Yin di tɔɔn rab: Herzlich willkommen in Thailand

Bangkok, 32°C und gefühlte 100 Prozent Luftfeuchtigkeit − unser Servicemitarbeiter Michael Schwan hat Eindrücke von seiner Dienstreise nach Thailand mitgebracht.

Seeblick

Das tropische Klima in Thailand lässt sich grob in drei Jahreszeiten einteilen: Von März bis Mai ist Sommer, von Juni bis September die sehr heiße Regenzeit, die kühle Jahreszeit geht von Oktober bis Februar. Ich landete ausgerechnet während der Regenzeit, in der die Luftfeuchtigkeit für Mitteleuropäer eine gewaltige Umstellung bedeutet. Aber zum Glück ist so gut wie jedes Unternehmen mit einer Klimaanlage ausgestattet, so dass meine Arbeit beim Electrical and Electronic Institute (EEI) Thailand gut durchzuhalten war. 

EEI wurde 1998 von Thailands Ministerium für Industrie gegründet und bietet Tests von elektrischen und elektronischen Produkten, Kalibrier-Dienstleistungen von Mess-und Testinstrumenten sowie Werksinspektionsdienste an. Gleichzeitig ist das Institut zuständig für die nationale Normung. In den Räumen des Unternehmens am Rande der Hauptstadt Bangkok hatte ich zwei Tage Zeit eingeplant, um gemeinsam mit meinem thailändischen Kollegen Withaya eine 5-Platz Prüfanlage bis 200A aufzubauen und unseren Kunden zu schulen. Dabei geht das Aufstellen und die Inbetriebsetzung der Anlage relativ schnell, deutlich mehr Zeit investiere ich in die Schulung der Mitarbeiter.

Mitarbeiter

Die  Zählermesstische der Prüfanlage bestehen aus einem Arbeitstisch, der mit Aufhängerahmen für die Befestigung der ein- oder dreiphasigen Zähler versehen ist. Jeder Zählermessplatz ist mit einem Fehlerauswertungssystem, Sicherheitsbuchsen für den Anschluss der Messspannung und einer seitlich verschiebbaren Tastkopfhalterung mit Tiefen- und Höhenverstellung für den Tastkopf ausgerüstet. Durch den modularen Aufbau der Zählermesstische sind Sonderausführungen hinsichtlich der Anzahl der Messplätze, mechanischer Anordnung und technischer Spezifikationen der Kunden möglich.

Anlage

 

Die Schulung

Der für mich wichtigste Teil meines Aufgabenbereiches besteht darin, unsere Kunden nicht mit der neuen Technik allein zu lassen. Auf Englisch und mit Unterstützung von Withaya, der bei Verständigungsproblemen in die Landessprache übersetzte, schulte ich die EEI-Mitarbeiter umfassend über die verschiedenen Hardware-Komponenten der Prüfanlage. Dazu gehören unter anderem Quellen, Referenzzähler und Fehlerrechner.

Nach einer Essenspause in einem Golfclub ging es mit der Bedienung unserer Standard Software CAMCAL und deren verschiedenen Software-Komponenten weiter. Zum Abschluss einer jeden Schulung geht es um das Troubleshooting, durch das unsere Kunden in der Lage sind, eventuelle Probleme im Falle einer Störung selbstständig bis auf eine Leiterkarte oder Komponente einzugrenzen.

Kleine Anekdote am Rande

Nicht immer läuft alles so einfach wie bei EEI. Bei unserem Kunden EGAT (Electricity Generating Authority of Thailand) musste die alte Anlage komplett zerlegt werden, bevor die neue aufgebaut werden konnte. Auch so etwas ist vor Ort möglich, es kostet nur etwas Zeit. Im Gebäude waren die Gänge schmal, die Ecken eng und die Türen nicht breit genug – das bedeutet für mich und alle Beteiligten: Werkzeug rausholen, schrauben und am Ende einfach alles wieder zusammenbauen.

zerlegte-Anlage1