft

Kooperation von EMH und BeEnergy SG stärkt Digitalisierung von Mess-und Prüftechnik für die Energieversorgung

 

(Brackel, April 2021) Mit einer umfassenden Kooperation wollen EMH und BeEnergy SG die gemeinsamen Kompetenzen insbesondere im Bereich der Energiemesstechnik für Niederspannungsnetze nachhaltig absichern und weiter ausbauen. Den Anfang machen die Bündelung der Vertriebsaktivitäten und die Weiterentwicklung eines modular aufgebauten Systems zur Erfassung und Analyse der Zustandsdaten innerhalb von Smart-Grid-Umgebungen.

Während EMH mit Sitz im niedersächsischen Brackel zu den weltweit führenden Anbietern von Prüftechnik für die Energieversorgung zählt, verfügt BeEnergy SG über spezifisches Know-how für die Datenkommunikation innerhalb von komplexen Versorgungsnetzen. Die BeEnergy SG GmbH wurde 2018 mit Sitz im hessischen Pohlheim gegründet und präsentierte 2019 mit dem Smart Grid Interface Modul (SGIM) eine kostengünstige und leicht installierbare Lösung zur kontinuierlichen Überwachung dynamischer Lasten in lokalen und regionalen Verteilnetzen.

Das SGIM-Konzept wird nun im Rahmen der Kooperation mit EMH weiter verfeinert, außerdem verstärkt EMH künftig den Vertrieb der Produkte von BeEnergy SG in Deutschland und Österreich.

„Die zunehmende Digitalisierung der Versorgungsnetze erfordert profundes Wissen hinsichtlich der Übertragung von Messdaten in die unterschiedlichen Systeme der Netzleittechnik“, sagt EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder. „Für die Kooperation von EMH und BeEnergy SG ergeben sich daraus Synergien etwa im Monitoring von Infrastrukturen oder in der E-Mobilität, die wir zum Nutzen unserer Kunden gemeinsam in verbesserte und neue Produkte und Dienstleistungen umsetzen werden.“

Aus 3 mach 1: Integriertes System setzt neue Maßstäbe zur Prüfung von Netzanalysatoren

Kombination aus Prüfzähler, Leistungsquelle und Softwarepaket erfüllt aktuelle Anforderungen nach EN 62586-2 Ed.2.0


(Brackel, Mai 2018) Schnell wechselnde Netzlasten, immer häufiger auftretende Spannungs- und Stromspitzen in den Verteilnetzen und der zunehmende Einsatz sensibler elektronischer Geräte: Eine hohe Netzqualität zu gewährleisten, stellt Energieversorger permanent vor große Herausforderungen. Damit steigen auch die Anforderungen an entsprechende Prüfsysteme. Die EMH Energie-Messtechnik GmbH und ihr Schwesterunternehmen MTE Meter Test Equipment AG haben darauf reagiert und ein kombiniertes Prüfsystem entwickelt, das dem Fachpublikum erstmals während der European Utility Week 2018 vorgestellt wird.

 

Das neue Prüfsystem vereint drei praxiserprobte und bewährte Technologien von EMH und MTE zu einem einzigen, hoch leistungsfähigen Analysesystem. Als Hardware kommen dabei der dreiphasige, tragbare Prüfzähler und Netzqualitätsanalysator PRS 600.3 und die dreiphasige Leistungsquelle mit Power Quality Signalgenerierung SQE 120.3 zum Einsatz, die Auswertung der erfassten Daten übernimmt ein speziell angepasstes CALegration-Softwarepaket. Den Anlass für diese Neuentwicklung bildeten Neuerungen der Norm IEC 62586-2, die den verbindlichen Rahmen für Funktionsprüfungen und Unsicherheitsanforderungen in Zusammenhang mit Power-Quality-Geräten (PQI) vorgibt und in der Fassung IEC 62586-2 Ed.2.0 jüngst um eine Reihe zusätzlich zu prüfender Kenngrößen erweitert wurde.

Neben Kenngrößen wie Flicker, Oberschwingungsspannung oder Spannungsunsymmetrie müssen bei der Versorgungsspannung nun auch die Faktoren Unter-/Über-Abweichung sowie schnelle Spannungsänderungen ermittelt werden, darüber hinaus wurden als Strom-Kenngrößen die Höhe des Stromes, Oberschwingungsströme, Zwischenharmonische Ströme und Stromunsymmetrie neu eingeführt.

In der Kombination aus Prüfzähler, Leistungsquelle und CALegration-Software können Netzanalysatoren und Power Quality-Messgeräte nun umfassend vollautomatisch geprüft werden, wobei alle Prüfpunkte gemäß EN 61000-4-30 berücksichtigt und die Ergebnisse in grafisch übersichtlicher Form dargestellt werden. Die Leistungsparameter der eingesetzten Geräte entsprechen den Vorgaben der EN 62586-2 Annex H hinsichtlich der erforderlichen Genauigkeitsklassen (0,02% für PRS 600.3 und 0,05% für SQE 120.3 – 600VA), die Implementierung von Prüfgerät, Prüfpunkten und Prüfablauf in die Software CALegeration erfolgt gemäß EN 62586-2 / Kl. A.

Das neue, integrierte Netzqualitäts-Prüfsystem von EMH und MTE bietet nicht nur höchste Präzision bei der Erfassung und Auswertung aller relevanten Kenngrößen, sondern beschleunigt auch den Prüfablauf, sodass Zeit- und Kostenaufwand auf ein Minimum reduziert werden können. Sämtliche Ergebnisse sind dabei auf ISO 17025-akkreditierte Messungen des anerkannten Prüfinstituts NMI rückgeführt.