Prüfstellenleiter – eine aussterbende Spezies? Ein prüfender Blick auf ein Berufsbild im Wandel

Wie so oft sprechen auch hier die Zahlen für sich. Sie deuten einen Negativtrend an. 2008 gab es in Deutschland noch 114 staatlich anerkannte Prüfstellen für Elektrizität, 2010 waren es nur noch 111 E-Prüfstellen und 2011 nur noch 109 Prüfstellen. Was bedeutet das für die Menschen hinter den Fakten, für die Prüfstellenleiter? Wir fragen nach und porträtieren ein Berufsbild, das sich verändert, verändern muss. Aber in welche Richtung?

Gerade im Bereich der Energieversorgungsunternehmen werden immer mehr Prüfstellen für Elektrizität aufgelöst. Zurückzuführen ist das in erster Linie darauf, dass Messgeräte seit Ende 2006 nach der Europäischen Messgeräte Richtlinie (MID) in den Verkehr gebracht werden. Die Folge: Eine innerstaatliche Eichung ist nicht mehr notwendig. Das Aus für Prüfstellen? Denn nur über Befund- und Stichprobenprüfungen beziehungsweise eventuelle Nacheichungen rechnet sich eine Prüfstelle nicht.

Profil Prüfstellenleiter

Was zeichnet die Arbeit eines Prüfstellenleiters eigentlich aus? Zunächst: Der Prüfstellenleiter ist keine Berufsform, die man erlernen oder studieren kann, vielmehr eine Berufung. Der Prüfstellenleiter wird gemäß des § 54 der Eichordnung „öffentlich bestellt“ unter den Voraussetzungen, dass er eine Ausbildung als Ingenieur in einem entsprechenden Fachgebiet sowie eine einjährige Tätigkeit in einer Prüfstelle vorweisen kann. Zudem muss der Prüfstellenleiter vor seiner Bestellung eine Sachkundenprüfung bei der Deutschen Akademie für Metrologie (DAM) in München erfolgreich abgeschlossen haben. Wie so oft bestätigt allerdings auch hier die Ausnahme die Regel. So kann die zuständige Behörde, d.h. die Eichbehörde des Bundeslandes, in dem sich die staatlich anerkannte Prüfstelle befindet, Ausnahmen von diesen genannten Auflagen erwirken.

Ein Prüfstellenleiter untersteht nicht direkt der Geschäftsleitung des Trägers der Prüfstelle, sondern dem Leiter der Landeseichbehörde. Er verantwortet die gesamte Prüfstelle. Dazu gehört die Messtechnik (Prüffristen, aktuelle Messtechnik), die Mitarbeiterführung, die Verantwortung für die korrekten Messabläufe, die Dokumentation und Archivierung der Messergebnisse sowie die Koordination von Befundprüfungen, Stichprobenprüfungen und Sonderprüfungen. Gerade bei den letzteren Aufgaben ist der Kontakt zum Kunden, im Falle von EMH sind das vor allem Versorgungsunternehmen, von entscheidender Bedeutung.

Gleiche Rechte – mehr Pflichten

Zwar hat sich das Anforderungsprofil in den letzten Jahren nicht verändert und ist in der Eichordnung, Teil 9, fest verankert, trotzdem ist der Aufgabenbereich des Prüfstellenleiters stark gewachsen. So gibt es in der Regel kaum eine Prüfstelle, weder im EVU-Bereich noch bei einem Hersteller, bei der nicht zusätzliche Arbeiten zu bewältigen sind wie zum Beispiel Vertrieb, Messstellentätigkeiten oder Produktmanagement. Die „reine Prüfstellenleitertätigkeit“ wird durch die Entwicklung zusehends verwässert.

Für die Zukunft

Für die Rentabilität einer Prüfstelle und damit für ihre Existenz ist es wichtig, die dargestellten Entwicklungen für sich zu nutzen und Impulse von außen als positive Signale zur Veränderungen zu werten. Neue Bereiche sollten erschlossen werden, die mit der klassischen Prüfstellentätigkeit nicht unbedingt etwas zu tun haben müssen. Messtechnik und entsprechendes Know-how vorausgesetzt sind vor allem Ideen gefragt wie zum Beispiel die Zählerannahmeprüfung nach anerkannten Normen und nach zusätzlichen privatrechtlichen Vereinbarungen oder als weiteres Beispiel die messtechnische Überprüfung und Protokollierung von Messwandleranlagen.

Fachkraft gesucht

Als innovatives, mittelständisches Unternehmen der elektronischen Präzisionsmesstechnik mit eigener Entwicklung und Fertigung nehmen wir in unserem Produktbereich eine weltweit führende Position ein.

Für unsere Serviceabteilung suchen wir einen

Servicemitarbeiter m/w

im Bereich Anlagen und Messgeräte, die zur Prüfung, Justierung und Kalibrierung von Elektrizitätszählern eingesetzt werden. Zu den Aufgaben zählen Kundenschulungen und Service an gelieferten Einrichtungen in Hard-und Software sowie das Ausführen von mechanischen Installationen und Reparaturen von Geräten bis auf Komponentenebene.

Sie haben ein Studium der Elektrotechnik oder der Energietechnik erfolgreich abgeschlossen und möchten sich mit Messtechnik beschäftigen. Kenntnisse der analogen und digitalen Schaltungstechnik sind vorhanden und der Umgang mit Bauelementen für die Reparatur von bestückten Leiterplatten ist Ihnen nicht unbekannt. Wünschenswert sind auch mechanische Fähigkeiten für die Inbetriebnahme von Messeinrichtungen am Bestimmungsort, an dem auch die Kundenschulungen stattfinden.

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Ihre Bewerbung senden Sie bitte zu Händen Herrn Rudolph, der das persönliche Gespräch in unserem Hause vorbereitet und natürlich jeden Kontakt vertraulich behandelt.

EMH Energie-Messtechnik GmbH, Vor dem Hassel 2, 21438 Brackel

E-Mail: rud@emh.de. Telefon: 04185-58 57 32

Zählen, Messen, Prüfen – 2013 nicht mehr in Nürnberg

Seit kurzem steht es nun endgültig fest, der FNN-Fachkongress Zählen-Messen-Prüfen findet 2013 am 15. und 16. April in Leipzig statt. Leipzig? Ja, Sie haben richtig gelesen. Seit 1999 fand die ZMP, wie der Fachkongress verkürzt immer genannt wird, regelmäßig in Nürnberg statt.

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Nachdem die Standortfrage zuletzt länger ungeklärt war, haben sich die Veranstalter für 2013 nun für den Standort Leipzig entschieden. Wir freuen uns sehr darüber, denn wir haben unsere Teilnahme als Aussteller auf der ZMP bereits fest eingeplant.

Wir wollen den neuen Standort nutzen und Ihnen als Vorbereitung die Messestadt Leipzig ein wenig näher bringen. Leipzig ist gemeinsam mit Dresden eine der beiden größten Städte Sachsens. Bei rund 530.000 Einwohnern und über 2.000.000 Touristen jährlich ist die Messestadt in jedem Fall für große und kleine Veranstaltungen gerüstet.

Leipzig liegt, wenn man so will, nicht im Dreiländereck sondern im Dreiautobahneneck, denn die A9, die A14 und die A38 umschließen die Stadtgrenzen fast völlig. Etwa 190 km sind es von Leipzig nach Berlin, 390 km nach Hamburg und rund 420 km nach München. Zudem ist Leipzig auch über den Flughafen Leipzig/Halle gut zu erreichen. Die Leipziger Messe und das Congress Center Leipzig liegen, wie der Flughafen auch im Norden der Stadt, direkt an der A14.

Der Messeplatz Leipzig gilt als einer der ältesten der Welt. Die Tradition geht hier bereits auf das Marktrecht des Jahres 1165 zurück. 1497 wurde Leipzig erstmals das Reichsmesseprivileg verliehen. Heute zählen die Leipziger Buchmesse und die Auto Mobil International zu den wichtigsten Messen in und für Leipzig.

Weitere Informationen:

Wenn Sie weitere Infos zu EMH auf der ZMP 2013 wünschen, sprechen Sie uns gern an.