EMH in der Fachpresse

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03-netzpraxis03-2012-21

Vor Ort Messungen

Die Bürdenmessung am Stromwandler

Egal ob Niederspannungs-, Hochspannungs- oder Höchstspannungsinstallationen, sobald ein Wandler im Messkreis verbaut ist, muss die Bürde im zulässigen Bereich liegen.

Aber mal der Reihe nach. Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Bürde“?

Einfach ausgedrückt: Die Bürde ist die Leistung (genauer die Scheinleistung) im sekundären Stromkreis eines Wandlers, gemessen in VA. Der Strom fließt von Klemme k über diverse Klemmstellen zum Zähler, vom Zähler zurück über diverse Klemmen zum l Anschluss des Wandlers. Zusammen bilden die Stromleiter sowie die Klemmstellen und der Zähler einen Widerstand. Je größer dieser Widerstand, desto größer muss die Leistung des Wandlers sein, um den Strom treiben zu können.

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Damit der Sekundärstrom fließen kann, muss der Wandler eine „Treibspannung“ aufbringen. Je höher der Widerstand im Sekundärkreis ist, umso größer muss diese Treibspannung sein. Multipliziert man diese Spannung mit dem Sekundärstrom, erhält man die Leistung (in VA) –> die Bürde. Da diese Spannung sehr gering sein kann (der Widerstand im Sekundärkreis ist sehr niedrig) muss ein Mindeststrom fließen, um korrekt messen zu können.

Da der Widerstand konstant ist, können die Werte für Spannung und Strom linear auf die Nennleistung des Wandlers hochgerechnet werden und die prozentuale „Bebürdung“ des Wandlers berechnet werden. Diese muss laut Norm mind. 25% und max. 100% des Nennwertes des Wandlers betragen.

Nahezu alle „alten“ Wandler-Installationen sind, aufgrund von alten Wandler und modernen Zählern, unterbürdet. Eine Anpassung der Bürde kann erfolgen durch die Installation einer Zusatzbürde. Im einfachsten Fall kann diese durch zusätzliche Leitungslänge geschaffen werden.