Rückenwind mit HYDROCAL 1003 Offshore

Das neue HYDROCAL 1003 Offshore sorgt für frischen Wind: Das Online-Monitoring System zur Gas-in-Öl-Analyse und Ölfeuchte-Messung für Offshore Windkraft Anwendungen ist ein Gewinn in doppelter Hinsicht. Die Online-Überwachung der wichtigsten, im Transformatoröl gelösten, Fehlergase ist ein Plus für mehr Sicherheit bei gleichzeitiger Kostenreduktion. Ein Trend zeichnet sich ab. Online-Monitoring Systeme sind nach regelmäßigen gaschromatischen Untersuchungen des Isolieröls immer mehr im Kommen und das weltweit.

Zum Hintergrund: Eines der sichersten Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Transformatorschäden ist die Messung und Analyse der, im Transformatoröl gelösten, Gase. Wasseranteile im Transformatoröl beeinflussen dessen Isolationseigenschaften und erhöhen Korrosions- und Überhitzungsrisiken. Das geschieht insbesondere dann, wenn das gelöste Wasser den Sättigungsgrad erreicht hat und freie Wasseranteile entstehen.

Das neue HYDROCAL 1003 Offshore vereint eine Reihe von Vorteilen und Besonderheiten, darunter die individuelle Bestimmung der, im Öl gelösten, Gasanteile von Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Die relative Ölfeuchte wird in Prozent, die absolute Ölfeuchte in ppm gemessen. Sämtliche Messungen erfolgen in 20-minütigen Intervallen. Als Spezialausführung für Offshore-Windpark Anwendungen ist das Gehäuse ohne Sichtfenster und gem. Korrosionsschutzklasse C5M lackiert erhältlich. Die Rückwand ist mit zwei PG-Kabelschraubverbindungen versehen. Sowohl Rückwand als auch Öleinlass und Verschlussschrauben sind aus rostfreiem V4A Stahl.

Die Installation erfolgt denkbar einfach an einem Ventil des Transformators, ohne diesen außer Betrieb setzen zu müssen. Das wartungsfreie Messgerät überzeugt durch fortschrittliche Software (am Gerät und via PC) sowie durch verschiedene Kommunikations-Schnittstellen. Diese reichen von RS 232 und RS 485 über MODBUS bis hin zu einem integrierten GSM-,Analog- oder ETHERNET-Modem.

Zu den Transformator-Monitoring Funktionen zählt die Messung von Spannungen und Strömen mit Hilfe von Spannungs- und Stromwandlern bzw. Signalumformern ebenso wie die Kontrolle der Temperatur. Mit Hilfe zusätzlicher Temperatursensoren ist außerdem die Bestimmung der Heißpunkttemperatur und der Alterungsrate des Transformators möglich.

Die Benutzerführung erfolgt problemlos über die integrierte Software mit Menüpunkten wie Benutzer, Gas-in-Öl, Transformator, externe Sensoren, Alarm oder Konfiguration. Um beispielhaft einen Menüpunkt herauszustellen: Im Bereich Konfiguration erfolgt die Einstellung der Grenzwerte, der Kommunikationsmöglichkeiten und der Transformatorinstallation.

Eine PC-Software erfasst die administrativen Daten des Transformators und ermöglicht die Konfiguration von verschiedenen Kraft- und Umspannwerken sowie Transformatoren. Dabei ist ein selektiver Kontakt zu jedem Transformator im Netzwerk möglich.

Resümee: das HYDROCAL 1003 Offshore  ist leicht zu bedienen und exakt in der Auswertung.  Das System ist der Spezialist zur Bestimmung von Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Ölfeuchte in Transformatoröl. Sein Gewicht beträgt 7,5 kg. Es misst 215 x 215 x 215 mm.

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Der Windkraftmarkt in Deutschland

In unserem Energie-Blog möchten wir auch immer wieder interessante Inhalte veröffentlichen, die nicht direkt mit unseren Produkten und Leistungen zu tun haben, aber eine Relevanz für unsere Branche. Der Themenkomplex der erneuerbaren Energien hat diese Relevanz in jedem Fall. Er betrifft viele unserer Kunden aus den Bereichen der Energieversorgung und Energiedienstleistung unmittelbar. Und da wir ja von Haus aus zur Genauigkeit neigen, geht es uns bei der Vorstellung des Themas „erneuerbare Energien“ auch nicht um Meinungen und Bewertungen, sondern um einzelne Fakten.

Interessant dabei ist aus unserer Sicht beispielsweise, dass gerade in den beiden Jahren 2010 und 2011 viele Diskussionen um den Aufbau neuer Windkraftanlagen öffentlich geworden sind, bei denen es etwa um so spezifische Fragen ging wie die, ob die Schlagschatten der Rotoren Auswirkungen auf den Lebensraum von Pflanzen und Tieren haben, oder ob die Menge neuer Anlagen ganz platt gesagt „die Landschaft verschandelt“.

Dieser öffentlichen Diskussion gegenüber stehen die statistischen Fakten, dass die Anzahl der Onshore-Winkraftanlagen in Deutschland lediglich um etwa 300 Anlagen gestiegen ist. Den Höhepunkt der Errichtung hatten wir in Deutschland bereits in den Jahren 2000 bis 2003 erreicht. Hier entstanden jährlich zwischen 1.600 und 2.300 neuen Anlagen.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung der Nennleistung dieser Anlagen. Denn stieg zwar die Zahl der Anlagen von 2010 zu 2011 nur um etwa 300 Anlagen, so stieg damit doch die Nennleistung um knapp 2.000 MW. Im Vergleich dazu stieg die Zahl der Anlagen von 2001 auf 2002 um rund 2.300, die Nennleistung jedoch nur um 3.200 MW.

Im Jahr 2009 wurden in Deutschland rund 900 neue Anlagen errichtet, im Jahr 2010 waren es etwa 600 neue Anlagen. Dies entspricht einem Rückgang um mehr als 30 %. Gleichzeitig beliefen sich die Umsätze aller weltweiten Windenergieanlagenhersteller in Deutschland im Jahr 2009 auf rund 5,25 Mrd. Euro, im Jahr 2010 auf etwa 4,97 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 1,5%. Insgesamt haben die weltweiten Hersteller sowohl 2009 als auch 2010 rund ein Siebtel Ihrer Umsätze, insgesamt etwa 35 Mrd. Euro, in Deutschland erzielt.

Im Jahr 2011 wurden – gemessen an der Leistung – in China rund 26% aller neuen Anlagen weltweit in Betrieb genommen, in den USA knapp 20% und in Deutschland rund 12%.

Die wichtigsten Fakten nachfolgend in der grafischen Übersicht

Entwicklung-der-Anzahl-von-WindkraftanlagenKumulierte-Nennleistung-aller-AnlagenWichtigste-Länder-150x150

Installierte-WindenergieleistungMarktanteile-der-weltgrößten-ProduzentenAnzahl-Windenergieanlagen-der-Verteilnetzbetreiber-150x150

Nach wie vor führt Europa vor Asien und Nordamerika bei der kumulierten Gesamtleistung. Der Abstand gegenüber Nordamerika bleibt dabei weitgehend konstant, der Abstand gegenüber Asien schrumpft von Jahr zu Jahr. Der Drache holt auf.

Bei dieser Entwicklung lohnt es sich einen Blick auf die weltweiten Marktanteile (nach neuinstallierter Kapazität) der Hersteller, ebenfalls kumuliert nach den Regionen, zu werfen. Im Jahr 2010 war die dänische Vestas nach wie vor der weltweit größte Windenergieanlagenhersteller, mit einem Marktanteil von gut 15%. Platz zwei und drei belegen GE (USA) und Goldwind (China). Kumuliert ergibt sich folgendes Bild unter den Top 10 der weltweiten Hersteller:

  • Die vier größten asiatischen Hersteller erzielen zusammen einen Marktanteil von knapp 28%.
  • Die vier größten europäischen Anbieter erzielen einen Marktanteil von knapp 33%, wobei knapp die Hälfte dieses Marktanteils der dänischen Vestas zuzurechnen ist.
  • Unter den Top 10 Anbietern ist mit GE nur ein einziges amerikanisches Unternehmen.

Bis jetzt haben wir uns auf die Hersteller und die Leistung der Anlagen konzentriert, interessant ist es aber auch zu betrachten, wem diese Anlagen gehören und wer diese Anlagen betreibt. Ausgehend von knapp 21.500 Anlagen, die in Deutschland Anfang des Jahres 2011 betrieben wurden, ergibt sich ein Anteil von rund 76 % deren Eigner Verteilnetzbetreiber sind. Die Top 5 sind hierbei E.ON edis AG, E.ON Hanse AG, EWE AG, envia Verteilnetz GmbH und E.ON Avacon AG.

An dieser Stelle wird deutlich, wie hochgradig professionalisiert der gesamte Windenergiemarkt heute bereits ist. Die Errichtung und der Betrieb dieser Anlagen ist zumindest kein von Privatleuten oder Öko-Aktivisten dominiertes Feld (mehr).

In einem unserer nächsten Artikel werden wir den Solarmarkt beleuchten. Ihre Ideen und Anregungen nehmen wir gern auf.

Aktuelle Weiterbildung zum/zur Energiewirtschaftsmanager/-in (zert.) in Hamburg

Im Dezember letzten Jahres haben wir die Aufgaben und Qualifikationen zum zertifizierten Energiewirtschaftsmanager (m/w) bereits kurz vorgestellt. Aktuell beginnt nun ein Kurs in Hamburg den die con|energy akademie anbietet.

Die Akademie schreibt dazu:

Die Weiterbildung zum “Energiewirtschaftsmanager (zert.)” schließt an ein Hochschulstudium an oder eignet sich für Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung. Sie bereitet Sie auf die Übernahme von Leitungsfunktionen in der Energiewirtschaft vor. Unsere Dozenten unterstützen Sie mit ihrem Erfahrungshorizont der energiewirtschaftlichen Praxis als kompetente Ansprechpartner. Die Weiterbildung kann optional durch die Hochschule Karlsruhe oder die FOM Hochschule für Oekonomie und Management zertifiziert werden.

Weitere Informationen zu diesem Kurs finden Sie hier.

Anbieter ist:

con|energy agentur gmbh
Norbertstr. 5
45131 Essen
Telefon: +49 201 1022 0
Telefax: +49 201 1022 399
E-Mail: akademie (at) conenergy.com
Internet: www.conenergy.com
Geschäftsführerin: Stefanie Hamm