Im Notfall muss die Arbeit erst einmal warten

 

 

Clemens Cohrs und Thomas Staacke engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr

Das Wort „Alarm“ löst bei den meisten Menschen sogleich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend aus. Kein Wunder: Alarm bedeutet Gefahr, und bei Gefahr ist schnelles Handeln angesagt. Bei EMH gehören Alarme quasi zum Tagesgeschäft, zum Beispiel bei der Kalibrierung von Sensoren auf vorgegebene Grenzwerte, oder wenn unsere Servicetechniker ausrücken müssen, weil bei einem Kunden die Alarmfunktion installierter Messgeräte überprüft werden muss.

Für unsere Techniker Clemens Cohrs und Thomas Staacke sieht die Sache mit Alarmen noch etwas anders aus. Bei bestimmten Alarmen lassen die beiden alles stehen und liegen, verlassen ihre Arbeitsplätze und machen sich zügig auf den Weg zum Einsatzort. Dann sind sie allerdings nicht als EMH-Techniker gefragt, sondern als Feuerwehrleute: Thomas Staacke. 44 Jahre alt, gehört bereits seit 1989 der Freiwilligen Feuerwehr Ramelsloh an und bekleidet dort inzwischen die Funktion eines Gruppenführers, und Clemens Cohrs (32) ist seit dem Start bei der Jugendfeuerwehr von knapp zehn Jahren inzwischen zum Ortsbrandmeister von Ramelsloh aufgestiegen – und damit sozusagen der Chef von Thomas Staacke.

Thomas Staacke und Clemens Cohrs brauchen für solch ungeplante Unterbrechungen ihrer Arbeit bei EMH keine Erlaubnis vom Vorgesetzten, vielmehr sind Unternehmen in derartigen Fällen zur Freistellung ehrenamtlicher Helfer verpflichtet. Die Kosten entsprechender Arbeitsausfälle kann sich eine Firma zwar von der zuständigen Gemeindeverwaltung erstatten lassen – EMH verzichtet allerdings darauf und betrachtet es als selbstverständlich, das Engagement für die Allgemeinheit zu unterstützen.

In der Praxis konzentriert sich die Tätigkeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute eher auf die Zeit nach Feierabend, wenn Fahrzeuge und Ausrüstung gewartet werden müssen oder eine Einsatzübung auf dem Plan steht.

Ihre Arbeit bei EMH mussten Clemens und Thomas bisher 8x für brennende PKW auf der Autobahn, ein Schornsteinbrand und andere technische Hilfeleistungen wie umgestürzte Bäume oder Verkehrsunfälle unterbrechen – auch wenn sie mittlerweile damit rechnen müssen, dass Alarme häufiger auftreten als früher. Denn seit gut drei Jahren stehen beide nicht nur rund um die Uhr der Freiwilligen Feuerwehr Ramelsloh auf Abruf zur Verfügung, sondern darüber hinaus auch den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Brackel. Die Einsatzbereitschaft gilt hier allerdings nur tagsüber, dann führt der allgemeine Rückgang an freiwilligen Helfern bei den Ortsfeuerwehren eher zu personellen Engpässen als außerhalb der üblichen Arbeitszeiten.

Als ehrenamtlicher Ortsbrandmeister verbringt Clemens Cohrs natürlich einen großen Teil seiner Freizeit mit Aufgaben in der Freiwilligen Wehr Ramelsloh, während sich Thomas Staacke nach Feierabend vor allem seiner Familie widmet – sofern er nicht unerwartet zum Einsatz gerufen wird.

http://www.feuerwehr-seevetal.de/

http://www.feuerwehr-brackel.de/