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Einsatz im größten Offshore-Windpark der Welt: EMH unterstützt Vertriebspartner MTE in der britischen Nordsee

165 Windkraft-Turbinen auf 462 km2 Fläche sorgen für 1.400 Megawatt Nennleistung: Die Zahlen von „Hornsea Two“ sind imposant. Wenn die letzte Anlage 89 Kilometer vor der Küste des britischen Yorkshire in Betrieb geht, löst „Hornsea Two“ seinen Vorgänger „Hornsea One“ als größten Offshore-Windpark der Welt ab. Weit über 1,5 Millionen Haushalte werden dann mit grünem Strom versorgt. Zuvor wird der produzierte Strom aus den Windanlagen im Umspannwerk gesammelt und durch Transformatoren auf ein Spannungsniveau von 220 kV umgewandelt, um ihn dann nahezu verlustfrei auf das Festland transportieren zu können.

 

20 HYDROCAL – Offshore bei Honsea Two im Einsatz

 

Damit das reibungslos funktioniert, sind im Windpark „Hornsea Two“ insgesamt 20 HYDROCAL Offshore-Geräte im Einsatz. Sie überwachen die Transformatoren, erkennen Schäden frühzeitig und tragen so entscheidend zu einer effizienten Stromversorgung aus der britischen Nordsee bei. Verantwortlich für die Installation der Geräte ist unser Schweizer Vertriebspartner MTE, den wir mit unseren After-Sales-Services vor Ort unterstützen.

 

HYROCAL 1008 und 1003 Offshore erkennen Mängel frühzeitig

 

Mithilfe von zwölf Einheiten HYDCROAL 1008 Offshore und acht Einheiten HYDROCAL 1003 Offshore können die Betreiber die Konzentration bestimmter Gase, die im Transformatorenöl gelöst sind, prüfen. Ist beispielsweise der Wasserstoffgehalt zu hoch, deutet das auf einen Fehler im Isolationssystem hin. Kommt Kohlenmonoxid hinzu, kann die Zellulose schadhaft geworden sein – wichtige Informationen, anhand derer die Anlagenbetreiber frühzeitig Mängel identifizieren und die notwendigen Maßnahmen einleiten können. Die Geräte wurden zuvor von MTE an den Anlagen installiert. Die verantwortlichen Techniker erhielten Schulungen für den korrekten Umgang mit den HYDROCAL-Einheiten.

 

EMH After-Sales-Service unterstützt beim Weltmarktführer

 

Davon profitiert jetzt das dänische multinationale Energieunternehmen Ørsted, Betreiber von Hornsea One und Hornsea Two. Mit einem Marktanteil von 49 % an Dänemarks Strom- sowie 35 % an der Wärmeerzeugung ist es das größte Energieunternehmen des Landes. Zudem gilt Ørsted mit mehr als 1.000 Offshore-Windturbinen, unter anderem in Deutschland, Dänemark, Schweden und Großbritannien, als Weltmarktführer im Bereich Offshore-Windenergie.

 

Für den HYDROCAL-Einsatz bei Hornsea Two mussten verschiedene Herausforderungen berücksichtigt werden. So wurde unter anderem das Material der Geräte speziell auf die rauen Bedingungen vor Ort angepasst, damit es dem Salzwasser langfristig standhält. Kommt es aller Vorbereitungen und Maßnahmen zum Trotz trotzdem zu einer technischen Störung, macht sich das Offshore-erfahrende After-Sales-Service-Team von EMH zur Unterstützung auf den Weg in die britische Nordsee.

Für den Ernstfall auf hoher See gewappnet – Zertifizierte GWO-Trainings bereiten auf Ernstfall vor

Tobias Pölchen ist der Mann für alle Fälle bei EMH Energie-Messtechnik GmbH. Denn bei seinen Offshore-Einsätzen hat es ihn unter anderem schon in die Nordsee, die Irische See oder vor die Ostküste Englands getrieben. Dort installiert und prüft er in den Windparks HYDROCAL-Systeme, die Transformatorenschäden frühzeitig identifizieren und so einen reibungslosen Betrieb der Anlagen gewährleisten. Außerdem schult der 31-jährige vor Ort Service-Mitarbeiter im Umgang mit den Geräten.

Doch bevor Pölchen vor zwei Jahren zu seinem ersten Offshore-Einsatz für die EMH fliegen durfte, musste er zunächst selbst zu einer Schulung. Die ist mit einer normalen Lehrveranstaltung jedoch nicht zu vergleichen und bringt die Teilnehmer körperlich und mental an ihre Belastungsgrenzen.

Zertifikate sind Voraussetzung für Offshore-Einsatz

Ein Offshore-Einsatz ist immer aufs Neue ein kleines Abenteuer. Weil Abenteuer aber oft auch Gefahren bergen, gilt es, für den Ernstfall gewappnet zu sein. Und der bedeutet für Techniker an Windenergieanlagen: ein Sturz ins offene Meer. Pölchen ist deswegen gut vorbereitet – durch die Global Wind Organisation (GWO). Die Non-Profit-Organisation der führenden Windenergieanlagenhersteller bietet verschiedene Trainings an, die je nach Offshore-Tätigkeit zuvor absolviert werden müssen und vergibt dann die jeweiligen Zertifikate – ohne Zertifikat kein Einsatz – ohne Einsatz kein Service durch EMH.

Wellengang und schlechtes Licht: In Schulungseinrichtungen herrschen realitätsnahe Bedingungen

Durchgeführt werden können die Trainings in verschiedenen Schulungseinrichtungen, die von der GWO für eine Zertifizierung zugelassen sind. Eine davon befindet sich in Cuxhaven. Dort, bei der O.S.T. Cuxhaven, kennt sich Pölchen bereits bestens aus. Denn die verschiedenen Trainings müssen regelmäßig absolviert werden: die meisten nach zwei, simulierte Hubschraubereinsätze nach vier Jahren. Neben Theorieinhalten geht es für die Teilnehmer in die Praxis.

Die ist intensiv und wird dank hochmoderner Technik den Bedingungen auf dem Meer realitätsnah nachempfunden. Im Überlebensanzug müssen sich die Teilnehmer unter anderem unter Wasser befreien, heftiger Wellengang und gedimmtes Licht inklusive. „Ich habe zuvor zwar noch kein Survival Training absolviert, kann mir aber vorstellen, dass die Einheiten unter Wasser nah an das herankommen, was die Teilnehmer dort erleben“, berichtet Pölchen von seinen Schulungserfahrungen in Cuxhaven.

Mit gutem Gefühl zum nächsten Einsatz

Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz sowie Weiterbildungen sind wichtige wiederkehrende Bestandteile der Arbeit bei EMH. Denn bei Einsätzen steht die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen immer an erster Stelle. Pölchen hat sich an die Trainings gewöhnt, physisch und psychisch herausfordernd bleiben sie trotzdem. In 14 Monaten ist er wieder in Cuxhaven. Dann stehen sechs verschiedene Trainingsmodule, unter anderem für das Überleben auf See und eine erweiterte Erste Hilfe, auf dem Plan. Wenig später geht es dann bereits zum nächsten Offshore-Einsatz – mit dem guten Gefühl zu wissen, wie er im Ernstfall reagieren muss.

Hubschrauber Nordsee Offshoreeinsatz

Ein kleines ,,Dankeschön“ an die Jungs im Hintergrund!

Dass die jährliche EMH-Roadshow wenigstens im virtuellen Raum stattfinden konnte, ist nicht zuletzt einigen „unsichtbaren“ Helfern im Hintergrund zu verdanken. Das für alle Beteiligten ungewöhnliche Konzept entwickelten Hilke Schamlott und Lars Busekrus aus dem EMH-Marketing gemeinsam mit Heiko Gentsch von der Hamburger Gentsch & Gentsch Ideenagentur (www.gentsch-gentsch.de). Gentsch & Gentsch versteht sich als kleine und flexible Werbeagentur, die komplexe Leistungen auf einfache Weise emotional kommunizieren kann – und erwies sich mit diesem Ansatz als idealer Partner für das Roadshow-Projekt von EMH. Die praktische Umsetzung brauchte dann allerdings auch eine passende Optik – und die richteten Stefan Klein (www.klein-foto.de) und Dirk Masbaum (www.fotografie-masbaum.de) ein. Als Produktfotografen sind Klein und Masbaum seit langem mit EMH verbunden, ihr Portfolio umfasst darüber hinaus aber auch Projekte mit bewegten Bildern. So entstanden im Vorfeld der virtuellen EMH-Roadshow ansprechende und aussagekräftige Produkt-Videos, und während des eigentlichen Online-Auftritts mündeten die Ergebnisse inklusive der Studio-Kameraführung dann in einer ganzheitlichen Live-Präsentation. Last but not least: Stefan Lütge von der Hamburger Silicon Planet GmbH (https://siliconplanet.com). „Wir entwickeln digitalen Vertrieb für wachstumsorientierte Unternehmen“, hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Silicon Planet ist EMH über die kontinuierliche Betreuung der Homepage verbunden und verknüpfte via Cleverreach und Zoom sozusagen auch die Strippen der virtuellen Roadshow. Allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, sagen wir an dieser Stelle schlicht und einfach: Danke!

Produktpräsentation – virtuell und doch praxisnah

Measurement Heroes by EMH: Großes Interesse an Hintergrundinformationen zur Prüftechnik für die Energiewirtschaft

 

Statt in Wien, München, Köln und Leipzig persönliche Präsenz zu zeigen, präsentierte EMH die jährliche Roadshow erstmals aus einem Online-TV-Studio am Firmensitz Brackel. Entstanden aus den notwendigen Einschränkungen angesichts der Covid-19-Pandemie, stieß die virtuelle Produktpräsentation gleichwohl auf großes Interesse der zugeschalteten Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus.

 

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen informierten EMH-Vertreter jeweils gut eine Stunde lang über modernste Prüfsysteme für Energiezähler oder zur Überwachung von Leistungstransformatoren. EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder, Vertriebsleiter Lars Busekrus und Serviceleiter Peter Kurth stellten sich zugleich auch individuellen Fragen aus dem Publikum. Im Mittelpunkt standen die neueste Generation an tragbaren Prüfeinrichtungen, von den Arbeitsnormalen PWS 2.3genX, CheckMeter 2.3genX und PTS 3.3genX bis hin zum Ladesäulen-Testadapter eMOB I-32.3 AC, wie auch stationäre Testsysteme für den Einsatz in der Zählerproduktion oder das umfassende HYDROCAL-Portfolio zur Überwachung von Leistungstransformatoren. Speziell für die virtuelle Roadshow produziert, vermittelten eingespielte Produktfilme einen Überblick zu den Funktionalitäten und Anwendungsmöglichkeiten der jeweiligen Geräte.

 

Das ungewöhnliche Format der Produktpräsentation stieß bei den online zugeschalteten Teilnehmern durchgehend auf reges Interesse und ließ vielfältige Nachfragen aufkommen. Zum Beispiel, ob die aktuelle Software CALegration auch ältere, noch in Betrieb befindliche Geräte wie das Referenznormal CALPORT 300 unterstützt (Antwort: ja, sofern das Gerät mit der neuesten Firmware ausgestattet ist), ob Prüfmittel von EMH in festgelegten Abständen vom Hersteller kalibriert werden müssen (nein, die Messmittelüberwachung orientiert sich an den internen QM-Regeln des Anwenders, empfohlen werden aber Überprüfungen im Abstand von zwölf bis 24 Monaten) oder ob EMH auch Lösungen zur Messung von DC-Schnelladesäulen anbietet (die entsprechende Technik ist in der Entwicklung, momentan konzentriert sich das Angebot aber auf die am weitesten verbreiteten AC-Ladestationen Typ II 22kW). In Bezug auf stationäre Systeme ging es u.a. ebenfalls um die notwendigen Prüfintervalle (die sich an den Vorgaben der PTB orientieren und in der Regel drei Monate betragen), und schließlich interessierten sich Teilnehmer für die Frage, ob die Analyseergebnisse automatischer HYDROCAL-Systeme ebenso präzise ausfallen wie bei einer klassischen Laboruntersuchung (die Genauigkeit ist absolut vergleichbar, sofern es um die Trendentwicklung bestimmter Inhaltsstoffe im Transformatorenöl geht, bei der Spurenanalyse erreichen Online-Überwachungssysteme allerdings ihre Grenzen).

 

Während der Live-Präsentation konnten angesichts des vorgegebenen Zeitrahmens längst nicht alle gestellten Fragen behandelt werden, das Team von EMH reichte die Antworten aber im Anschluss daran nach. Und wer die Measurement Heroes by EMH verpasst hat, kann die Teilnahme jederzeit nachholen: Unter

https://emh.eu/measurement-heroes-aufzeichnungen/ steht das komplette Ereignis als Videoaufzeichnung zum Anschauen bereit.

HYDROCAL 1011 genX P: Transformatoröl flexibel überwacht

Zuwachs für die HYDROCAL-Familie von EMH: Neben stationären Systemen steht mit dem HYDROCAL 1011 genX P nun auch ein tragbares Gerät zur Analyse von Transformatoröl zur Verfügung. Über den Bereich der Leistungstransformatoren hinaus, werden die Einsatzmöglichkeiten der Gas-in-Öl Analyse damit auch auf andere Anwendungen erweitert.

 

Als „Frühwarnsystem“ zur Überwachung von Leistungstransformatoren werden die von EMH entwickelten, stationären Gas-in-Öl-Analysesysteme seit langem von Netzbetreibern und Versorgungsunternehmen in aller Welt eingesetzt. HYDROCAL-Systeme erfassen kontinuierlich die Konzentrationen von Wasser und bestimmten „Schlüsselgasen“, die im Transformatoröl gelöst sind. Sobald die Messungen vordefinierte Grenzwerte überschreiten, wird das Wartungspersonal per Alarmmeldung auf eine notwendige Überprüfung der Anlage hingewiesen. HYDROCAL-Systeme tragen dazu bei, die Lebensdauer der Transformatoren zu verlängern und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Netzversorgung insgesamt zu sichern.

Die Methodik der Gas-in-Öl Analyse ist aber nicht nur auf Leistungstransformatoren anwendbar, sondern auch auf andere mit Öl gefüllte und elektrisch betriebene Geräte. Dazu zählen beispielsweise kleinere Verteiltransformatoren, für die sich der Einsatz eines stationären HYDROCAL-Systems nicht rechnen würde, sowie andere ölgefüllte Hochspannungsanlagen (Mess-/Schutztransformatoren, CTs/PTs, Leistungsschalter etc.). Statt solche Geräte in vorgegebenen Intervallen einer umfangreichen Wartung zu unterziehen, ermöglicht HYDROCAL 1011 genX P nun vor Ort die einfache und flexible Kontrolle der wichtigsten Parameter.

Kernstück des neuen Analysegerätes ist ein wartungsfreies NIR-Infrarot-Messystem mit Headspace-Extraktion nach IEC 60567. Öl- oder auch Gasproben werden direkt in die Extraktionskammer eingebracht und innerhalb kürzester Zeit automatisch einer umfassenden Analyse unterzogen. Das System erlaubt die Messung der Ölfeuchte sowie die Einzelmessung von Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Methan, Azetylen, Ethen, Ethan, Sauerstoff, Stickstoff und Propan. Die Messgenauigkeit entspricht dabei mindestens den Vorgaben gemäss IEC 60567. Erhöhte Werte von Kohlenmonoxid deuten beispielsweise auf einen möglichen Schaden der Festkörperisolation hin, andere Werte dienen als Indikatoren für Überhitzung, Teilentladung oder energiereiche Lichtbogenbildung. In den meisten Fällen steht bereits unmittelbar nach der Messung fest, ob und welche Wartungsarbeiten nun in die Wege geleitet werden müssen. Der Einsatz von HYDROCAL 1011 genX P zahlt sich vor allem bei kleineren Anlagen aus, die nun mit vergleichsweise geringem Aufwand häufiger kontrolliert werden können. Die Technologie der mobilen Gas-in-Öl Analyse dient außerdem als Unterstützung bei der Installation oder Reparatur von Leistungstransformatoren.

Das tragbare Gas-in-Öl-Analysesystem HYDROCAL 1011 wurde von EMH als „genX“-Gerät konzipiert und bietet damit eine erweiterte Funktionalität nach dem Stand der Technik. Dazu zählen eine komfortable Bedienung über ein integriertes 7“ TFT-Farbdisplay, zeitgemäße Schnittstellen zur Datenübertragung per WiFi, USB oder LAN sowie ein SD-Speicher zur Dokumentation der Arbeitsergebnisse. Alternativ zum Touchscreen können alle Gerätefunktionen auch per genX-Webserver von jedem Smartphone, Tablet oder PC aus gesteuert werden.

Erster Firmensitz: Zwei Baucontainer

EMH freut sich über 35 erfolgreiche Jahre in der Energiebranche

HEW, OBAG oder Badenwerk: Nicht einmal in den kühnsten Träumen wäre 1984 jemand auf die Idee gekommen, dass die Welt der Energieversorger auch ganz anders aussehen könnte; dass Privatleute dereinst Strom erzeugen und in öffentliche Netze einspeisen würden oder niemand mehr zum Vertragsabschluss mit dem örtlichen zuständigen Stadtwerk gezwungen ist.

Nur wenige Jahrzehnte später ist all das bekanntlich Realität geworden. Die Hamburgischen Electricitäts-Werke gehören nicht mehr der Stadt Hamburg, sondern dem schwedischen Vattenfall-Konzern. Die staatliche Energieversorgung Ostbayern AG fusionierte mit anderen Netzbetreibern erst zur E.ON Bayern AG und firmiert heute als E.ON-Tochtergesellschaft unter dem Namen Bayernwerk AG. Die Badenwerk AG ist aufgegangen in der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, dem drittgrößten Energieunternehmen in Deutschland.

Nur EMH ist nach 35 Jahren immer noch EMH.

Na ja, nicht so ganz. Anfangs sollte das Unternehmen erst „Hamburger Energie-Messtechnik“ heißen, im Gründungsjahr 1984 wurde daraus dann aber „Energie-Messtechnik-Hamburg GmbH“, kurz EMH. Wo früher Autos der Marke „Tempo“ hergestellt wurden, entstand seinerzeit in Hamburg-Harburg ein Technologiezentrum für Jungunternehmer. Peter Scheew aus Bergedorf wollte zu den ersten Mietern gehören und hier seine Idee verwirklichen, moderne Prüfeinrichtungen für Elektrizitätszähler zu bauen. Weil sich das Projekt Technologiezentrum aber verzögerte, musste sich Scheew mit behelfsmäßigen Werkstätten und Büros in zwei Baucontainern begnügen. Und vom 17. Dezember 1984 an wurden die Baucontainer dann auch der vorübergehende Firmensitz des frisch gegründeten Unternehmens EMH GmbH.

 

 

Umzug von Harburg nach Harburg

Weil die Geschäfte gut liefen, war Peter Scheew auf die günstigen Räume im staatlich geförderten Gründerzentrum aber bald nicht mehr angewiesen. Stattdessen verlegten Scheew und sein neuer Mitgesellschafter Thomas Müller den Firmensitz nach Brackel im niedersächsischen Landkreis Harburg. Erstes Serienprodukt war der Prüfzähler TEZ 120.3, gefolgt von dem tragbaren Maximumregistriergerät MRG 241. Es folgten Prüflasteinrichtungen und Komparatoren, Transformator-Monitoring, Analysesoftware und, und, und…

Im Unterschied zu den meisten alteingesessenen Energieversorgern ist unser Unternehmen aber nicht irgendwann Teil eines größeren Konzerngebildes geworden; vielmehr entstand um die Keimzelle der EMH GmbH nach und nach eine kleine Firmengruppe, deren Produkte nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile in aller Welt erfolgreich vermarktet werden. Entgegen den ursprünglichen Planungen aber eben nicht von Harburg in Hamburg aus, sondern mit Sitz im niedersächsischen Landkreis Harburg. Da war es irgendwann nur folgerichtig, das Wort Hamburg in der Firmenbezeichnung offiziell zu streichen. In der Abkürzung EMH besteht es allerdings fort – aber vielleicht steht „H“ ja auch gar nicht für Hamburg, sondern für Harburg. Das passt dann immer.  

Das aktuelle Portfolio umfasst eine große Auswahl an Produkten die zum Gründungszeitpunkt noch nicht absehbar waren.

HYDROCAL BPD nimmt Teilentladungen den Überraschungseffekt

Umfassende Monitoring-Lösung von EMH und BSS steigert Verfügbarkeit und Lebensdauer von Leistungstransformatoren


EMH baut den Leistungsumfang der bewährten HYDROCAL-Produktfamilie weiter aus: Neben der Gas-in-Öl-Analyse soll mit HYDROCAL BPD künftig auch eine Monitoring-Lösung zur Erkennung und Analyse von Teilentladungen in Hochspannungsdurchführungen bereitstehen. Die ersten Funktionsmuster von HYDROCAL BPD wurden jetzt im Hochspannungslabor der Universität Stuttgart erfolgreich auf Herz und Nieren geprüft.

 

Defekte Hochspannungsdurchführungen sind laut einer Studie von CIGRE die zweithäufigste Ursache von Transformatorenschäden. Dafür verantwortlich sind in erster Linie Teilentladungen, die das Isolationsmaterial der Durchführungen nach und nach zersetzen. Über die temporäre Prüfung von Strom- und Phasenwinkel und UHF-Messungen von Kessel und Wicklungen können Teilentladungen zwar erfasst werden; bislang fehlte es aber an einer umfassenden Monitoring-Lösung, die neben einer zeitnahen Erkennung auch Rückschlüsse auf mögliche Folgeschäden erlaubt.

 

Über die kontinuierliche Messung und Analyse der im Transformatoröl gelösten Gase sowie der Wasseranteile tragen die HYDROCAL-Systeme von EMH bereits dazu bei, sich anbahnende Schäden frühzeitig zu erkennen und plötzliche Ausfälle der Aggregate zu vermeiden. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojektes von EMH und der BSS Hochspannungstechnik GmbH (Stuttgart) konnte der Monitoring-Ansatz nun auf den Bereich der Teilentladungen ausgedehnt werden.

HYDROCAL BPD (BPD – Bushing Partial Discharge, „Teilentladungen an Durchführungen“) kombiniert unterschiedliche Ansätze und Methoden zur Messung von Teilentladungen, um die Folgewirkungen schnell und umfassend erkennen zu können. Zum einen werden dabei am Prüfabgriff der Hochspannungsdurchführungen Sensoren platziert, die über das Monitoring von Strom- und Phasenwinkel sowohl Trend- als auch Absolutwerte ermitteln. Darüber hinaus erfolgt eine elektrische Teilentladungsmessung gemäß IEC 60270, wobei mit HF-Filtern ausgestattete Durchführungssensoren die Intensität und Anzahl von Teilentladungsimpulsen erfassen. Die grafische Darstellung der Daten (Phasenaufgelöste Teilentladungsdarstellung PRPD bzw. Teilentladungsdarstellung auf einem Polardiagramm) erlaubt sodann umfassende Zustandsanalysen.

Nachdem die ersten Funktionsmuster von HYDROCAL BPD ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben, werden die Ergebnisse des Gemeinschaftsprojektes nun zur Serienreife weiterentwickelt. EMH und BSS – eine Ausgründung des Instituts für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH) der Universität Stuttgart – konzipierten als konkrete Produkte Hochspannungsdurchführungs-Sensoren, UHF-Teilentladungssensoren und UHF-Teilentladungs-Monitoringsysteme, die je nach gewünschtem Anwendungszweck kundenspezifisch kombiniert werden können. Die nahtlose Verknüpfung mit HYDROCAL Gas-in-Öl-Analysesysteme erlaubt im Ergebnis den Aufbau einer umfassenden Monitoring-Lösung für Leistungstransformatoren unterschiedlichster Art. Als Erweiterung der vorhandenen HYDROCAL-Systeme leistet HYDROCAL BPD einen zusätzlichen Beitrag, um Ausfallzeiten von Leistungstransformatoren zu minimieren und deren Lebensdauer weiter auszudehnen.

Im Tiefflug zur HYDROCAL-Wartung

Abenteuerliche Umstände begleiten Serviceeinsatz auf der Nordsee

„After Sales Service“ klingt nicht unbedingt nach einer Stellenbezeichnung, die geradezu abenteuerliche Einsätze an ungewöhnlichen Orten erwarten lässt. In den meisten Fällen mag das auch zutreffen – aber nicht auf den Job von Tobias Pölchen. Der 28-Jährige kümmert sich bei EMH um den After Sales Service im Bereich Transformator Monitoring. Tobias Pölchen sorgt dafür, dass unsere HYDROCAL-Systeme zur Früherkennung von Transformatorenschäden immer einwandfrei funktionieren. Er installiert die neueste Firmware, schult das Servicepersonal unserer Kunden im Umgang mit den Geräten.

Turbinen 100 Meter über dem Meeresspiegel

Nun gut, bis hierher klingt das nicht unbedingt abenteuerlich – wird es aber, wenn der Terminkalender die Wartung eines HYDROCAL Offshore-Systems vorsieht. Jüngstes Beispiel: After Sales Service im Windpark „Merkur Offshore“, rund 45 Kilometer nördlich von Borkum in der Nordsee gelegen. Gerade erst in Betrieb genommen, können 66 Windenergieanlagen auf einer Gesamtfläche von 47 Quadratkilometern bis zu 396 Megawatt Strom erzeugen. Die Windräder vom Typ „Haliade 150“ hat General Electric geliefert, die Turbinen besitzen eine Nennleistung von je 6 MW. An der Nabe 100 Meter über dem Meeresspiegel werden mit einem Durchmesser von 150 Metern die größten Rotoren eingesetzt, die für solche Anlagen momentan überhaupt verfügbar sind.

Schlechte Sicht und ohrenbetäubender Lärm

Tobias Pölchen ist es gewohnt, dass Schnee und Eis oder Staus auf der Autobahn die Anreise zum Einsatzort gelegentlich verzögern. In diesem Fall bringt schlechte Sicht über der Nordsee die Planungen etwas durcheinander. Früh morgens um halb sieben sollte es losgehen, mit dem Hubschrauber vom Flugplatz Emden gen „Merkur Offshore“. Erst eineinhalb Stunden später hatte sich das Wetter aber soweit aufgeklart, dass der Start möglich wurde. Besonders komfortabel ist die Reise nicht unbedingt. Überlebensanzug und Schwimmweste engen die Bewegungsfreiheit ein, Ohrenstöpsel und Gehörschutz-Kopfhörer dämpfen den Lärm an Bord des Helikopters. Und weil die Sicht zwar besser, aber noch nicht gut geworden ist, rast die Maschine nur 100 Meter über der Nordsee dahin, bis das Offshore-Team nach 30 Minuten Tiefflug wohlbehalten die zentrale Plattform des Windparks erreicht.

Offshore-Einsätze werden zur Routine

Was folgt, ist für Tobias Pölchen Routine: Die IEC 61580-Modems der beiden HYDROCAL 1008 Offshore-Systeme müssen aktualisiert werden, die Firmware bekommt ein Update, und gemeinsam mit Technikern des Plattformbetreibers wird die Datenverbindung zum Festland auf Herz und Nieren überprüft. Am späten Nachmittag geht es dann wieder per Lufttaxi zurück nach Emden – dank besserer Sicht nun nicht mehr „knapp über den Wellen“. Gänzlich neu ist all das für Tobias Pölchen übrigens nicht. In diesem Jahr haben ihn seine Aufgaben schon dreimal auf die hohe See geführt, neben „Merkur Offshore“ ging es bereits zum Windpark „Race Bank“ vor der Ostküste Englands und nach „Walney Extension“ in der Irischen See – mit einer installierten Leistung von 659 MW derzeit der größte Offshore-Windpark der Welt, dessen Betreiber ebenfalls auf HYDROCAL-Systeme von EMH vertrauen.  

Norddeutsche Prüftechnik auf Tournee

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EMH-Roadshow 2018 bietet regionale Präsentationen und Workshops für Energieversorger in Deutschland und Österreich

(Brackel, März 2018) Die neuesten Produkte an Bord und von kompetenten Ansprechpartnern begleitet, macht sich der EMH-Truck Ende Mai auf den Weg. Mit Stationen in Köln, Leipzig und Salzburg kommt die EMH-Roadshow 2018 den regionalen Energieversorgern im Wortsinn entgegen.

 

Neueste Produkte der tragbaren und stationären Prüftechnik sowie Überwachungssysteme für Transformatoren in Augenschein nehmen, Fragen zu bereits vorhandenen Geräten im persönlichen Gespräch klären oder sich mit aktuellen Brancheninformationen versorgen: all das bietet EMH mit der Roadshow 2018. Die Stationen in Köln, Leipzig und Salzburg verkürzen Kunden und Interessenten aus den jeweiligen Regionen den Weg, um modernste Systeme der Energie-Messtechnik quasi vor der eigenen Haustür kennenzulernen. Interessante Vorträge und Workshops runden die Präsentation der EMH-Produkte ab und vermitteln umfassende Hintergrundinformationen. Und wer seine fachliche Kompetenz darüber hinaus noch weiter ausbauen will, kann sich bei dieser Gelegenheit auch mit den Seminarangeboten von EMH vertraut machen.

 

Die Teilnahme an den Roadshows ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen freut sich das Team aber über eine vorherige Anmeldung – per E-Mail unter training@emh.de oder telefonisch unter +49 (0) 4185 58 57 0.

 

Die EMH-Roadshow 2018 beginnt am 29.Mai in Köln, endet am 7.Juni in Salzburg und findet jeweils zwischen 10 und 15 Uhr statt. Die Termine im Einzelnen:

 

Köln: 29.Mai 2018, Köln Marriott Hotel, Johannisstraße 76-80, 50668 Köln

 

Leipzig: 30.Mai 2018, The Westin Leipzig, Gerberstraße 15, 04105 Leipzig

 

Salzburg: Wyndham Grand / Salzburg Conference Centre, Fanny-von-Lehnert-Straße 7, 5020 Salzburg.

Hydrocal genX: Anfassen erlaubt

Erneut konnten wir unsere Produktpalette innerhalb der bewährten HYDROCAL-Produktfamilie erweitern. Mit der Neuentwicklung HYDROCAL genX stellen wir zwei onlinebasierte Multi-Gas-in-Öl-Analysesysteme für Leistungstransformatoren vor, die durch Verschmelzung zweier Technologien die Anzahl der beweglichen Teile auf ein Minimum beschränken und somit besonders service- und wartungsarm sind.

 

Der neue Look – intuitiv und leicht zu bedienen

Beide Geräte präsentieren sich im neuen, modernen Design mit benutzerfreundlichem Farbdisplay mit Touchscreen sowie grafischer Benutzerschnittstelle. Lars Busekrus, Vertriebsleiter bei EMH: „Bei den verbauten Geräten fehlt oft schlicht der Platz für eine Tastatur. Unsere neuen Geräte sind mit dem Touchscreen nun noch komfortabler und anwenderfreundlicher als die Vorgängermodelle.“

Die Geräte sind mit einem großen, kapazitiven 7-Zoll-Farb-TFT-Touchscreen intuitiv zu bedienen. Die Anbindung von Smartphone, Tablet oder Notebook-PC per WLAN- und Webserver ist problemlos möglich. Als Kommunikationsschnittstellen stehen für beide Systeme ETHERNET 10/100 Mbit/s (Kupferleitung/RJ 45 oder Glasfaserleitungen/SC Duplex) und RS 485 zur Unterstützung von MODBUS® (RTU/ASCII und TCP), DNP3 und IEC 61850 Protokolle zur Verfügung.

 

Messen mit Methode

Die Messtechnik der innovativen HYDROCAL-genX-Produkte basiert auf der Kombination von bewährter Nah-Infrarot (NIR) Technik mit vakuumgeschützter Membranextraktion. Sowohl der HYDROCAL 1004 genX als auch der HYDROCAL 1006 genX lassen sich im laufenden Betrieb am Transformator installieren.

hydrocal1006genxDie wartungsfreien Entgasungs- und Messsysteme analysieren neben der Ölfeuchte drei der im Transformator-Öl gelöste Schlüsselgase individuell: Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Acetylen. Damit lassen sich sowohl elektrische Ausfälle von geringer Intensität, als auch Lichtbögen sowie die Papier-, Holz- und Pressspan-Zersetzung im Transformator ermitteln.

Der HYDROCAL 1006 genX misst darüber hinaus den Ethylen- und Methan-Gehalt des Leistungstransformators und liefert damit Ergebnisse zur weiteren Analyse, wie dem Duval Dreieck oder dem Rogers Diagramm gem. IEC 60599.