Was ist eigentlich genau Smart Metering?

Smart Metering ist in der Energiemesstechnik mit dem dem Begriff „intelligenter Zähler“ verbunden. Da sich der Begriff in keinem Gesetz und in keiner Verordnung nachlesen lässt, fragen sich viele, was Smart Metering eigentlich genau bedeutete.

Die elektrischen Zähler für Smart Metering werden im Gegensatz zu den schwarzen (Ferraris) Drehstromzählern nicht mehr jährlich abgelesen, sondern die relevanten Daten werden kontinuirlich übermittelt. Das heißt, dass der Energieverbrauch in Echtzeit ermittelt und übertragen wird und somit die aktuellen Verbrauchswerte zur Optimierung des Energieverbrauchs für den Endverbraucher genutzt werden können.

Bei den elektronischen Zählern lassen sich zwei Typen unterscheiden. Der eine Zählertyp zeigt den Energieverbrauch und den Tarif direkt auf dem Display an. Der andere Zählertyp überträgt die Daten ausschließlich an den Netzbetreiber. Die Daten werden vom Netzbetreiber in Energieverbrauch und Tarife umgerechnet und dann einfach auf den PC oder auf einen Home-Display übermittelt. Somit sieht der Nutzer  nicht nur seinen Verbrauch, sondern bspw. auch den Wetterbericht oder den CO2-Gegenwert seiner Energienutzung. Der Nutzer kann somit selbstständig seinen Energiehaushalt kontrollieren und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Deutsche Energie-Agentur meint dazu, dass durch Smart Metering ca. 10% der Energie in Privathaushalten gespart werden können.

Nicht nur durch einen geringeren Verbrauch lässt sich Geld sparen, sondern auch durch den richtigen Tarif. Mit Hilfe von Smart Metering ist es möglich die einzelnen Verbrauchskurven zu speichern und diese auf einen Tarifsimulator zu laden. So kann herausgefunden werden, welcher Tarif am besten zu einem passt. Der Nutzer von Smart Metering muss sich keine Sorgen über Unsicherheiten bei der Datenübertragung machen, da diese verschlüsselt erfolgt und somit sicher ist. Hierzu hat das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) eine Richtlinie erarbeitet die zur Zeit als Draft vorliegt.

Der rechtliche Rahmen für den Einsatz der „intelligenten Zähler“ wird von

  • den EU-Richtlinien über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen,
  • den Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland und
  • den Integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung aus 2007 und 2008

gebildet. Smart Metering ist seit dem 01.01.2010 verpflichtend in alle Neubauten und bei größeren Renovierungen für die Strom- und Gaszähler. Haben Sie weitere Fragen zu dem Thema Smart Metering, dann melden Sie sich bei Ihrem persönlichen EMH-Ansprechpartner!