Fachmesse mit Bobby-Car

 

EMH präsentierte Messtechnik für E-Mobility auf der eMove360° in München

Es kommt wohl eher selten vor, dass eine neue Fachmesse quasi aus dem Stand heraus ein voller Erfolg wird. Der eMove360° ist das gelungen: Erst vor drei Jahren aus der Taufe gehoben, ist die B2B-Veranstaltung der Messe München innerhalb kürzester Zeit gewaltig expandiert und zählte 2019 bereits mehr als 290 Aussteller aus 25 Ländern. Die eMove360° ist binnen kürzester Zeit zur internationalen Leitmesse für Elektromobilität avanciert – da versteht es sich von selbst, dass EMH im vergangenen Oktober auf jeden Fall mit dabei war.

Nachholbedarf bei der Vernetzung

„Noch mangelt es der E-Mobility-Welt an einer klaren Linie“, schildert EMH-Entwicklungsleiter Ulrich Putensen seine Eindrücke vom Messebesuch. „Es fehlt an einer richtigen Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Akteuren und jeder scheint bislang noch sein eigenes Süppchen zu kochen.“ Nichtsdestotrotz hatte Ulrich Putensen Gelegenheit, potenziellen Kunden die EMH-Produkte für E-Mobility-Anwendungen näherzubringen.

An der nötigen Aufmerksamkeit mangelte es auf jeden Fall nicht: Neben einer Ladesäule hatten wir auf unserem Messestand ein Bobby-Car platziert und präsentierten an dem (zugegeben recht kleinen und nicht wirklich funktionsfähigen) Beispiel den Einsatz unseres neuen und universellen Adapters eMOB. In Kombination beispielsweise mit einem tragbaren Prüfzähler PWS 2.3 genX, lässt sich eMOB praktisch an jede beliebige Ladesäule anschließen und liefert im Handumdrehen präzise Informationen zu allen relevanten Leistungsdaten. „Nach meinem Eindruck ist unser Messeauftritt bei den Besuchern gut angekommen“, stellt Ulrich Putensen fest.

„Ziel noch nicht erreicht“

EMH-Geschäftsführer Karsten Schröder kann das im Rückblick nur bekräftigen: „Glückwunsch an das Team zum gelungenen Messeauftritt“, fasst er das Ereignis zusammen. Schröder sondierte, welche Fortschritte die Prüfung von E-Ladesäulen im internationalen Vergleich gemacht hat. Nach vielen Gesprächen kommt er unter anderem zu dem Schluss: „In Nachbarländern wie beispielsweise den Niederlanden oder Spanien gibt zur regelmäßigen Prüfung oder Eichung von E-Ladesäulen noch gar keine Pläne.“ Deutschland sei da zwar schon weiter, aber längst noch nicht am Ziel.

Zur Vervollständigung eines allgemeinen Überblicks fehlte es aus der Sicht von Karsten Schröder leider auch an Vertretern hiesiger EVUs oder Stadtwerke: „Ob wir auf dem richtigen Weg sind, wird sich wohl erst auf der E-world nächstes Jahr in Essen oder während der metering days 2020 in Fulda erweisen“, meint der EMH-Geschäftsführer.

Bis dahin bleibt EMH natürlich am Ball.