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Flexible Prüftechnik unterstützt ambitionierte Zielsetzung

50Hertz verfolgt das Ziel, im Jahr 2032 den Stromverbrauch in seinem Netzgebiet über das Jahr gerechnet (also bilanziell) zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien (EE) zu decken. Die praktische Umsetzung geht unter anderem einher mit der Digitalisierung der Zähltechnik, während der Messstellenbetrieb zugleich eine Ausweitung der notwendigen Prüfaufgaben mit sich bringt. Flexible Lösungen und Schulungsangebote von EMH unterstützen die technischen Anpassungen.

 

Als Übertragungsnetzbetreiber sichert die 50Hertz Transmission GmbH die Stromversorgung der ostdeutschen Flächenländer sowie der Stadtstaaten Hamburg und Berlin mit insgesamt rund 18 Millionen Einwohnern. Bei einer Stromkreislänge von insgesamt mehr als 10.000 Kilometern stellt das Unternehmen Transportkapazitäten für Höchstspannungen von 150, 220 und 380 kV zur Verfügung. 74 Umspannwerke und Schaltanlagen werden für die Übergabe der Energie an die Betreiber der angeschlossenen Hochspannungs-Verteilnetze eingesetzt, darüber hinaus sind auf der Abnehmerseite besonders energieintensive Industriebetriebe wie zum Beispiel drei Stahlwerke direkt mit dem Hauptnetz verbunden.

Die Zusammenarbeit mit EMH reicht zurück bis ins Jahr 1992, als der Netzbetreiber als Bereich noch der Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) angehörte. Den Anfang machte eine stationäre Prüfstation auf MS-DOS-Basis, mit vier Zählerkreuzen und umschaltbaren Einschubplätzen für Zähler mit WAGO- bzw. Essailec-Steckern. Über die Jahre wurde das System immer wieder ergänzt und modernisiert. Daneben nutzt der Netzbetreiber mit Hauptsitz in Berlin auch tragbare Geräte, von EMH sind es aktuell neun dreiphasige Arbeitsnormale vom Typ PWS 2.3 genX. Für Vor-Ort-Prüfungen koordiniert 50Hertz über fünf Regionalzentren von der Berliner Zentrale aus ein Team aus gut einem Dutzend Zählermonteuren.

Durch Umsetzung regulatorischer und umlagebedingter Anforderungen, bauen zahlreiche Partner von 50Hertz (Verbraucher oder Erzeuger) kontinuierlich neue Zählstellen auf. Beispielsweise werden EEG-bedingt die unterschiedlichen Arten des Energiebezugs räumlich und verwaltungstechnisch voneinander getrennt erfasst. Als Messstellenbetreiber verantwortet das Unternehmen den Einbau der Zähltechnik sowie die Inbetriebnahme und den Betrieb der Zählstellen inklusive der regelkonformen Überprüfung von Anlagen und Messeinrichtungen. Für die Zusammenarbeit von 50Hertz und EMH bedeutet das unter anderem eine fortlaufende Anpassung der stationären Prüftechnik. Ein Beispiel dafür ist die Ergänzung des vorhandenen Systems um einen dreiphasigen Stromtrennwandler vom Typ ICT 2.3, der über die Bereitstellung eines isolierten Prüfstroms die Trennung von Spannungs- und Strompfad auch bei geschlossenen Eichverbindungen ermöglicht.

„Die Neuausrichtung von Versorgungsnetzen im Rahmen der Energiewende ist eine komplexe Aufgabe, die allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität abverlangt“, sagt EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder. Neben der Lieferung der nötigen Hardware widme sich EMH auch der fortlaufenden Schulung des kundenseitigen Bedienpersonals. „In der praktischen Umsetzung des EEG müssen unzählige technische Regelwerke verändert oder auch völlig neu geschaffen werden“, stellt Schröder fest. „Zugleich müssen Messstellenbetreiber im Alltag mit weiterhin vorhandenen, klassischen Zählerinstallationen wie auch mit modernen digitalen Systemen gleichermaßen gut zurechtkommen. All das unter einen Hut zu bringen, erfordert einen intensiven und kontinuierlichen Informationsaustausch, dem wir in der Prüftechnik verstärkt mit kundenspezifischen Lehrgängen begegnen.“

Umfassende Datenbasis macht das Smart Grid transparent

Neues Mess- und Monitoringsystem von EMH und BeEnergy erleichtert Verteilnetzbetreibern Übergang zum Redispatch 2.0.

Was auch immer an Informationen zur Stabilität von Verteilnetzen erforderlich ist: Das Smart Grid Interface Modul (SGIM) von EMH und BeEnergy SG liefert die notwendigen Daten. Schnell und kostengünstig in Ortsnetzstationen oder Kabelverteilschränke integriert, erlaubt das ab sofort lieferbare System das umfassende Monitoring von Energieflüssen und sorgt bei Lastschwankungen für eine klare Entscheidungsgrundlage.

Mit dem Redispatch 2.0 müssen Verteilnetzbetreiber spätestens ab 1.Oktober 2021 in der Lage sein, sich an der Behebung von Engpässen in den vorgelagerten Netzen zu beteiligen. Parallel dazu zeichnet sich durch die verstärkte Stromeinspeisung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) und erwartete Zuwächse in der E-Mobilität ab, dass sich der Schwerpunkt des Engpassmanagements nach und nach von den Übertragungsnetzen auf die Verteilnetze verlagern wird. Damit Verteilnetzbetreiber die vom Gesetzgeber geforderte Netzstabilität jederzeit gewährleisten können, müssen relevante Daten künftig weit über die vorhandenen Messpunkte hinaus kontinuierlich erfasst und ausgewertet werden.

Konzipiert von BeEnergy SG und weiterentwickelt mit Unterstützung von EMH, sorgt das Smart Grid Interface Modul SGIM nun „auf der letzten Meile“ für Transparenz. Als Installationsplattform dient ein 100mm breites Modul, das unterbrechungsfrei in das 185mm-Sammelschienensystem integriert werden kann. Das SGIM selbst bietet Platz für bis zu sieben Ausbaustufen, die individuell bestückt werden können und über den Einsatz von Rogowski-Spulen oder Stromwandlern von NH Sicherungs-Schaltleisten die 3-phasige Überwachung von bis zu 14 Niederspannungsabgängen erlauben. Als Module stehen beispielsweise Messsysteme zur Strom- und Spannungsmessung sowie zur Analyse der Netzfrequenz, der Leistung und Energie und künftig auch der Netzqualität zur Verfügung. Zusätzlich erlaubt das SGIM die Integration von maximal drei weiteren Funktionsmodulen, die der Datenübertragung aller Messwerte via LAN, LWL oder LTE an die zugeordnete Netzleitstelle dienen.

Beispiele für den Einsatz von SGIM-Installationen sind der Aufbau leistungsfähiger Last-Management-Systeme im Rahmen örtlicher Netze mit einer hohen Dichte an E-Ladestationen oder die Überwachung von Gebieten mit einer Vielzahl an kleineren EE-Anlagen und einer entsprechend höheren Anfälligkeit gegenüber kurzfristig auftretenden Lastschwankungen. Die in einem Smart Grid erfassten Daten können dank der SGIM-Software über Standardprotokolle in alle gängigen Systeme der Schaltanlagen- und Netzleittechnik eingebunden und nahtlos in den jeweiligen Netzleitsystemen verarbeitet werden. Ein Webinterface erlaubt darüber hinaus auch Auswertungen auf beliebigen Endgeräten direkt an der SGIM-Installation.

EMH-Serviceleiter Peter Kurth †

Kompetent, verbindlich, zuverlässig: Wann immer unsere Kunden im Einsatz von EMH-Geräten Unterstützung brauchten, hatte Serviceleiter Peter Kurth dank seines profunden Fachwissens für jedes Anliegen im Handumdrehen eine Lösung parat. Kein Wunder: Nach der Ausbildung zum Elektriker und einem anschließenden Ingenieursstudium führte ihn seine berufliche Laufbahn im November 1999 zur EMH – und baute seitdem in der Zählermesstechnik einen viel gefragten Erfahrungsschatz auf. Sein Wissen teilte er gern, etwa über das stetig gewachsene Angebot an EMH-Fachseminaren, die Peter Kurth als Referent stets begleitete.

Das Know-how von Peter Kurth war bei der EMH-Kundschaft ebenso gefragt wie in übergeordneten Fachkreisen. Als Vertreter des ZVEI wirkte er im DKE-Gremium AK 461 mit an der Entwicklung internationaler Normen für Zählerprüfeinrichtungen und –verfahren für neue Technologien (Smart Meter und Smart Grids), und in der Agentur für Messwertqualität und Innovation e.V. (ami) engagierte sich Peter Kurth für die Schaffung von Regelwerken zur Qualitätssicherung der Energie-Verbrauchsmessung insgesamt. Während sich der Markt und die Branche immer schneller veränderten, folgte Peter Kurth über diese zusätzlichen Aktivitäten stets dem „Puls der Zeit“.

Geboren und aufgewachsen im Rheinland, verbrachte Peter Kurth in seinem späteren Leben einen Gutteil seiner Freizeit an der Elbe und im Hamburger Hafen. Als begeisterter Schiffsbeobachter ließ er sich über die Website vesseltracker.com  Ankunft oder Auslaufen besonders interessanter Wasserfahrzeuge anzeigen. Im Urlaub zog es ihn hingegen oft zurück in die Heimat: Egal, welche Herausforderung die Zählermesstechnik gerade bereithielt – den Karneval in Köln ließ sich Peter Kurth niemals nehmen. Womöglich stammt daher auch sein Faible für Süßigkeiten, an denen er selten einfach so vorbeigehen konnte.

Wir alle, die wir Peter Kurth über die Jahre kennen und schätzen gelernt haben, müssen nun ohne ihn auskommen. Eine schwere Erkrankung hat sein Leben viel zu früh und unerwartet beendet. Als Team von EMH macht uns dieser Schicksalsschlag tief betroffen. Wir wissen, was wir an Peter Kurth verloren haben, und wir werden ihn nicht vergessen. Seinen Angehörigen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Seiner Ehefrau, seinem Sohn mit Frau und den drei Enkelkindern wünschen wir all die nötige Kraft, um den weiteren Lebensweg nun ohne ihn fortsetzen zu können.

Profundes Wissen aus der Welt der Elektrizitätszähler


(Brackel, Juli 2020) Praxisorientiert und intensiv vermittelt: Das Seminarprogramm von EMH bietet im 4. Quartal 2020 vielfältige Unterstützung zur praxisorientierten Prüfung und Installation von Elektrizitätszählern.

 

Mit dem Seminarprogramm von EMH werden Hintergrundwissen und die Potenziale der Prüftechnik anhand konkreter Anwendungsbeispiele zusammengeführt. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr Intensivseminare zum effizienten Einsatz der von EMH entwickelten Software CALegration sowie ein Anwenderseminar zur Praxis von Vor-Ort-Prüfungen. Veranstaltungsort für alle Seminare ist das EMH-Schulungszentrum in Brackel bei Hamburg, das Intensivseminar „PWS 2.3genX inkl. CALegration mit praktischen Anwendungen“ wird zusätzlich auch in Düsseldorf angeboten. Die Veranstaltungen sind für das 4. Quartal 2020 vorgesehen und richten sich vor allem an Fachkräfte aus den Zähler- und Serviceabteilungen von Energieversorgungsunternehmen, Netzbetreibern und Dienstleistern im Zählerwesen.

Das Intensivseminar „PWS 2.3genX inkl. CALegration mit praktischen Anwendungen“ vermittelt einen umfassenden Einblick in die Einsatzmöglichkeiten des von EMH neu entwickelten Arbeitsnormals PWS 2.3genX. Inhaltlich geht es u.a. um die Messung elektrischer Parameter, um das Auffinden von Schaltungsfehlern innerhalb von Zählerinstallationen sowie um die Auswertung der erzielten Ergebnisse mit Hilfe der Software CALegration. Die Potenziale dieses Analyse-Tools stehen auch im Mittelpunkt des Intensivseminars „Softwareschulung CALegration zur Nutzung mit tragbaren Prüfgeräten oder stationären Zahlerprüfeinrichtungen mit praktischen Anwendungen. Je nach Interessenlage haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich im Anschluss an eine grundlegende, gemeinsame Schulung auf den praktischen Einsatz der Software in Verbindung mit tragbaren oder mit stationären Prüfsystemen zu konzentrieren. Im Anwenderseminar „Vor-Ort-Prüfungen in Zähler-und Messwandlerinstallationen“ geht es schließlich u.a. um Theorie und Praxis bei Inbetriebnahmeprüfungen von Zählerinstallationen sowie bei der Bearbeitung von Kundenreklamationen, auch umfassende Informationen zu den technischen Möglichkeiten von Vor-Ort-Prüfungen insgesamt stehen auf dem Programm.

Die Gestaltung der einzelnen Seminare folgt den jeweils aktuell geltenden Covid-19-Hygienevorschriften. Den geeigneten Rahmen dafür bietet das EMH-Schulungszentrum in Brackel, dessen Räumlichkeiten nach sechsmonatiger Bauzeit kürzlich erweitert und mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestattet wurden.

Weitere Einzelheiten zu den Seminarinhalten sowie Hinweise zu den Anmeldeformalitäten auf der Website von EMH (www.emh.eu/seminare-veranstaltungen).n

HYDROCAL 1011 genX P: Transformatoröl flexibel überwacht

Zuwachs für die HYDROCAL-Familie von EMH: Neben stationären Systemen steht mit dem HYDROCAL 1011 genX P nun auch ein tragbares Gerät zur Analyse von Transformatoröl zur Verfügung. Über den Bereich der Leistungstransformatoren hinaus, werden die Einsatzmöglichkeiten der Gas-in-Öl Analyse damit auch auf andere Anwendungen erweitert.

 

Als „Frühwarnsystem“ zur Überwachung von Leistungstransformatoren werden die von EMH entwickelten, stationären Gas-in-Öl-Analysesysteme seit langem von Netzbetreibern und Versorgungsunternehmen in aller Welt eingesetzt. HYDROCAL-Systeme erfassen kontinuierlich die Konzentrationen von Wasser und bestimmten „Schlüsselgasen“, die im Transformatoröl gelöst sind. Sobald die Messungen vordefinierte Grenzwerte überschreiten, wird das Wartungspersonal per Alarmmeldung auf eine notwendige Überprüfung der Anlage hingewiesen. HYDROCAL-Systeme tragen dazu bei, die Lebensdauer der Transformatoren zu verlängern und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Netzversorgung insgesamt zu sichern.

Die Methodik der Gas-in-Öl Analyse ist aber nicht nur auf Leistungstransformatoren anwendbar, sondern auch auf andere mit Öl gefüllte und elektrisch betriebene Geräte. Dazu zählen beispielsweise kleinere Verteiltransformatoren, für die sich der Einsatz eines stationären HYDROCAL-Systems nicht rechnen würde, sowie andere ölgefüllte Hochspannungsanlagen (Mess-/Schutztransformatoren, CTs/PTs, Leistungsschalter etc.). Statt solche Geräte in vorgegebenen Intervallen einer umfangreichen Wartung zu unterziehen, ermöglicht HYDROCAL 1011 genX P nun vor Ort die einfache und flexible Kontrolle der wichtigsten Parameter.

Kernstück des neuen Analysegerätes ist ein wartungsfreies NIR-Infrarot-Messystem mit Headspace-Extraktion nach IEC 60567. Öl- oder auch Gasproben werden direkt in die Extraktionskammer eingebracht und innerhalb kürzester Zeit automatisch einer umfassenden Analyse unterzogen. Das System erlaubt die Messung der Ölfeuchte sowie die Einzelmessung von Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Methan, Azetylen, Ethen, Ethan, Sauerstoff, Stickstoff und Propan. Die Messgenauigkeit entspricht dabei mindestens den Vorgaben gemäss IEC 60567. Erhöhte Werte von Kohlenmonoxid deuten beispielsweise auf einen möglichen Schaden der Festkörperisolation hin, andere Werte dienen als Indikatoren für Überhitzung, Teilentladung oder energiereiche Lichtbogenbildung. In den meisten Fällen steht bereits unmittelbar nach der Messung fest, ob und welche Wartungsarbeiten nun in die Wege geleitet werden müssen. Der Einsatz von HYDROCAL 1011 genX P zahlt sich vor allem bei kleineren Anlagen aus, die nun mit vergleichsweise geringem Aufwand häufiger kontrolliert werden können. Die Technologie der mobilen Gas-in-Öl Analyse dient außerdem als Unterstützung bei der Installation oder Reparatur von Leistungstransformatoren.

Das tragbare Gas-in-Öl-Analysesystem HYDROCAL 1011 wurde von EMH als „genX“-Gerät konzipiert und bietet damit eine erweiterte Funktionalität nach dem Stand der Technik. Dazu zählen eine komfortable Bedienung über ein integriertes 7“ TFT-Farbdisplay, zeitgemäße Schnittstellen zur Datenübertragung per WiFi, USB oder LAN sowie ein SD-Speicher zur Dokumentation der Arbeitsergebnisse. Alternativ zum Touchscreen können alle Gerätefunktionen auch per genX-Webserver von jedem Smartphone, Tablet oder PC aus gesteuert werden.

Neueste Prüftechnik begleitet Transformation der Energieversorgung

EMH präsentiert auf der E-world 2020 aktualisiertes Portfolio mobiler Messgeräte

(Brackel, Dezember 2019) Mit dem Aufkommen neuer Themen wie Climate Solutions, Smart City oder E-Mobility ändern sich auch die Anforderungen an die damit verbundene Messtechnik. Auf der E-world energy & water 2020 (11.-13. Februar, Messe Essen) zeigt EMH leistungsstarke Produkte, die in unterschiedlichen Anwendungsbereichen flexibel einsetzbar sind.

Ein Beispiel für maximale Flexibilität ist das tragbare Arbeitsnormal PWS 2.3. EMH hat das bewährte Systeme dem neuesten Stand der Technik angepasst und bietet das Gerät unter der Typbezeichnung „genX“ nun mit erweiterter Funktionalität an. PWS 2.3 genX verfügt über zeitgemäße Schnittstellen zur Datenübertragung, ist mit einem großen Farbdisplay ausgestattet und besitzt eine komfortable Touch-Screen-Bedienoberfläche. Über den universellen Stromwandlereingang UCT können unterschiedlichste Stromzangen, Adapter oder Sensoren verwendet werden, ohne dass eine neuerliche Kalibrierung durch den Hersteller erforderlich wird.

Dank der hohen Flexibilität bildet PWS 2.3 genX die perfekte Basis für alle erdenklichen Einsätze. So präsentiert EMH auf der E-world 2020 beispielsweise den neu entwickelten Prüfadapter eMOB I-32.3 AC, der speziell auf die Analyse von AC-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ausgelegt ist. In Kombination mit dem PWS 2.3 genX steht damit ein leistungsfähiges und einfach

bedienbares mobiles Prüfsystem der Genauigkeitsklasse 0.1 zur Verfügung, das neben der Prüfung des installierten Energiezählers auch die Bestimmung von Leistungsverlusten erlaubt. Die Verbindung zwischen Ladesäule und Prüfadapter wird über ein AC-Ladekabel gem. EN 62196-1 Typ 2 hergestellt, wobei die abgegebene AC-Leistung über einen dreiphasigen Spannungsabgriff erfasst wird. eMOB I-32.3 AC verarbeitet Leistungen bis zu 22 kW und Stromstärken bis max. 32 A.

 

Neben der Elektromobilität wird die Transformation der Energieversorgung vor allem durch die Digitalisierung unterschiedlichster Prozesse geprägt. Als konkretes Produkt zeigt EMH in Essen eine Lösung zur regelkonformen Befundprüfung von SMGw-Installationen. Das Prüfsystem steht als Erweiterung vorhandener Zählerprüfeinrichtungen zur Verfügung, kann aber auch direkt in neue Prüfeinrichtungen integriert werden. Realisiert wurde zunächst eine Lösung zur metrologischen Überprüfung von Smart Meter Gateways in Verbindung mit MS2020 Basiszählern (Rückführbarkeit der Messgrößen auf nationale Normalien). In ähnlicher Weise strebt EMH auch die Bereitstellung eines Verfahrens zur SMGw-Annahmeprüfung an.

 

EMH auf der E-world energy & water 2020: Halle 2, Stand 132

Fachmesse mit Bobby-Car

 

EMH präsentierte Messtechnik für E-Mobility auf der eMove360° in München

Es kommt wohl eher selten vor, dass eine neue Fachmesse quasi aus dem Stand heraus ein voller Erfolg wird. Der eMove360° ist das gelungen: Erst vor drei Jahren aus der Taufe gehoben, ist die B2B-Veranstaltung der Messe München innerhalb kürzester Zeit gewaltig expandiert und zählte 2019 bereits mehr als 290 Aussteller aus 25 Ländern. Die eMove360° ist binnen kürzester Zeit zur internationalen Leitmesse für Elektromobilität avanciert – da versteht es sich von selbst, dass EMH im vergangenen Oktober auf jeden Fall mit dabei war.

Nachholbedarf bei der Vernetzung

„Noch mangelt es der E-Mobility-Welt an einer klaren Linie“, schildert EMH-Entwicklungsleiter Ulrich Putensen seine Eindrücke vom Messebesuch. „Es fehlt an einer richtigen Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteuren und jeder scheint bislang noch sein eigenes Süppchen zu kochen.“ Nichtsdestotrotz hatte Ulrich Putensen Gelegenheit, potenziellen Kunden die EMH-Produkte für E-Mobility-Anwendungen näherzubringen.

An der nötigen Aufmerksamkeit mangelte es auf jeden Fall nicht: Neben einer Ladesäule hatten wir auf unserem Messestand ein Bobby-Car platziert und präsentierten an dem (zugegeben recht kleinen und nicht wirklich funktionsfähigen) Beispiel den Einsatz unseres neuen und universellen Adapters eMOB. In Kombination beispielsweise mit einem tragbaren Prüfzähler PWS 2.3 genX, lässt sich eMOB praktisch an jede beliebige Ladesäule anschließen und liefert im Handumdrehen präzise Informationen zu allen relevanten Leistungsdaten. „Nach meinem Eindruck ist unser Messeauftritt bei den Besuchern gut angekommen“, stellt Ulrich Putensen fest.

„Ziel noch nicht erreicht“

EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder kann das im Rückblick nur bekräftigen: „Glückwunsch an das Team zum gelungenen Messeauftritt“, fasst er das Ereignis zusammen. Schröder sondierte, welche Fortschritte die Prüfung von E-Ladesäulen im internationalen Vergleich gemacht hat. Nach vielen Gesprächen kommt er unter anderem zu dem Schluss: „In Nachbarländern wie beispielsweise den Niederlanden oder Spanien gibt zur regelmäßigen Prüfung oder Eichung von E-Ladesäulen noch gar keine Pläne.“ Deutschland sei da zwar schon weiter, aber längst noch nicht am Ziel.

Zur Vervollständigung eines allgemeinen Überblicks fehlte es aus der Sicht von Karsten Schröder leider auch an Vertretern hiesiger EVUs oder Stadtwerke: „Ob wir auf dem richtigen Weg sind, wird sich wohl erst auf der E-world nächstes Jahr in Essen oder während der metering days 2020 in Fulda erweisen“, meint der EMH-Geschäftsführer.

Bis dahin bleibt EMH natürlich am Ball.

Erster Firmensitz: Zwei Baucontainer

EMH freut sich über 35 erfolgreiche Jahre in der Energiebranche

HEW, OBAG oder Badenwerk: Nicht einmal in den kühnsten Träumen wäre 1984 jemand auf die Idee gekommen, dass die Welt der Energieversorger auch ganz anders aussehen könnte; dass Privatleute dereinst Strom erzeugen und in öffentliche Netze einspeisen würden oder niemand mehr zum Vertragsabschluss mit dem örtlichen zuständigen Stadtwerk gezwungen ist.

Nur wenige Jahrzehnte später ist all das bekanntlich Realität geworden. Die Hamburgischen Electricitäts-Werke gehören nicht mehr der Stadt Hamburg, sondern dem schwedischen Vattenfall-Konzern. Die staatliche Energieversorgung Ostbayern AG fusionierte mit anderen Netzbetreibern erst zur E.ON Bayern AG und firmiert heute als E.ON-Tochtergesellschaft unter dem Namen Bayernwerk AG. Die Badenwerk AG ist aufgegangen in der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, dem drittgrößten Energieunternehmen in Deutschland.

Nur EMH ist nach 35 Jahren immer noch EMH.

Na ja, nicht so ganz. Anfangs sollte das Unternehmen erst „Hamburger Energie-Messtechnik“ heißen, im Gründungsjahr 1984 wurde daraus dann aber „Energie-Messtechnik-Hamburg GmbH“, kurz EMH. Wo früher Autos der Marke „Tempo“ hergestellt wurden, entstand seinerzeit in Hamburg-Harburg ein Technologiezentrum für Jungunternehmer. Peter Scheew aus Bergedorf wollte zu den ersten Mietern gehören und hier seine Idee verwirklichen, moderne Prüfeinrichtungen für Elektrizitätszähler zu bauen. Weil sich das Projekt Technologiezentrum aber verzögerte, musste sich Scheew mit behelfsmäßigen Werkstätten und Büros in zwei Baucontainern begnügen. Und vom 17. Dezember 1984 an wurden die Baucontainer dann auch der vorübergehende Firmensitz des frisch gegründeten Unternehmens EMH GmbH.

 

 

Umzug von Harburg nach Harburg

Weil die Geschäfte gut liefen, war Peter Scheew auf die günstigen Räume im staatlich geförderten Gründerzentrum aber bald nicht mehr angewiesen. Stattdessen verlegten Scheew und sein neuer Mitgesellschafter Thomas Müller den Firmensitz nach Brackel im niedersächsischen Landkreis Harburg. Erstes Serienprodukt war der Prüfzähler TEZ 120.3, gefolgt von dem tragbaren Maximumregistriergerät MRG 241. Es folgten Prüflasteinrichtungen und Komparatoren, Transformator-Monitoring, Analysesoftware und, und, und…

Im Unterschied zu den meisten alteingesessenen Energieversorgern ist unser Unternehmen aber nicht irgendwann Teil eines größeren Konzerngebildes geworden; vielmehr entstand um die Keimzelle der EMH GmbH nach und nach eine kleine Firmengruppe, deren Produkte nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile in aller Welt erfolgreich vermarktet werden. Entgegen den ursprünglichen Planungen aber eben nicht von Harburg in Hamburg aus, sondern mit Sitz im niedersächsischen Landkreis Harburg. Da war es irgendwann nur folgerichtig, das Wort Hamburg in der Firmenbezeichnung offiziell zu streichen. In der Abkürzung EMH besteht es allerdings fort – aber vielleicht steht „H“ ja auch gar nicht für Hamburg, sondern für Harburg. Das passt dann immer.  

Das aktuelle Portfolio umfasst eine große Auswahl an Produkten die zum Gründungszeitpunkt noch nicht absehbar waren.

HYDROCAL BPD nimmt Teilentladungen den Überraschungseffekt

Umfassende Monitoring-Lösung von EMH und BSS steigert Verfügbarkeit und Lebensdauer von Leistungstransformatoren


EMH baut den Leistungsumfang der bewährten HYDROCAL-Produktfamilie weiter aus: Neben der Gas-in-Öl-Analyse soll mit HYDROCAL BPD künftig auch eine Monitoring-Lösung zur Erkennung und Analyse von Teilentladungen in Hochspannungsdurchführungen bereitstehen. Die ersten Funktionsmuster von HYDROCAL BPD wurden jetzt im Hochspannungslabor der Universität Stuttgart erfolgreich auf Herz und Nieren geprüft.

 

Defekte Hochspannungsdurchführungen sind laut einer Studie von CIGRE die zweithäufigste Ursache von Transformatorenschäden. Dafür verantwortlich sind in erster Linie Teilentladungen, die das Isolationsmaterial der Durchführungen nach und nach zersetzen. Über die temporäre Prüfung von Strom- und Phasenwinkel und UHF-Messungen von Kessel und Wicklungen können Teilentladungen zwar erfasst werden; bislang fehlte es aber an einer umfassenden Monitoring-Lösung, die neben einer zeitnahen Erkennung auch Rückschlüsse auf mögliche Folgeschäden erlaubt.

 

Über die kontinuierliche Messung und Analyse der im Transformatoröl gelösten Gase sowie der Wasseranteile tragen die HYDROCAL-Systeme von EMH bereits dazu bei, sich anbahnende Schäden frühzeitig zu erkennen und plötzliche Ausfälle der Aggregate zu vermeiden. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojektes von EMH und der BSS Hochspannungstechnik GmbH (Stuttgart) konnte der Monitoring-Ansatz nun auf den Bereich der Teilentladungen ausgedehnt werden.

HYDROCAL BPD (BPD – Bushing Partial Discharge, „Teilentladungen an Durchführungen“) kombiniert unterschiedliche Ansätze und Methoden zur Messung von Teilentladungen, um die Folgewirkungen schnell und umfassend erkennen zu können. Zum einen werden dabei am Prüfabgriff der Hochspannungsdurchführungen Sensoren platziert, die über das Monitoring von Strom- und Phasenwinkel sowohl Trend- als auch Absolutwerte ermitteln. Darüber hinaus erfolgt eine elektrische Teilentladungsmessung gemäß IEC 60270, wobei mit HF-Filtern ausgestattete Durchführungssensoren die Intensität und Anzahl von Teilentladungsimpulsen erfassen. Die grafische Darstellung der Daten (Phasenaufgelöste Teilentladungsdarstellung PRPD bzw. Teilentladungsdarstellung auf einem Polardiagramm) erlaubt sodann umfassende Zustandsanalysen.

Nachdem die ersten Funktionsmuster von HYDROCAL BPD ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben, werden die Ergebnisse des Gemeinschaftsprojektes nun zur Serienreife weiterentwickelt. EMH und BSS – eine Ausgründung des Instituts für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH) der Universität Stuttgart – konzipierten als konkrete Produkte Hochspannungsdurchführungs-Sensoren, UHF-Teilentladungssensoren und UHF-Teilentladungs-Monitoringsysteme, die je nach gewünschtem Anwendungszweck kundenspezifisch kombiniert werden können. Die nahtlose Verknüpfung mit HYDROCAL Gas-in-Öl-Analysesysteme erlaubt im Ergebnis den Aufbau einer umfassenden Monitoring-Lösung für Leistungstransformatoren unterschiedlichster Art. Als Erweiterung der vorhandenen HYDROCAL-Systeme leistet HYDROCAL BPD einen zusätzlichen Beitrag, um Ausfallzeiten von Leistungstransformatoren zu minimieren und deren Lebensdauer weiter auszudehnen.

Mobile Allround-Lösung beschleunigt Analyse komplexer Zählerinstallationen

Tragbares Prüfsystem PTS 3.3 genX von EMH bietet erweiterte Funktionalität und komfortable Handhabung

 EMH setzt die Modernisierung des Produktportfolios an tragbaren Testsystemen konsequent fort. Nachdem die Gerätetypen PTS 2.3, PWS 2.3 sowie CheckMeter 2.3 bereits mit erweiterter Funktionalität erhältlich sind, wurde nun auch der Prüfzähler PTS 3.3 auf eine „genX“-Variante vorbereitet und der Prototyp fertiggestellt.

 Die erweiterte Typbezeichnung „genX“ steht für Touch-Screen-Technologie, große Farbdisplays inklusive grafischer Benutzerschnittstelle sowie variable Datenübertragung via USB, WLAN oder Ethernet. Neben bewährten Merkmalen wie Präzision und Langlebigkeit bietet die neueste Generation der EMH-Testsysteme die Möglichkeit, analoge wie auch digitale Zählerinstallationen jedweder Art umfassend zu analysieren.

Als dreiphasiges Testsystem der Klasse 0.05 ausgelegt, geht der Funktionsumfang des PTS 3.3 genX weit über die Genauigkeitsprüfung einzelner Zähler hinaus. Ausgestattet mit einer unabhängigen Strom- und Spannungsgenerierung bis zu 120 A bzw. 500 V, erfasst das System auch Zustandsdaten der Zählerinstallation insgesamt und analysiert die zugrundeliegende Netzsituation. Die Ergebnisse werden unmittelbar auf dem integrierten 9-Zoll-Farbdisplay dargestellt, können für weitergehende Auswertungen und Dokumentationszwecke über den eingebauten Webserver aber auch an externe Geräte wie Tablet, Desktop-PC oder Laptop übergeben werden. Die Touch-Screen-Technologie erleichtert zudem die Bedienung des Systems und trägt dazu bei, dass die Prüfvorgänge insgesamt beschleunigt werden.

PTS 3.3 genX erlaubt die Spannungs- und Strommessung auf direktem Wege oder unter Einsatz externer Sensoren, die Bürdenmessung von Strom-(CT) und Spannungs-Messwandlern(PT) sowie Wirk-, Blind- und Scheinenergiemessungen in 3- oder 4-Leiter-Schaltungen. Die Analyse der Netzsituation erfolgt per Vektordiagramm, Oberwellenspektrum und Drehfeldanzeige. PTS 3.3 genX kann optional auch mit der Software CALegration verknüpft werden und zeichnet sich darüber hinaus durch eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber möglichen Störeinflüssen aus.