EMH sucht Verstärkung!

Zum nächstmöglichen Termin suchen wir eine(n) Servicemitarbeiter (in)….

Wer Interesse an der folgenden Position hat, meldet sich bitte bei Stefan Rudolph.

Serie: Relevante Ausbildungsberufe in unserer Branche, Teil 2 – Systemelektroniker/-in

Diese Woche möchten wir Ihnen gerne den Ausbildungsberuf des Systemelektronikers / der Systemelektronikerin vorstellen. 2003 wurde der Ausbildungsberuf des Elektromechanikers von dem Systemelektroniker abgelöst. Im Unterschied zu der Ausbildung des Elektronikers für Geräte und Systeme kann hier kein Schwerpunkt oder keine spezielle Fachrichtung gewählt werden.

Nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung heißt es beim Systemelektroniker, denn er oder sie muss sich immer wieder auf technische Erneuerungen und Veränderungen einstellen. Zu den Aufgaben eines Systemelektronikers gehört es mechanische, elektronische und mikroelektronische Bauteile zu verarbeiten, einzelne Systeme oder Geräte zu erstellen und diese dann auch selbstständigkeit in Betrieb zu nehmen. Des Weiteren entwickelt er Prototypen und wenn diese in Serie gehen, dann plant er die Fertigung.

Nach den 3,5 Jahren Ausbildung besteht die Möglichkeit eine Meisterschule zu besuchen und sich nach erfolgreich bestandener Prüfung selbständig zu machen.

Weitere Informationen zu diesem Ausbildungsberuf finden Sie hier:

Im dritten Teil unserer kleinen Serie stellen wir Ihnen in der kommenden Woche das Berufsbild Mechatroniker/-in vor.

Die beliebtesten Fehlbedienungen – Teil 2 –

Die Wandlerfaktoren

Es kommen immer mal wieder Messgeräte, insbesondere PWS2.3, zur „Reparatur“ in’s Haus, bei denen der Kunde die Messergebnisse bemängelt. Diese liegen dann teilweise einige 100% vom Sollwert entfernt, sind aber stabil (aha….). Stabile Ergebnisse, aber weit weg von dem erwarteten Ergebniss und auf allen drei Phasen → dies deutet nicht auf einen Defekt hin (dann wäre evtl. eine Phase weg, meist auch unstabil). Einen Blick auf die obere Statuszeile des PWS 2.3 Hilft oftmals schon weiter:

Bildschirmfoto-2012-02-23-um-15.42.48

Die Wandlerfaktoren sind aktiviert!

Dies hat zur Folge, dass ALLE Messergebnisse mit den eingestellten Faktoren multipliziert werden. Das PWS geht immer davon aus, dass auf der Sekundärseite der Wandler gemessen wird. Es werden alle Messergebnisse mit den eingetragenen Wandlerwerten multipliziert und somit die (rechnerischen) Primärwerte im Display angezeigt.

Zur Einstellung der Wandlerfaktoren gehe ich in das „Schraubenschlüssel“ Menü, dort auf das Symbol zur Einstellung der Wandlerfaktoren :

Wandlerfaktoren

Die Faktoren für Spannung und Strom können jetzt verändert werden. Bei einer Einstellung wie im folgenden Bild werden alle Messwerte der Spannung unverändert gelassen (Verhältnis 1:1), die Strom-Messwerte werden mit Faktor 20 multipliziert (Verhältniss 100:5 = 20). D.h. misst das PWS bei dieser Einstellung 1A, so erscheint auf dem Display 20A.

Bildschirmfoto-2012-02-23-um-15.43.17

Zur Deaktivierung der Wandlerfaktoren wird das folgende Symbol im Schraubenschlüssel-Menü benutzt werden.

Bildschirmfoto-2012-02-23-um-15.44.06

Sind die Wandlerfaktoren deaktiviert, so verschwindet das Symbol in der oberen Statuszeile:

Bildschirmfoto-2012-02-23-um-15.44.23

Jetzt sollten die Messergebnisse stimmen!

Serie: Relevante Ausbildungsberufe in unserer Branche, Teil 1 – Elektroniker/-in für Geräte und Systeme

Mit einer kurzen Serie möchten wir Ihnen in den kommenden drei Wochen je einen Ausbildungsberuf vorstellen, der in unserem technischen Bereich wichtig und sinnvoll ist. Unsere Kurzserie startet mit dem Berufsbild  Elektroniker/-in für Geräte und Systeme. Diese Ausbildung bieten wir aktuell auch bei EMH an (Mehr dazu finden Sie hier.).

Hierbei handelt es sich um einen neuen industriellen Elektroberuf, den es erst seit 2003 gibt. Er weist jedoch Ähnlichkeiten zu dem Berufsbild des Kommunikationselektronikers und des Industrieelektronikers mit der Fachrichtung Gerätetechnik auf. Der Unterschied besteht darin, dass die Ausbildungsinhalte um den Punkt Selbstständigkeit (Qualitätsmanagement, Bewerten von Prozessen, Verwaltung, usw.) erweitert wurden. Unter anderem werden folgende Inhalte in der Ausbildung besprochen:

  • Umgang mit Messgeräten
  • Konstruktion von Prototypen
  • Arbeiten mit dem Lötkolben
  • Grundkenntnisse in der Mechanik
  • Arbeiten an Projekten

Somit hat ein Elektroniker / eine Elektronikerin für Geräte und Systeme die Möglichkeit sich in verschiedenen Einsatzgebieten ausbilden zu lassen. Darunter zählen bspw. Mess- und Prüftechnik, medizinische Geräte und Automotive-Systeme. Ein Elektroniker / eine Elektronikerin für Geräte und Systeme ist überall dort zu finden, wo spezielle Fachkenntnisse für das Herstellen und Reparieren von Geräten von Nöten ist. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist auch als schulische Ausbildung zu absolvieren.

Noch mehr Informationen zu diesem Ausbildungsberuf finden Sie hier.

In der kommenden Woche setzen wir unsere Serie ort, dann stellen wir das Berufsbild Systemelektroniker/-in vor.

EMH in der örtlichen Presse

Soziales Engagement weckt auch bei der Presse Neugierde….

Wie bereits berichtet, haben wir zum vergangenen Weihnachtsfest ein ♥ für die örtliche Mädchenfussballmannschaft gezeigt und neue Trainingskleidung gesponsert.

Hier nun der Bericht aus der regionalen Presse.

Beliebte Anwenderfehler bei unserer tragbaren Prüftechnik

Die beliebtesten „Fehlbedienungen“

 Die Wahl der Zeitbasis

„Die Messergebnisse schwanken, ich bekomme einfach keine vernünftigen Ergebnisse zustande“

 So in etwa äußerte sich der Kunde am Telefon. Er war bei einer vor Ort Überprüfung einer Wandleranlage.

Ein großer Unterschied zwischen „Labor Prüfung“ und „vor Ort“ Prüfung ist die „Stabilität der Last“.
Im Labor kein Problem: alle Größen (Spannung / Strom / Phasenwinkel) werden synthetisch erzeugt und haben meistens eine Stabilität von nur wenig Hundert ppm (oder anders ausgedrückt: die Schwanken der eingestellten Werte sind besser als 0.0x % ).
Schließe ich mein Messgerät an einer solchen „stabilen“ Quelle an, so schwankt nahezu nichts, die Werte stehen wie eingefroren, egal, ob ich eine sehr kurze oder eine lange Messzeit (oder Zeitbasis) wähle.

Aber erst einmal zur Erklärung der „Zeitbasis“:
bei analogen Zeigerinstrumenten gab es sowas noch nicht, schwankt die Last, dann schwankt der Zeiger, evtl. bedingt durch die Trägheit der Mechanik etwas langsamer als die echten Werte. Bei der digitalen Messtechnik ist es etwas anders: zunächst müssen die zu messenden Signale „abgetastet“ und in digitale Werte zerlegt werden.  Dies erfolgt beim PWS mit etwa 4kHz, d.h. es werden jede Sekunde 4000 einzelne Werte erzeugt. Das Messgerät muss „periodisch“ diese Zahlenkolonnen in „brauchbare“ Werte umrechnen (es wird ja die Sinuskurve abgetastet, auf dem Display sollen aber RMS Werte, also gleichgerichtete Mittelwerte wie z.B. 230V erscheinen). Und genau diese „Periode“ legt die Zeitbasis fest. Stelle ich 1 Sekunde ein, so wird eine Sekunde lang intern die Signale abgetastet und digitalisiert, dann wird aus dieser Zahlenflut der RMS Wert errechnet. Stelle ich die Zeitbasis auf 20Sekunden, dann wird alle 20 Sekunden der RMS Wert errechnet.

Zurück zur schwankenden Last:
Wenn ich bei schwankender Last eine lange Zeitbasis, wie z.B. 20 Sekunden, wähle, dann mittel ich die Sprünge innerhalb dieser Zeit heraus, da ich ja den Mittelwert über alle Schwankungen bilde.

Die Einstellung der Zeitbasis ist einfach auf der oberen Statuszeile abzulesen. Die Einstellung erfolgt über das Setup-Menü (der Schraubenschlüssel):

Unbenannt