Im Firmenverbund quer durch Deutschland: Ein Serviceeinsatz der besonderen Art

11.000 Kilometer Höchstspannungsleitungen in einem Versorgungsgebiet von Niedersachsen bis zu den Alpen: Die Amprion GmbH betreibt das mit Abstand längste Freileitungsnetz in Deutschland. Rund 170 Schalt- und Umspannanlagen sind nötig, damit der Strom bedarfsgerecht in die örtlichen Verteilnetze übertragen werden kann. Unsere Analyse- und Überwachungssysteme der HYDROCAL-Familie spielen dabei eine wichtige Rolle. Während der vergangenen Jahre hat Amprion nach und nach einen Großteil der im Netz installierten Transformatoren mit EMH-Technik ausgestattet, unter dem Strich haben wir bis heute ca. 80 Geräte vom Typ HYDROCAL 1005 und ca. 30 HYDROCAL 1003 installiert.

Prinzipiell sind die HYDROCAL-Systeme wartungsfrei, bei den teils extremen Belastungen durch Wind und Wetter oder häufige Lastwechsel sind kleinere Störungen aber nicht völlig auszuschließen. Um die nötigen Servicearbeiten kümmert sich dann Tobias Pölchen, der im Bereich Transformator Monitoring für den After Sales Service zuständig ist. Seit zweieinhalb Jahren gehört der E-Techniker dem Team von EMH an – und kürzlich erlebte der 27-Jährige mit unserem Kunden Amprion einen Serviceeinsatz besonderer Art: Fünf Tage lang war Tobias Pölchen mit zwei Amprion-Technikern unterwegs. Die „Service- und Schulungsreise“ führte von Westerkappeln aus über Stationen im nördlichen Nordrhein-Westfalen bis ins Ruhrgebiet, danach in den Raum Frankfurt/Main und schließlich nach Trier in Rheinland-Pfalz. Abschluss der Reise war dann ein Einsatz im Dunkeln in Mühlheim an der Ruhr.

Auf der insgesamt rund 2.000 Kilometer langen Tour mit einem Amprion-Werkstattwagen und dem EMH-Caddy ging es einerseits darum, fünf der installierten Hydrocal-1005-Systeme zu entstören. Tobias Pölchen nutzte die Gelegenheit aber auch für eine umfassende vor-Ort-Schulung der Amprion-Techniker: „Einer der beiden Amprion-Mitarbeiter hat vor einigen Jahren schon ein Training bei uns in Brackel absolviert, und er freute sich darüber, dass er seine Kenntnisse nun auffrischen und vertiefen konnte“, berichtet Tobias Pölchen. Parameter anpassen, die Firmware aktualisieren oder kleinere Hardwarereparaturen durchzuführen – in Zukunft können solche Aufgaben weitestgehend von Amprion selbst erledigt werden. Darüber hinaus konnte Tobias Pölchen während der Reise natürlich auch den Kundenkontakt vertiefen: „Amprion ist mit den Geräten und dem Service von EMH auf jeden Fall sehr zufrieden“, sagt Pölchen. „Als EMH-Mitarbeiter nehme ich von einem solchen Einsatz aber auch viele Hinweise mit nach Brackel, die für die weitere Entwicklung unserer Technik sehr wichtig sein können und ansonsten wohl kaum zur Sprache kommen würden.“ Nicht zuletzt hat das „Einsatzteam“ auch Spaß an der gemeinsamen Zeit gehabt – und wenn klirrende Kälte die Arbeiten am Transformator erschwerte, bot der beheizte Werkstattwagen eine perfekte Möglichkeit zum Aufwärmen und Kaffeepause machen.